Absagen

„Hilgen lebt“ geht lieber auf Nummer sicher

Der historische Brunnen ist Hilgens Herzstück: 2022 soll er wieder mit dem Brunnenfest gefeiert werden, hoffen die Vorstandsmitglieder von „Hilgen lebt“, Waltraud Küpper (kleines Foto, links) und Ulrike Kreffter. Archivfotos: Nadja Lehmann
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Der historische Brunnen ist Hilgens Herzstück: 2022 soll er wieder mit dem Brunnenfest gefeiert werden, hoffen die Vorstandsmitglieder von „Hilgen lebt“, Waltraud Küpper und Ulrike Kreffter.

Auch 2021 wird es kein Brunnenfest geben – Vorstand hofft auf Martinszug und Nikolausmarkt.

Von Claudia Radzwill

Burscheid. In der vergangenen Woche hat sich der Vorstand von „Hilgen lebt“ ausgetauscht, hat einen Rückblick aufs Jahr 2020 und eine Vorschau auf 2021 zusammengetragen. „Bedingt durch die Corona-Pandemie mussten wir auf viele liebgewonnene Gewohnheiten verzichten“, erklären die Vorsitzende Waltraud Küpper und die Geschäftsführerin Ulrike Kreffter. Aufs traditionelle Brunnenfest beispielsweise.

Auch im Jahr 2021 wird der Verein aus Verantwortung gegenüber den Bürgern und Mitgliedern keine Großveranstaltungen bis Sommer planen. So werde der Maibaum in diesem Jahr ohne Veranstaltung aufgestellt werden, erklärt Ulrike Kreffter.

Ausfallen wird abermals auch das bunte Brunnenfest. „Die Gesundheit geht vor“, ist man sich im Vorstand einig. Darüber hinaus wisse man nicht, wann große Veranstaltungen wieder erlaubt sein werden. „Es gibt keine verlässlichen Aussagen. Gerade das Brunnenfest ist aber mit vielen termingebundenen und planerischen Arbeiten verbunden.“ Daher verzichte man 2021 noch einmal aus Vernunftgründen aufs Event. „Wir haben aber schon tolle Festideen für das Jahr 2022“, erklären Waltraud Küpper und Ulrike Kreffter.

„Wir sind immer bestrebt, im Rahmen der Möglichkeiten aktiv zu bleiben.“

Waltraud Küpper, Vorsitzende von „Hilgen lebt“

Die Mitglieder des Vorstands rechnen damit, dass frühestens in Richtung Herbst wieder Veranstaltungen geplant werden können – und hoffen, zumindest zu Martinszug und Nikolausmarkt einladen zu können. 2020 musste beides wegen der Pandemie ausfallen. Als Alternativ-Aktion rief „Hilgen lebt“ damals die Hilgener auf, Fenster und Vorgärten schmücken und dem Initiativkreis davon ein Foto zu senden. Das veröffentlichte man auf der Homepage – mit Klicks konnte man seinen Favoriten wählen. „Wir sind immer bestrebt, im Rahmen der Möglichkeiten aktiv zu bleiben“, sagt Waltraut Küpper. „Hilgen lebt“, so solle es auch bleiben. Das Motto sei Programm. Und mit kleinen Aktionen wolle man auch jetzt zeigen: „Wir sind noch da.“

Die Vorstandsmitglieder von „Hilgen lebt“, Waltraud Küpper und Ulrike Kreffter.

Dazu gehören auch die kleinen Texte „op Platt“, die regelmäßig auf den Vereinsplattformen Facebook und Homepage veröffentlicht werden. „Wir haben gerade wieder einen neuen Text eingestellt, zusammen mit Fotos aus unserem Eifgen.“

Auch werde 2021 die Aktion „Aus grau wird bunt“ weitergeführt: Es werden triste Telefonverteilerkästen vor Ort verschönert. Eine Kooperation mit den Hilgener Kindergärten, der Ernst-Moritz-Arndt Schule und der Deutschen Telekom. „Das Projekt wird jetzt im Frühjahr fortgesetzt werden. Allerdings waren wir erstaunt, wie viele Kästen in Hilgen nicht der Telekom gehören. Es bleiben aber noch einige übrig“, heißt es vom Vorstand des Initiativkreises. Bewerbungen für die Aktion werden ab sofort angenommen. Die Mal-Aktion wird gefördert von der Burscheid-Stiftung der Kreissparkasse Köln.

Info-Tafel soll mit Texten und Bildern über Hilgen berichten

Die Stiftung finanzierte im vergangenen Jahr auch eine Info-Tafel mit – die zukünftig mit Texten und Bildern über das Leben in Hilgen berichtet. Noch hängt sie nicht. Das hat einen Grund: „Wir möchten die Tafel im Rahmen einer kleinen oder auch größeren Feier – mit Sponsoren, beteiligten Firmen und vor allem mit den Bürgern – einweihen. Daher warten wir noch ab.“

Weitere Fördermittel sind für einen Strompoller gestellt

Weitere Fördermittel sind gestellt für den Aufbau eines Strompollers auf dem Raiffeisenplatz – auch da bleibt der Verein dran.

Der Vorstand von „Hilgen lebt“ hat sich auch eine Rätselrallye rund um den Ort überlegt – corona-konform selbstverständlich. Nähere Informationen dazu gibt es zeitnah.

Mitglieder und Bürger werden außerdem aufgerufen, Vorschläge zu Wanderstrecken rund um Hilgen beim Verein einzureichen. „Wir würden uns freuen, wenn wir diese als Tipps veröffentlichen können.“ Das gleiche gelte für Fotos aus der Umgebung. Erreichbar sind die Mitglieder des Vereins jederzeit über die Internet- und Facebookseite.

www.hilgen-lebt.de

Hintergrund

Waltraud Küpper: „Bei Vereinsgründung im Oktober 2011 wurde ich zur 1. Vorsitzenden gewählt. Seit dieser Zeit erarbeite ich mit dem Gesamtvorstand die Aufgaben des Vereins. Da ich im größten Burscheider Ortsteil aufgewachsen und zur Schule gegangen bin, kenne ich viele Hilgener persönlich und bin mit der Geschichte unseres Heimatortes weitestgehend vertraut. Gemeinsam mit meinen Vorstandskollegen versuche ich, den Zusammenhalt und die Gemeinschaft in Hilgen, an der mir sehr viel liegt, zu erhalten und zu fördern“ – so erklärt es Küpper auf der Homepage des Vereins.

Heimatpreis: Für das Projekt „Zusammenhalt im Ortsteil Hilgen“ wurde „Hilgen lebt“ 2019 mit dem 2. Platz des Heimatpreises ausgezeichnet.

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