Corona-Lage

„Hauptziel bleibt, Infektionen zu vermeiden“

Bei Birgit Hoferichter im Altenzentrum sollen sich die Bewohner weiter wohlfühlen.
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Bei Birgit Hoferichter im Altenzentrum sollen sich die Bewohner weiter wohlfühlen.

Birgit Hoferichter, Leiterin des Evangelischen Altenzentrums in Burscheid, spricht über die aktuelle Corona-Lage.

Das Gespräch führte Stephan Eppinger

Burscheid. Aktuell verzeichnen die Gesundheitsämter bei Corona weiter zurückgehende Infektionszahlen. Ob das in diesem Winter so bleibt, ist laut der Experten derzeit noch ungewiss. Wir haben mit der Leiterin des Evangelischen Altenzentrums Luchtenberg-Richartz-Haus, Birgit Hoferichter, über die aktuelle Corona-Lage gesprochen.

Wie ist aktuell die Situation in Sachen Corona bei Ihnen im Altenzentrum?

Birgit Hoferichter: Corona ist bei uns ein Thema neben vielen anderen. Mit den Auflagen für den Schutz unserer Bewohner ist die Situation noch nicht zur Normalität zurückgekehrt. Nach wie vor müssen alle Besucher einen aktuellen Test vorlegen, und unsere Mitarbeiter testen sich dreimal in der Woche selbst. Zudem müssen Mitarbeiter und Besucher weiterhin eine Maske im Haus tragen. Dazu kommen Dinge aus unserem Hygienekonzept wie die Händedesinfektion oder das Abstand halten.

Gab es größere Corona-Ausbrüche im Altenzentrum?

Hoferichter: Nein, große Ausbrüche gab es bislang nicht. Bei Mitarbeitern und Bewohnern wurden vereinzelt Infektionen festgestellt. Bewohner werden dann entsprechend begleitet, versorgt und auf ihrem Zimmer isoliert. Mitarbeiter werden auch ohne Symptome nach einem positiven Test sofort nach Hause geschickt. Durch die Impfungen hat man aber den Eindruckt, dass die Situation derzeit beherrschbar ist. Es gibt keine Furcht oder Angst vor Begegnungen, und es ist schön, wenn sich Mutter und Tochter wieder sorglos in den Arm nehmen können. Alles ist etwas entspannter geworden. Trotzdem bleibt unser Ziel, so wenige Infektionen wie möglich zuzulassen, weiter bestehen. Da waren wir bislang sehr erfolgreich.

Wie ist die Personallage bei Ihnen im Moment?

Hoferichter: Natürlich stellen erkrankte Mitarbeiter immer eine Herausforderung bei der Personalplanung dar. Aber wir schaffen es trotzdem, unsere Bewohner adäquat zu versorgen. Unsere Mitarbeiter zu halten, ist kein Problem – viele arbeiten schon sehr lange bei uns. Das Finden von neuen Mitarbeitern ist aber weit schwieriger. Wir bilden selbst aus und haben derzeit acht Auszubildende. Im kommenden Jahr wird es auch wieder eine neue Lehrstelle zum Gesundheitsfachmann geben. Oft sind es auch Quereinsteiger, die zu uns in die Pflege kommen und die sich dann sehr engagieren. Darunter sind erstaunlich viele Männer.

Sind gemeinsame Veranstaltungen im Altenzentrum jetzt in der Adventszeit wieder möglich?

Hoferichter: Noch ist nicht alles in gewohnter Form machbar. So wird es den Adventsmarkt am kommenden Samstag nur als rein interne Veranstaltung geben. Der bewegte Adventskalender am 1. Dezember findet dagegen als öffentliche Veranstaltung mit Punsch und Glühwein für alle statt, da sich alles draußen vor dem Haus abspielt. An Heiligabend werden wir feiern, aber in eher kleinen Gruppen. Dass das funktioniert, ist eine der Lehren aus der Coronazeit. Dazu kommen viele weitere kleine Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen oder Ausstellungen, die unseren Bewohnern etwas mehr Abwechslung bieten. Da bekommen wir viel Unterstützung von unserem Förderverein.

Wie groß sind die Sorgen mit Blick auf die stetig steigenden Energiekosten?

Hoferichter: Zentral ist hier, dass sich unsere Bewohner im Haus weiter sicher und wohl fühlen. Daher bleibt es für sie auch weiterhin hell und warm. Wir sparen aber aktuell bei Dingen wie unserem beleuchteten Weihnachtsbaum vor dem Haus – auf den haben wir in diesem Jahr ausnahmsweise verzichtet.

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