Helfer säubern das Wupperufer

Michael Koenig (2. v. r.) und viele weitere Helferinnen und Helfer hatten schon nach 20 Minuten die ersten Schubkarren voll. Foto: Christian Beier
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Michael Koenig (2. v. r.) und viele weitere Helferinnen und Helfer hatten schon nach 20 Minuten die ersten Schubkarren voll.

Nach der Flut gibt es noch viel zu tun – Rund um den Balkhauser Kotten packten Freiwillige an

Von Wolfgang Günther

Die schlimmen Folgen der Flutkatastrophe im Juli sind an vielen Stellen in Solingen noch sichtbar. „Besonders am Wupperufer liegt noch jede Menge Müll“, hatte Michael Koenig bei einem Spaziergang beobachtet – und wurde gleich darauf aktiv.

Koenig ist Mitglied in der Solinger Gruppe der Geocacher. Geocaching ist eine Art spielerische Schatzsuche mit GPS-Daten. „Uns ging es aber nicht um eine spannende Schatzsuche mit dem Smartphone, sondern um eine dringend notwendige Müllaktion an der Wupper“, sagte Koenig. „Cache in, trash out“ nennen die Geocacher ihre Umweltinitiative.

„Uns ging es nicht um eine spannende Schatzsuche, sondern um eine dringend notwendige Müllaktion an der Wupper.“

Michael Koenig hatte das Helfertreffen initiiert

Koenig hatte im Eventkalender der Geocacher die Aktion angekündigt, an einem Sonntagmorgen im Dezember kamen etwa 40 passend gekleidete Mitstreiter aus ganz NRW unter Corona-2G-Bedingungen zum Aufräumen. Die Stadt Solingen hatte die Aktion unterstützt und den Müllsammlern das Betreten des Naturschutzgebietes am Wupperufer genehmigt. Die Technischen Betriebe stellten einen großen Container zur Verfügung, weiteres Material wie Handschuhe und Müllsäcke stellte die Baumarktkette Obi.

Eine zweite Aktion der Geocacher ist geplant

Vom Müll befreit wurde in der vierstündigen Aktion das Wupperufer zwischen Balkhauser Kotten und dem schwer getroffenen Campingplatz. „Das war eine tolle Leistung der Gruppe“, sagte Manuela Blechmann vom Beirat des Kuratoriums Balkhauser Kotten, die selbst mit angepackt hatte. Das Kuratorium spendierte jedem Helfer ein Flutmesser, am Ende wurde unter den Teilnehmern noch ein Messerset verlost.

Am Ufer der Wupper rund um den Balkhauser Kotten war so viel zu tun, dass der Container der Technischen Betriebe gegen 14 Uhr voll bis unters Dach war. „Wir haben Gartenmöbel aller Art, dazu Rasenmäher gefunden, in einem Baum hing sogar eine Gartenbank“, berichtete Michael Koenig. Auch der Zulauf zum Obergraben des Balkhauser Kottens wurde weitgehend gereinigt.

Eine zweite, deutlich größere Aktion der Geocacher ist geplant, dann soll vor allem das gegenüberliegende Wupperufer von Müll befreit werden. Abstimmungen dazu laufen, berichtete Michael Koenig unserer Redaktion in dieser Woche.

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