Hiesige Unternehmen wollen digitaler ausbilden

Maryo Fietz, Geschäftsführer der Fietz Kunststofftechnik GmbH in Burscheid, lässt in seinem Unternehmen „aus Überzeugung“ ausbilden. Archivfoto: Doro Siewert
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Maryo Fietz, Geschäftsführer der Fietz Kunststofftechnik GmbH in Burscheid, lässt in seinem Unternehmen „aus Überzeugung“ ausbilden. Archivfoto: Doro Siewert

Wirtschaftsgremium Burscheid/Odenthal der IHK trifft sich erstmals virtuell zur Frühjahrssitzung

Von Markus Schumacher

Erstmals virtuell tagte das Wirtschaftsgremium Burscheid/Odenthal der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Köln in seiner Frühjahrssitzung. Dabei wurde intensiv über die duale Berufsausbildung diskutiert, wie Dr. Susanne Hartmann, Mitglied der Geschäftsführung/Leiterin Kommunikation, mitteilte.

Gremiumsvorsitzender Maryo Fietz, Geschäftsführer der Fietz Kunststofftechnik GmbH in Burscheid, hat nach eigenen Angaben differenzierte Erfahrungen damit gemacht: „Wir sind von der Notwendigkeit der Ausbildung überzeugt, um dem Fachkräftemangel zu begegnen – und bilden daher aus Überzeugung aus. Gleichzeitig bemerken wir aber auch, dass wir die Attraktivität bestimmter Berufsbilder, vor allem im gewerblich-technischen Bereich, nach außen besser kommunizieren müssen.“

Auch das Ausbildungsmarketing sollte digitaler gestaltet werden

Sein Unternehmen habe insofern Glück in der Pandemie, da bei Fietz einzeln an Maschinen gearbeitet werde, die mit genügend Abstand aufgestellt worden seien. „Wer sich in die Gänge dazwischen begibt, muss aber eine Maske tragen“, hatte Fietz nach seiner Wiederwahl als Gremiumsvorsitzender im Herbst im Bergischen Volksboten erklärt.

Eva Babatz, Leiterin der Geschäftsstelle Leverkusen/Rhein-Berg der IHK Köln, die das Wirtschaftsgremium geschäftsführend betreut, appellierte zum Thema digitale Ausbildung an die Unternehmerinnen und Unternehmer, das eigene Ausbildungsmarketing digitaler zu gestalten und die Zusammenarbeit mit Schulen vor Ort auszubauen, um den direkten Kontakt zu potenziellen Auszubildenden zu verstärken. „Durch KURS-Kooperationen, Berufsfelderkundungen in Betrieben sowie durch das Entsenden von Ausbildungsbotschaftern in Schulen können frühzeitig Kontakte hergestellt werden“, erläuterte Babatz und wies auf die vielfältige Unterstützung der IHK bei den genannten Initiativen hin. KURS steht für „Kooperationsnetz Unternehmen der Region und Schulen“. Die Initiative unterstützt Schulen dabei, Wirtschaft am konkreten Beispiel eines Partnerunternehmens für Schüler anschaulich und greifbar zu machen. Schulen und Betriebe werden durch geschulte Koordinatoren beim Aufbau der Partnerschaften unterstützt und in der Zusammenarbeit begleitet. Gleichzeitig sei KURS ein Programm zur Stärkung der Wirtschaft vor Ort. Unternehmen präsentierten sich als Arbeitgeber und „gute Nachbarn“.

Burscheids Bürgermeister Stefan Caplan und Odenthals Bürgermeister Robert Lennerts, die ständige Gäste in diesem Gremium sind, freuen sich derzeit über eine Vielzahl qualitativer Bewerbungen für die Ausbildungsplätze in ihren beiden Kommunen. Aufgrund der zunehmenden Digitalisierung von Verwaltungsprozessen werden auch dort zunehmend Ausbildungsplätze im IT-Bereich angeboten.

Stellvertreter von Fietz sind Remi Selbach, Vorsitzender der Werbegemeinschaft „Wir für Burscheid“ und Geschäftsführer der Dibo-Tierkost GmbH in Burscheid, sowie Markus Wißkirchen vom gleichnamigen Hotel und Restaurant in Odenthal-Altenberg.

www.ihk-koeln.de

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