Helfer säubern den Wald entlang der Wupper

Im Bereich der Napoleonsbrücke in Müngsten schwärmten die großen und kleinen Helfer bei der Greenpeace-Aktion aus, um durch das Hochwasser angeschwemmten Unrat einzusammeln und die Uferbereiche zu reinigen. Foto: Doro Siewert
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Im Bereich der Napoleonsbrücke in Müngsten schwärmten die großen und kleinen Helfer bei der Greenpeace-Aktion aus, um durch das Hochwasser angeschwemmten Unrat einzusammeln und die Uferbereiche zu reinigen.

Greenpeace-Aktion entfernt Hochwasser-Unrat

Von Sabine Naber 

Die Remscheider Greenpeace-Gruppe hatte dazu aufgerufen, einen Teil des Wupperufers von Unrat zu befreien, den die Flutwelle angeschwemmt hatte. Dazu trafen sich aber nicht nur Mitglieder der Gruppe, sondern auch zahlreiche freiwillige Helfer aus Remscheid, Solingen und der Umgebung an der Napoleonsbrücke, um zu helfen.

„Die Leute scheinen den Aufruf in der Zeitung gelesen zu haben. Und ich finde es sehr schön, dass so viele gekommen sind“, sagte Jutta Breuer von Greenpeace, die Müllsäcke gekauft hatte und sie an die Helfer verteilte.

„Wir sind froh, hier aktiv etwas tun zu können.“

Malin Switala, Helferin

Gemeinsam mit ihrem Kollegen Jörg Krone war sie schon im Vorfeld ein Stück entlang der Wupper gegangen und hatte den Müll gesehen, den das Hochwasser rund 30 Meter tief auf das Wupperufer gedrückt hatte.

Für die gemeinsame Aktion hatte sie rund zwei Stunden eingeplant. „Und anschließend wäre es schön, wenn wir noch einen Kaffee zusammen trinken würden“, lud sie die Mitstreiter ein. „Wir haben uns ja erst im Herbst gegründet, und Corona hat es schwierig gemacht, gemeinsame Aktionen zu organisieren. Ich kenne die meisten unsere Mitglieder bis jetzt auch nur aus den Zoom-Konferenzen“, erklärt Jutta Breuer. Jetzt würde nach Räumlichkeiten gesucht, um sich treffen zu können. „Dann geht es bei uns auch richtig los“, verspricht sie.

Richtig los ging es aber auch schon am Samstag, als etwa 30 Aktive den Müll aufsammelten. Der aufgeweichte Waldboden entlang des Ufers war nur mit Gummistiefeln zu begehen. Und längst nicht alles, was angeschwemmt worden war, passte in die Müllsäcke. Unter anderem war etwas, das aussah wie eine zerbrochene Schublade angespült worden, ebenso ein langes Stück zerfetzter Folie und auch ein lädierter Plastikbagger fanden sich. In den Ästen hingen Papier- und Plastikfetzen, die Helfer hatten jede Menge zu tun.

Von Beginn an in der Greenpeace-Gruppe dabei sind auch die Freundinnen Malin Switala und Nelly Grund, die beide 19 Jahre alt sind.

Umweltschützerinnen wollen von „auswärts“ dabei bleiben

„Wir wollen aktiv etwas für den Umweltschutz tun, haben uns auch für die Friday-for-Future-Aktionen interessiert. Unser Lehrer Herr Koch wusste davon und hat uns dann von der Greenpeace-Gruppe erzählt.“ An Waldbegehungen, angeboten von der TBR und dem Nabu, haben sie schon teilgenommen, auch bei der Protest-Aktion vor der Remscheider Stadtkirche, als es um den Ausstieg aus der Kohle-Energie ging, waren sie schon dabei. „Heute sind wir froh, hier aktiv etwas tun zu können“, sagt Malin Switala.

Da die beiden jungen Frauen nach dem Abitur jetzt für ein Jahr nach Irland beziehungsweise Potsdam gehen, werden sie eine Zeit lang nur noch online bei den geplanten Treffs dabei sein können. „Aber die sozialen Medien werden wir für die Gruppe weiter betreuen“, sind sich die Freundinnen einig.

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