Haus der Kunst: Umbau soll Kultur Schub geben

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Wahlprüfstein: Wie kann die Politik der durch Corona geschwächten Szene auf die Beine helfen?

Von Nadja Lehmann

Für den 13. September sind die Burscheider aufgerufen, bei der Kommunalwahl Bürgermeister, Stadtrat und Landrat zu wählen. Der BV hat dazu Wahlprüfsteine formuliert: Fragen, die allen demokratischen Parteien zugegangen sind.

Frage 5: Burscheid gilt als kulturaffine und musische Stadt. Gerade der Bereich Kultur ist durch die Pandemie jedoch hart getroffen worden. Wie kann die Politik helfen, dieses Aushängeschild wieder in Fahrt zu bringen?

CDU: Die CDU unterstützt unsere Kunst- und Kulturlandschaft. Wir sind stolz auf diese herausragende Szene und insbesondere die Förderung der Jugend. Wir wollen die Kultur in Burscheid fördern und die Rahmenbedingungen für die künstlerischen Darbietungen verbessern. Der Umbau des Hauses der Kunst ist ein sehr großer Schritt in die richtige Richtung. Durch eine interkommunale Zusammenarbeit mit Wermelskirchen soll das qualitativ hochwertige Angebot einer größeren Bürgerzahl zugänglich gemacht werden und das kulturelle Leben an den Burscheider Spielstätten neue Impulse bekommen.

SPD: Die Musikstadt Burscheid wird die Kultur nicht vergessen. Klar hat die Pandemie auch uns stark getroffen, aber danach wird alles wieder aufgeholt. Die SPD hat erst vor kurzem ein konstruktives Gespräch mit der Musikschule geführt. Hier haben wir den Verantwortlichen unsere politische Unterstützung zugesagt. Die Musikschule muss noch in 2020 finanziell aus dem Haushalt unterstützt werden. Hier muss eine dauerhafte finanzielle Unterstützung erfolgen, um allen Kindern, egal welcher Herkunft und Einkommen der Eltern, eine musikalische Früherziehung zu ermöglichen. Wir haben einen hervorragenden Orchesterverein. Die Musikschule bildet dafür eine wichtige Basis. Diese darf uns nicht verlorengehen. Mit dem Haus der Kulturen erhalten wir einen repräsentativen Veranstaltungsraum, der unseren kulturellen Veranstaltungen dann gerecht wird. Wir sollten für die Untere Hauptstraße/Kirchenkurve, einen Veranstaltungskalender ins Leben rufen. Dieser Bereich ist für Open-Air-Veranstaltungen wie geschaffen.

Bündnis für Burscheid: Burscheid gilt als die Musikstadt des Bergischen Landes, ein inoffizieller Titel, der absolut verdient ist. Immerhin hat mittlerweile auch der Bürgermeister erkannt, dass die Kultur in den Jahren seiner Amtszeit arg aus dem Fokus geraten ist. Die kulturtreibenden Vereine wurden stattdessen mit neuen Kosten wie Nutzungsgebühren für das Haus der Kunst und Energiekostenbeiträgen belastet. Immerhin bekommt Burscheid eine neue „gute Stube“ anstelle des alten Hauses der Kunst – und das dank des Landes zum Nulltarif. Aber um die laufenden Kosten für das neue Haus zu tragen, müssen die Nutzer einen Beitrag leisten. Hier wünschen wir uns eine ähnliche Lösung wie bei den Sportvereinen, deren Nutzungsgebühren für die Sportstätten von der Burscheid-Stiftung der Kreissparkasse übernommen werden.

Bündnis 90/Grüne: Die vorsichtige und umsichtige Politik im Umgang mit der Corona-Pandemie hat zwar dafür gesorgt, dass es bis jetzt in Burscheid relativ wenig Infizierte gab. Der Preis dafür war aber hoch, viele Vereine und Veranstaltungen konnten nicht ihr übliches Vereinsleben führen und mussten auch dem Publikum absagen. Inzwischen finden erste Termine und Veranstaltungen wieder statt. Hier kann die Stadt unterstützend tätig sein und die entsprechenden Maßnahmen für Veranstaltungen klar vorgeben und kontrollieren.

UWG: Die Planung und Umsetzung für das Haus der Kunst zu einem zentralen kulturellen Mittelpunkt in unserer Stadt ist in vollem Gange, unter Einbeziehung aller kulturtreibenden Vereine.

FDP: Kunst und Kultur stehen für Kreativität, deshalb fordert die FDP von der Stadt auch kreative Lösungen zur Rettung des Kulturbetriebs in der Pandemie-Zeit. Mit Geld allein ist es nicht getan. Die Politik kann insbesondere bei der Unterstützung durch Stiftungen und Spenden hilfreich zur Seite stehen. Erstes Ziel ist überhaupt, dass die durch die Corona-Krise verursachten Einkommensverluste zu keinem kulturellen Blackout führen. Erleichterungen und Begleitung der Stadt durch Hilfe bei den geforderten Hygienemaßnahmen bei Veranstaltungen müssen erbracht werden. Dies gilt auch bei der Öffnung des Sports und des Hallenbads im Rahmen der Hygienevorschriften des Landes. Die Stadt muss den Zugang zu Räumlichkeiten und Mitteln erleichtern.

Anmerkung

Angefragt wurden die Parteien, die im Rat sitzen. Auch die Linke wurde angefragt. Sie hat nicht geantwortet. Zur besseren Lesbarkeit des Textes wurde die männliche Form für alle Personenbezeichnungen gewählt.

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