Hohe Ansprüche und falsche Vorstellungen

Die Agentur für Arbeit will vermitteln. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
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Die Agentur für Arbeit will vermitteln.

Betriebe und Bewerber finden sich oft nicht

-resa- 234 freie Ausbildungsstellen im Verkauf sind bei der Agentur für Arbeit in Bergisch Gladbach gemeldet. Gleichzeitig verzeichnet sie 184 unversorgte Bewerber im Bereich Verkauf. Warum finden beide zuweilen nicht zueinander?

„Das hat mit den hohen Ansprüchen der Betrieb und falscher, unrealistischer Vorstellungen von Bewerbern zu tun“, heißt es bei der Agentur für Arbeit. Betriebe würden zu hohe Ansprüche an Zeugnisnoten stellen. Die Agentur für Arbeit appelliert an beide Seiten, mehr Flexibilität mitzubringen, wenn es um Anforderungen, Vorstellungen und Erwartungen gehe.

Die Corona-Pandemie verschärft das Problem: Es gebe wenig Möglichkeiten, über Praktika zueinander zu finden und sich voneinander zu überzeugen, sagen die Verantwortlichen der Agentur. „Die Jugendlichen nehmen die Angebote zur Berufsorientierung nicht in dem Maße wahr, wie es erforderlich wäre.“ In ländlichen Regionen komme noch mangelnde Mobilität hinzu.

Auf fehlende Qualifikationen von Bewerbern hat die Agentur für Arbeit eine Antwort: Es gebe eine Vielfalt an Angeboten. Junge Menschen würden sowohl im fachlichen als auch im sozialen Bereich unterstützt. „Es ist wichtig, dass auch Arbeitgeber bei Problemen Kontakt zu unserem Arbeitgeber-Service aufnehmen“, erinnert Pressesprecherin Kristina Stellbrink. Dann könne nach passenden Unterstützungsangeboten gesucht werden. Zuweilen liegt es auch an einer Schere zwischen Angebot und Nachfrage: „Manchmal hat es mit der Medienpräsenz zu tun“, sagt Stellbrink, „so wollten vor einigen Jahren viele Bewerber auf einmal Immobilienmakler werden, weil der Beruf im TV sehr präsent war.“ Viele Mädchen seien in technischen Berufen weiterhin unterrepräsentiert und umgekehrt viele Jungen in sozialen Berufen. „Umso wichtiger ist es, Berufsorientierungsangebote anzunehmen, damit man nicht mit falschen Vorstellungen eine Ausbildung beginnt“, sagt Stellbrink.

Im zweiten Corona-Jahr setzt die Agentur für Arbeit auf virtuelle Angebote und Telefonberatungen. Hotline: dienstags und donnerstags 14 bis 17 Uhr: Tel. (0 22 02) 93 33-7 77, oder per E-Mail.

berufsberatung.151@ arbeitsagentur.de

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