Günstiger zum warmen Heim

Das Heizungsthermostat auf Stufe 3 reicht meist für 20 Grad, was für viele die ideale Raumtempe- ratur in Wohnräumen ist. Foto: Verbraucherzentrale NRW
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Das Heizungsthermostat auf Stufe 3 reicht meist für 20 Grad, was für viele die ideale Raumtempe- ratur in Wohnräumen ist.

Verbraucherzentrale: Effiziente Sparmaßnahmen zur Heizsaison

-ms- Private Haushalte müssen für die kommende Heizperiode mit stark steigenden Kosten rechnen. Nicht nur die hohen Energiepreise, sondern auch der CO2-Preis lassen die Heizkosten in die Höhe schnellen. Die Verbraucherzentrale NRW hat Tipps zusammengestellt, wie Haushalte ihre Ausgaben für ein warmes Heim eigenständig reduzieren können.

Heizungsanlage optimal steuern: Besondere Sparpotenziale liegen in der auf die Bewohner zugeschnittenen Zeitsteuerung der Anlage. Meist können Absenkungszeiten programmiert werden. Eine der bekanntesten ist hier die Nachtabsenkung, durch die die Vorlauftemperatur der Heizanlage reduziert wird. Bei längerer Abwesenheit über den Tag macht die Tagesabsenkung Sinn. Gar nicht zu heizen anstelle einer Absenkung, ist nicht ratsam: Die Innenoberflächen der Außenwände kühlen zu stark ab und das Schimmelrisiko steigt rapide.

Heizkörper entlüften: Werden die Heizkörper nicht im vollen Umfang warm oder sind gluckernde Geräusche zu hören, ist meist Luft im Spiel. Die Heizanlage muss dabei mehr Energie aufbringen, um die Räume zu erwärmen. Abhilfe bringt die Entlüftung mit einem Entlüfterschlüssel. Damit lässt sich unkompliziert die Luft aus den Heizkörpern ablassen. Sowohl vor als auch nach der Entlüftung ist der Druck im Heizungssystem zu prüfen, unter Umständen muss Wasser nachgefüllt werden. In einem Mehrfamilienhaus mit Zentralheizung ist dafür eine Rücksprache mit dem Vermieter bzw. der Hausverwaltung empfehlenswert, denn Mieter können den Heizungsdruck nicht selbst kontrollieren und nachsteuern.

Thermostate im Griff: Überheizte Räume kosten unnötig Energie. Jedes Grad weniger senkt den Verbrauch um etwa sechs Prozent. Mit den Heizungsthermostaten lässt sich für jeden Raum die individuelle Wohlfühltemperatur einstellen. Üblicherweise werden auf Stufe 3 etwa 20 Grad Celsius erreicht, zwischen den Stufen ergeben sich je drei bis vier Grad Unterschied. Wohnräume sind mit 20 Grad auf idealer Temperatur. Im Schlafzimmer reichen 16 bis 18 Grad. Zu beachten ist, dass kühlere Räume gut belüftet werden und Türen zu wärmeren Räumen geschlossen sind. Sonst kann sich an kälteren Stellen Feuchtigkeit niederschlagen.

Heizkörper freihalten: Heizkörper nicht mit Vorhängen verdecken und mit Möbeln zustellen. Die Heizenergie kann sonst nicht voll ausgenutzt werden. Eine einfache Regel lautet, dass jeder Heizkörper gut zu sehen ist. Ebenso wichtig ist es, die Heizkörper sauber zu halten, da Staubablagerungen die Heizleistung mindern.

Türen und Fenster dichthalten: Undichte Außentüren und Fenster vergrößern Wärmeverluste und sorgen für Zugluft. Um die Dichtigkeit von Fenstern zu prüfen, kann ein Blatt Papier zwischen Rahmen und geschlossenem Fenster geklemmt werden. Lässt sich das Papier nicht herausziehen, ist das Fenster dicht genug. Bei Haus- und Wohnungstüren kann meist nachträglich ein Dichtprofil angebracht werden.

Lüften hilft sparen: Die wichtigste Regel dabei - mehrfach täglich fünf bis zehn Minuten bei abgedrehten Heizkörpern stoßlüften und nicht dauerhaft kipplüften. So werden die Luftmassen in den Räumen schnell ausgetauscht, ohne die Wände unnötig auszukühlen. Nach dem Lüften die Thermostate wieder aufdrehen.

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