Tradition

„Hilgen lebt“ setzt mit der Maifeier eine alte Tradition fort

Nach zwei Jahren Pause konnte der Maibaum wieder vom Initiativkreis „Hilgen lebt“ aufgestellt werden. Foto: Sabine Naber
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Nach zwei Jahren Pause konnte der Maibaum wieder vom Initiativkreis „Hilgen lebt“ aufgestellt werden.

Initiativkreis stellte am Samstag den Maibaum auf dem Raiffeisenplatz auf.

Von Sabine Naber

Waltraud Küpper, die Vorsitzende des Initiativkreises „Hilgen lebt“, sah man die Freude am Gesicht an, als sie die vielen Nachbarn und Freunde begrüßte, die am Samstag zur Maifeier auf den Raiffeisenplatz gekommen waren. „Heute wollen wir wieder nach alter Tradition mit dem Setzen des geschmückten Maibaumes den Frühling begrüßen“, sagte sie mit Blick auf den imposanten Baum, den die Hilgener Schützen in dem dafür angelegten Schacht befestigt hatten.

Bereits im 16. Jahrhundert sei es üblich gewesen, einen Maibaum aufzustellen. Er sei das Symbol zur Tanzfreiheit gewesen. „In den Mai tanzen können Sie auch heute bis spät in die Nacht, denn die Gaststätte Zur Post lädt dazu ein.“ Aber auch auf zwei weitere Errungenschaften verwies die Vorsitzende mit Stolz. „Nach langer Planung, viel Durchhaltevermögen und Beharrlichkeit ist es dem Verein gelungen, hier eine eigene Stromversorgung für Veranstaltungen zu bekommen. Und auch die neue Infotafel zur Geschichte Hilgens wird heute enthüllt.“ Diese Schautafel – die einzelnen Module sind auf beiden Seiten beschriftet und beweglich – zeigt die Geschichte Hilgens, erzählt beispielsweise vom Hilgener Dorfbrunnen, der bereits im 19. Jahrhundert als Wasserstelle für die Feuerwehr und noch davor den Fuhrleuten als Tränke für ihre Pferde gedient hatte. Dazu sind Bilder aus der Vergangenheit zu sehen, eine kleine Vereinschronik ist ebenso entstanden wie eine Dokumentation zur Umgestaltung des Ortes in den letzten Jahren.

„Eine kleine Heimatkunde haben wir so zusammengestellt“, fasst es Waltraud Küpper zusammen. Sie bedankte sich bei all denen, die geholfen und finanziell unterstützt hatten und warb um neue Mitglieder für ihren Verein. Auch Bürgermeister Dirk Runge sprach den Ehrenamtlern rund um die Vorsitzende seinen Dank aus und nannte die Feste in Hilgen klein, aber fein. „Die Hilgener genießen es, zusammenzustehen und sich zu unterhalten.“  Den musikalischen Rahmen für das Maifest gestalteten die Mutzbacher Alphornbläser. Die sahen in ihren Krachledernen und dem Dirndl zwar so aus, als seien sie gerade aus der Schweiz oder wenigstens aus Bayern angereist, tatsächlich aber sind sie in Köln zu Hause. Und während der satte, warme Ton der Instrumente erklang, wurden die Gäste mit Getränken, unter anderem einem Glas Maibowle, oder einer Grillwurst verwöhnt.

Der Inhalt des Spendenbrunnens geht an die Flüchtlingshilfe

Waltraud Küpper ging mit einem Korb voller Knabbereien durch die Reihen der Gäste. Und bat darum, nicht die Menschen zu vergessen, die gerade all das, was für uns so selbstverständlich sei – nämlich ein Fleckchen Heimat – verloren haben oder noch verlieren werden. „Wir haben unseren Spendenbrunnen mitgebracht. Den Inhalt werden wir der Flüchtlingshilfe in Burscheid zukommen lassen“, versicherte sie.

„Hilgen lebt“ hat einen Teil des Raiffeisenplatzes mitgestaltet und die Patenschaft übernommen. Das Brunnenfest am 25. und 26. Juni wird dort stattfinden und auch der Weihnachtsbaum soll zukünftig hier seinen Platz bekommen. „Wir haben vorher immer am Brunnen gefeiert, aber die Fläche hier ist verkehrssicher. Vor allem aber müssen wir uns den Strom jetzt nicht mehr von irgendwoher holen“, nennt die Vorsitzende die Vorteile des neuen Standortes.

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