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Haus der Kunst soll mehr Strahlkraft entwickeln

Seine Jahre sind ihm anzusehen: Burscheids Haus der Kunst an der Höhestraße. Archivfoto: Nadja Lehmann
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Seine Jahre sind ihm anzusehen: Burscheids Haus der Kunst an der Höhestraße.
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Am Mittwoch spricht der Kreisausschuss über das Bauprojekt: Zeitgleich soll interkommunales Kulturmanagement entstehen.

Von Nadja Lehmann

Burscheid. Wenn am Mittwochabend in Bergisch Gladbach der Kreisausschuss zusammentritt, wird es ums Burscheider „Haus der Kunst“ gehen: Wenn die Politiker zustimmen, wird der Kreis rund 28 000 Euro beisteuern und damit den Aufbau eines geplanten interkommunalen Kulturmanagements unterstützen. Außerdem wird der Kreisausschuss den Umbau im Rahmen der Regionale 2025 generell befürworten. Dort hat das Haus der Kunst inzwischen bereits den A-Status erreicht.

Geplant ist, das Haus der Kunst aus- und umzubauen und zu einer sozio- und interkulturellen Begegnungsstätte zu machen. Aus dem Haus der Kunst soll das Haus der Kultur(en) werden. Davon erhofft sich Burscheid eine Belebung der Kulturszene über Stadtgrenzen hinweg – beispielsweise in Richtung Wermelskirchen. Dafür soll ein übergreifendes Kulturmanagement entstehen.

Im vergangenen November hatten sich die Burscheider Politiker für den Entwurf des Bochumer Büros „Archwerk“ ausgesprochen. Das Projekt ist der größte Brocken im Rahmen des Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzept Burscheid 2025 (IEHK) sowie im „Interkommunalen Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzept Burscheid/Wermelskirchen 2030“. Kosten: rund 4,4 Millionen Euro. Das NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung hat Städtebaufördermittel in Höhe von 3,2 Millionen Euro bewilligt.

Burscheid will seine Innenstadt stärken

Mit dem Umbau soll zum einen Burscheids Innenstadt mehr Strahlkraft entwickeln, zum anderen aber auch eine stärker vernetzte Kulturlandschaft Burscheid und Wermelskirchen entstehen. Denn bisher gibt es zwischen den örtlichen Spielstätten – Haus der Kunst und Kulturbadehaus in Burscheid, Haus Eifgen in Wermelskirchen – wenig Schnittstellen. Ein interkommunales Kultur- und Veranstaltungsmanagement bzw. ein Kulturentwicklungsplan für beide Städte soll das ändern. Sein Aufbau soll quasi mit dem Umbau des Haus der Kunst einhergehen. Für dieses interkommunale Kulturmanagement soll es ab 2021 sogar eine eigene Stelle geben, die Programm und Finanzen koordiniert und steuert. Das Kulturmanagement ist zunächst auf drei Jahre befristet, soll nach erster Expertise rund 240 000 Euro kosten und dem entsprechend gefördert werden. Einen Antrag sollen Burscheid und Wermelskirchen bei der Bezirksregierung einreichen.

Das rund 1200 Quadratmeter große Haus der Kunst ist Teil der Paul-Luchtenberg-Stiftung. Diese erinnert an den ehemaligen NRW-Kultusminister mit Burscheider Wurzeln; sie hat das Gebäude an der Höhestraße zu einer Begegnungsstätte für Kunst- und Kulturinteressierte gemacht. Genutzt wird es für Konzerte ebenso wie für Ausstellungen, für Tagungen und festliche Veranstaltungen. Aber auch die Politik tritt hier regelmäßig zusammen: Der Rat der Stadt tagt, weil es im Rathaus einen vergleichbar großen Saal nicht gibt, im Haus der Kunst.

Der Entwurf des Büros Archwerk nimmt auf die bestehenden Strukturen Rücksicht, erweitert aber das Erdgeschoss. Damit verbunden sind Blickbeziehungen in den benachbarten Richartz-Luchtenberg-Park. Das Haus wird barrierefrei umgestaltet und energetisch ertüchtigt. Herzstück bildet im Erdgeschoss ein Saal, der multifunktional genutzt werden soll. Im Untergeschoss findet die hausinterne Logistik plus Catering/Bewirtschaftung ihren Platz. Gruppenräume sind Anlaufstellen für die Musikschule und weitere Vereine.

Haus der Kunst

Das Trägerkonzept sieht den Zusammenschluss von Stadt und Paul-Luchtenberg-Stiftung vor – in Form eines Trägervereins. Die Stadt gilt demnach als Trägerin der Umbaumaßnahme und somit als Eigentümerin des neuen Hauses der Kulturen.

„Der Unterhalt wird schwierig“, hatte Bürgermeister Stefan Caplan 2019 den Politikern gegenüber eingeräumt. In der Vorlage hieß es damals: „Im Ergebnis ist festzuhalten, dass wenn die Stadt Burscheid bereit und finanziell in der Lage ist, neben der geleisteten jährlichen Pauschale von jährlich 5 000 Euro weitere 24 000 Euro/Jahr für das Haus der Kulturen zur Verfügung zu stellen, eine ausgeglichene Bilanz erwartet werden kann.“

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