Grundstückseigentümer

Grundsteuer: Stadt erinnert an Abgabefrist

Papier geht immer noch, lieber nimmt das Finanzamt die Abgabe aber digital entgegen.
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Papier geht immer noch, lieber nimmt das Finanzamt die Abgabe aber digital entgegen.
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Finanzamt Leverkusen erwartet Daten bis spätestens 31. Oktober. Neue Berechnungen gelten von 2025 an.

Von Nadja Lehmann

Burscheid. Die Umsetzung der Grundsteuerreform ist in vollem Gange. Bis 31. Oktober müssen fast 36 Millionen Grundstücke mit Hilfe von Eigentümerangaben neu bewertet werden. Ein Termin, der nicht wenigen den Schweiß auf die Stirn treibt. Unternehmer sowie Bürger müssen bis dahin ihre Grundsteuererklärung abgeben.

Und auch die Stadt Burscheid appelliert an alle Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer, die Erklärung zur Feststellung des Grundsteuerwerts (Feststellungserklärung) rechtzeitig bei ihrem Finanzamt abzugeben. Für Grundstücke in Burscheid ist das Finanzamt Leverkusen zuständig. Dieses übrigens hatte darauf verwiesen, dass die nordrhein-westfälische Finanzverwaltung beabsichtigt, 150 Aushilfskräfte eigens zur Unterstützung der Grundstücksstellen einzustellen. Auch das Finanzamt Leverkusen hat sich dabei eingeklinkt. „Wir haben bereits vor einigen Wochen alle vorbereitenden Maßnahmen getroffen“, erklärt Dr. Ludger Ruthmann, Leiter des Finanzamts Leverkusen. Einstellungsbeginn ist der 1. November.

Rückblick: Bereits im Mai und Juni dieses Jahres haben Eigentümerinnen und Eigentümer von Wohngrundstücken sowie land- und forstwirtschaftlichen Betrieben ein Schreiben ihres Finanzamts erhalten. Darin: Daten und Informationen, die sie bei der Erstellung der Feststellungserklärung unterstützen (wie beispielsweise das Aktenzeichen, die Grundstücksfläche und den Bodenrichtwert). Diese Daten können nach Prüfung auf Vollständigkeit und Richtigkeit in die Feststellungserklärung übertragen werden.

„Sollten die Bürgerinnen und Bürger das Schreiben verlegt oder kein Schreiben erhalten haben, können die Daten zu Gemarkung, Bodenrichtwert oder Grundbuchblattnummer auch im digitalen Grundsteuerportal (Geodatenportal) abgerufen werden“, erklärt Renate Bergfelder-Weiss, Sprecherin der Burscheider Stadtverwaltung. Die dort hinterlegten Daten geben den Stand der Informationen im Liegenschaftskataster und den Bodenrichtwert der Gutachterausschüsse zum Stichtag 1. Januar 2022 wieder. Bergfelder-Weiss: „Eine Abfrage im Vermessungs- und Katasteramt ist nicht notwendig.“

Alle wichtigen Informationen finden Eigentümer auf einer Internetseite des NRW-Finanzministeriums. Auch das Grundsteuerportal ist über diese Plattform zu erreichen. Hier gibt es Erklär-Videos und Anleitungen, die anhand von Beispielen Schritt für Schritt das Ausfüllen der entsprechenden Formulare im Online-Elster zeigen. Zudem sind Check-Listen und ein umfangreiches FAQ mit Antworten auf die häufigsten Fragen zu finden.

„Wir empfehlen die Abgabe über das Online-Finanzamt Elster“, sagt Dr. Ludger Ruthmann. „Durch den digitalen Service werden die Eingaben zur Feststellungserklärung der Grundsteuer vor Abgabe automatisch auf Plausibilität geprüft. Ebenso entfällt der Postversand beziehungsweise die persönliche Abgabe der Unterlagen im Finanzamt.“ Wem die Online-Abgabe nicht möglich ist, kann Vordrucke handschriftlich ausfüllen und abgeben. Diese Vordrucke gibt es beim Finanzamt.

Finanzamt Leverkusen hat Hotline eingerichtet

Das Finanzamt Leverkusen hat extra eine Grundsteuer-Hotline eingerichtet, die von Montag bis Freitag, 9 bis 18 Uhr, erreichbar ist: Tel. (02 14) 8 92 80 19 59. Bis zum Ablauf des Kalenderjahres 2024 berechnen und erheben die Kommunen die Grundsteuer weiterhin nach der bisherigen Rechtslage. Vom 1. Januar 2025 an ist der neu festzustellende Grundsteuerwert maßgeblich für die zu leistende Grundsteuer an die Städte und Gemeinden. „Somit sind Grundsteuerzahlungen nach neuem Recht ab dem 1. Januar 2025 zu leisten“, heißt es aus dem Burscheider Rathaus.

Wen betrifft das Thema? Für jedes Grundstück und jeden Betrieb der Land- und Forstwirtschaft muss eine Feststellungserklärung abgeben werden. Grundstücke sind beispielsweise unbebaute Grundstücke, Wohngrundstücke (Einfamilienhäuser, Zweifamilienhäuser, Mietwohngrundstücke, Eigentumswohnungen), betriebliche Grundstücke (gemischt genutzte Grundstücke, Geschäftsgrundstücke, Teileigentum). Übrigens: Die Rufe nach einer Fristverlängerung über den 31. Oktober hinaus mehren sich.

Abgabe

Für die Entgegennahme und Verarbeitung der Feststellungserklärungen sind ausschließlich die Finanzämter zuständig. Die Stadt Burscheid ist daran nicht beteiligt. Die Abgabe erfolgt online oder mit Papiervordrucken beim Finanzamt.

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