Handball-Nachwuchs baut begeistert Nistkästen

Jäger Michael Nover leistet nur noch ein wenig Hilfestellung, den Rest erledigen souverän die elfjährige Kira (Mitte) und die gleichaltrige Lotta von der weiblichen D-Jugend. Foto: Doro Siewert
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Jäger Michael Nover leistet nur noch ein wenig Hilfestellung, den Rest erledigen souverän die elfjährige Kira (Mitte) und die gleichaltrige Lotta von der weiblichen D-Jugend.

Hegering hatte die Bergischen Panther eingeladen

Von Monika Meurs

Hoch motiviert fanden sich jetzt 20 junge Sportler in der Werkstatt des Hanscheider Hofes in Burscheid ein. Eine ungewöhnliche „Spielstätte“ für die Handballer der Bergischen Panther. Denn hier ging es für die Haupt-Akteure ausnahmsweise mal nicht um Tore oder Taktik, trotzdem aber um Teamwork und handwerkliches Geschick. Fast wie auf dem Handball-Feld, nur anders.

Denn an diesem Tag ging es um Nistkästen. Wie das kam? Ganz einfach: Der Hegering Burscheid hatte zum Bau von Nistkästen eingeladen, deren Verkaufserlös gespendet wird. Und sowohl die Kinder als auch die sie begleitenden Fachleute vom Hegering waren mit Spaß und Freude bei der Sache und staunten mitunter nicht schlecht, welche Fähigkeiten da in so manchem Torjäger und Kreisläufer schlummerten.

Mit Feuereifer gingen die jungen Sportler ans Werk: Es wurde mit Hingabe geschraubt, gebohrt und gehämmert. Neugierig und wissbegierig wurden Material und Werkzeug angewendet, Akkuschrauber waren begehrtes Gut. Die Vereinsmitglieder der weiblichen D-Jugend und der gemischten E-Jugend im Alter von acht bis zwölf Jahren bewiesen auch auf diesem Parkett Geschick auf jeder Ebene. Unter Anleitung der „alten Hasen“ des Hegerings entstanden alsbald die neuen Brutstätten.

Marcus Baron, seit 2017 Marder-Beauftragter beim Hegering, bohrte so etwa unter den respektvollen, dennoch ungeduldigen Blicken der kleinen Nachwuchs-Handwerker mit großem Gewerk die Löcher in die vorgefertigten Bausätze. Jäger Michael Nover erklärte seelenruhig, wie man welchen Schrauber wo ansetzt. Und nach wenigen Versuchen waren die Kleinen ganz groß. So wie Johannes (11): „Irgendwas zu bauen, das macht mir Spaß. Mama und Papa haben mir beigebracht, wie das alles funktioniert. Hier bekomme ich noch mal mehr Einblick, und das ist toll.“ Ähnlich erging es Paul (9): „Wenn Tiere dadurch gerettet werden, indem man irgendwelche Unterschlupf-Möglichkeiten selber baut, dann ist das ein Mega-Gefühl. Ich versuche einfach nur, die zu retten.“ Nicht minder begeistert wie begabt zeigte sich Kira (11), die nach drei Versuchen Schrauben versenkte wie ein Profi. „Jetzt hat Papa ausgedient“, lachte sie. „Ich mache direkt noch einen zweiten Nistkasten.“

Nach der handwerklichen Arbeit warteten die Würstchen vom Grill

Im Anschluss an die handwerkliche Arbeit konnten sich alle mit den vom Hegering Burscheid gespendeten Wildwürstchen vom Grill stärken. Die Kinder durften ihren selbstgebauten Nistkasten mit nach Hause nehmen. Und die ersten wurden bereits in Burscheid und Umgebung aufgehängt.

Stephanie Rahm, 1. Vorsitzende des Hegerings: „Zahlreiche Vogelarten brüten in weitgehend geschlossenen Nisthöhlen. Da natürliche Höhlen immer seltener werden, sind Nistkästen eine sehr gute Möglichkeit, alternative Brutplätze für Vögel zu schaffen. So kann man zum Beispiel Staren oder Meisen ein Zuhause geben.“ Der Erlös aus dem Nistkästen-Verkauf, wird dem Projekt der Kreisjägerschaft für die Flüchtlinge des Ukraine-Krieges zugute kommen.

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