Umgefallene Bäume und Co.

Morgen Abend ist der beliebte Wanderweg wieder sicher

Der Wanderweg zwischen Markusmühle und Eschhausen – hier unterhalb von Eschhausen – ist kaum wiederzuerkennen.
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Der Wanderweg zwischen Markusmühle und Eschhausen – hier unterhalb von Eschhausen – ist kaum wiederzuerkennen.
  • Susanne Koch
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Umgefallene Bäume auf Wanderstrecke zwischen Markusmühle und Eschhausen – Förster Karl Zimmermann ist hier in Vertretung tätig

Burscheid. Der Wanderweg zwischen Markusmühle und Eschhausen ist kaum noch wiederzuerkennen. Fichten auf einer großen Fläche mussten gefällt werden. Der Borkenkäfer hat sie absterben lassen. Hinzu kommt noch, dass der Orkan im Oktober einige Bäume am Rande des Weges umgeblasen hat. Kraterlöcher sind dort am Wegesrand entstanden. Zwei Bäume liegen sogar quer über dem Weg.

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„Das ist eine vielbegangene Wanderstrecke“, sagt Kurt Lamm, der in Eschhausen lebt. Von Altenberg bis nach Schloss Burg. „Am Wochenende ist der touristische Wander- und Mountainbike-Verkehr hier so stark, dass ich mit Kaffee- und Kuchen-Verkauf richtig Geld verdienen könnte.“ Er hält den Zustand des Wegs für sehr gefährlich. „Besonders, wenn es noch nass ist“, sagt er. „Wenn er nicht in Ordnung gebracht werden kann, müsste auf die Gefahrenstellen hingewiesen werden“, betont er. „Oder er müsste gar abgesperrt werden.“

„Dass die schweren Maschinen den Boden so platt gedrückt haben, ist Teil dieser Arbeiten.“

Eine Spaziergängerin

Eine Spaziergängerin kommt mit ihrer Mutter des Weges. Diese benutzt Wanderstöcke und muss sich sehr bücken, um unter dem Baum, der über den Weg ragt, herzukommen. „Dass die Bäume gefällt wurden, musste leider so sein“, sagt die gelernte Waldarbeiterin. „Und dass die schweren Maschinen den Boden so platt gedrückt haben, ist Teil dieser Arbeiten.“ Die beiden Frauen arrangieren sich mit der Situation. „Was wollen wir auch machen. Der Weg hinter unserem Hause ist wegen Baumfällarbeiten gar nicht mehr nutzbar.“

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Förster Karl Zimmermann, der in Burscheid seinen Kollegen vertritt, kündigt an: „Heute Abend wird der Weg wieder so in Ordnung sein, dass er gefahrlos begehbar ist.“ Die Bäume, die über dem Weg liegen, werden weggeräumt. Im Gegensatz zu seinen Remscheider Kollegen habe er keine eigenen Waldarbeiter, die er einsetzen kann. „Ich muss warten, bis ein Unternehmen Zeit dafür hat“, sagt der Förster. „Und das dauert leider manchmal. Außerdem waren jetzt leider auch Maschinen nicht in Ordnung.“

Um die großen Flächen an Fichten zu fällen, bliebe ihnen gar nichts anderes übrig, als mit großem Gerät anzurücken. „Und da bleiben leider Schäden bestehen“, sagt Karl Zimmermann. „Den Waldweg wieder richtig sanieren werden wir erst, wenn alle gefällten Bäume aus dem Wald herausgeholt wurden“, sagt er. „Dann lohnt es sich erst wirklich.“

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Die Fichte sei in dieser Zeit nicht mehr der richtige Baum. „Aber sie war es, als sie nach dem Krieg hier gepflanzt wurde“, sagt er. „Schnell wachsendes Holz wurde gebraucht.“ Er macht der vorigen Generation keinen Vorwurf. Auch, weil er um die Beurteilungen der eigenen Bewirtschaftung weiß, die anders aussehen: „Ob diese Entscheidungen richtig sind, wird man erst in 100 Jahren wissen.“

Karl Zimmermann ist Förster, eigentlich zuständig für Leichlingen, Langenfeld, Leverkusen und Monheim. Und das ist schon ein großes Gebiet. „Burscheid mache ich, um meinem kranken Kollegen zu helfen, aber das ist halt zusätzliche Arbeit und klebt hinten dran.“ Und dennoch: Ab Dienstagabend ist die beliebte Route wieder sicher begehbar.

Forstdienst

Regionalforstamt: Das Regionalforstamt Bergisches Land – eines von 16 Forstämtern von Wald und Holz NRW – deckt den Naturraum des Bergischen Landes ab. Ländliche Zonen im Süden und Osten sowie Ballungsräume im Norden und Westen prägen das Gebiet des Regionalforstamtes. Mit seinem Handeln wolle dieses einen zukunftsfähigen und klimaangepassten Wald schaffen.

Kontakt: Karl Zimmermann, Kämersheide 12, 51399 Burscheid, Tel. (0 21 74) 6 36 74 sowie 7.

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