Vandalismus

Häufung von zerstochenen Fahrradreifen in Burscheid

Die Fußgängerin wurde bei dem Unfall schwer verletzt.
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Zerstochene Reifen sollte man zur Anzeige bringen.
  • Susanne Koch
    VonSusanne Koch
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Flüchtlingshelfer berichtet von zahlreichen Vorfällen – Polizei: Vorkommnisse sind unbekannt

Burscheid. Das Problem ist nicht gelöst. Matthias Schneider, amtlich bestellter Betreuer für Flüchtlinge, stellt immer wieder fest, dass Fahrräder an der Luisenstraße 67 zerstochen werden. „Vor allem auch Kinderfahrräder“, sagt er. „Und die Kinder bleiben mit ihren Rädern auf dem asphaltierten Gelände vor dem Haus. Die Asphaltfläche ist sauber, da liegen auch keine Dornen herum, die solche Schäden verursachen könnten.“

Angefangen hatte es vor zwei Jahren. Da hatte sich Matthias Schneider die Mühe gemacht, und alle Fälle akribisch aufgelistet und bei der Polizei zur Anzeige gebracht. „Da wurden immer wieder Räder zerstochen, teilweise waren die Schläuche ganz durch und es waren mehrere Löcher darin“, sagt Matthias Schneider. „Einmal habe ich sogar eine Nähmaschinennadel gefunden.“ Die Anzeige habe damals leider nichts gebracht. „Deswegen habe ich auch keine Anzeige mehr gestellt.“

Zerstochene Fahrradreifen seien in Burscheid schon seit vielen Jahren immer wieder ein Thema. „Als meine Kinder kleiner waren und ins Jugendzentrum Megafon gingen, kamen sie immer wieder mit zerstochenen Reifen nach Hause. Und auch am Obdachlosenasyl gab es Vorfälle.“

Auch zerstochene Reifen sollten zur Anzeige gebracht werden

„Mir sind solche gehäuften Vorfälle nicht bekannt“, sagt Polizeihauptkommissar Christian Tholl, Pressesprecher der Polizei. „Sie sind wahrscheinlich nicht zur Anzeige gebracht worden.“ Aber genau das müsse passieren, damit die Polizei tätig werden könnte. „Fahrradreifen sind so schnell zerstochen, da hilft nur, wenn die Nachbarschaft ein Auge darauf hat und die Situation beobachtet“, sagt Polizeihauptkommissar Christian Tholl. Aber das sei gar nicht einfach. Aus seinem Streifendienst kenne er die Gegend. „Da wohnen eine Menge Menschen miteinander mit sehr unterschiedlichen Interessen.“

Einfacher sei es, Tipps zu geben, wie Menschen ihre Fahrräder vor Diebstahl absichern können: „Da ist es wichtig, öffentliche Plätze zu suchen und das Rad mit einer sicheren Kette abzuschließen“, sagt der Pressesprecher.

Matthias Schneider hofft, dass das Problem irgendwann gelöst wird. „Selbst wenn es Jugendliche wären, die das machen, ihnen muss doch klar sein, dass sie damit Schaden anrichten.“

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