Grüne wollen Energiegenossenschaft gründen

Wahlprogramm: Wie Fraktionschefin Sabine Wurmbach berichtet, kehren die Grünen zu ihrer Kernkompetenz zurück und haben Anträge zu Ladesäulen und Energiegenossenschaft gestellt. Foto: Nadja Lehmann
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Wahlprogramm: Wie Fraktionschefin Sabine Wurmbach berichtet, kehren die Grünen zu ihrer Kernkompetenz zurück und haben Anträge zu Ladesäulen und Energiegenossenschaft gestellt. Foto: Nadja Lehmann

Partei setzt auf ihre Kernkompetenz und hat Klimaschutzkonzept entwickelt

Von Nadja Lehmann

Die obere Hauptstraße zeigt sich wie frisch gewienert. An der Montanusstraße soll der lang ersehnte Drogeriemarkt einziehen. Der Wallace-Brunnen plätschert. Fast alles bestens also. Das Integrierte Entwicklungs- und Handlungskonzept (IEHK) hat für Burscheid so viele Themen aufgegriffen und auch schon umgesetzt, dass diese nicht mehr auf der Straße liegen. Womit also punkten als Partei, wenn es in den Wahlkampf geht? Burscheids Grüne wissen es: Mit Egon.

Damit kehren die Grünen zu ihrer Kernkompetenz zurück. „Wir haben ein Klimaschutzkonzept entwickelt“, sagt die Fraktionsvorsitzende Sabine Wurmbach. Egon ist ein Teil davon: die künftige Energiegenossenschaft Burscheid eG (Egon). Für diese Gründung wollen die Grünen werben; ein Antrag liegt der Stadtverwaltung bereits vor. „Mit den Stadtwerken haben wir das nötige Know-how vor Ort“, sagt Ute Hentschel, Grüne und Vorstandsmitglied der Werbegemeinschaft „Wir für Burcheid“. Die Idee: Unterstützt von der Politik sollen die Stadtwerke eine Energiegenossenschaft im Stadtgebiet gründen. Burscheider, die sich beteiligen wollen, können bis zu vier Anteile kaufen. „Für uns ist es das sozialste und ökologischste Modell“, sagt Wurmbach. Und: Man werde unabhängig von bekannten Energiegiganten. „Ich habe mit Kommunen in vergleichbarer Größenordnung gesprochen, die Ähnliches initiiert haben“, berichtet Wurmbach. Deren Aussage: Nach fünf Jahren habe man alle privaten, später auch alle gewerblichen Anrainer versorgt.

„Gerade jetzt in der Corona-Zeit wollen wir etwas Positives anstoßen“, sagen Wurmbach und Hentschel. Weg vom Image der Verbotspartei. „Wir wollen etwas anbieten, das in die Zeit passt und begeistert.“ Langfristig werde die Energie so preiswerter und die Wertschöpfung bleibe vor Ort.

Damit nicht genug. Zum Klimaschutzkonzept gehören auch Ladesäulen für E-Fahrzeuge. Auch dieser Antrag ist bereits im Rathaus eingereicht. Ladesäulen möchten die Grünen vor allem in der Stadtmitte installieren. „Das wäre auch eine Art von Wirtschaftsförderung“, findet Wurmbach mit Blick auf den Einzelhandel. Vor dem Pastor-Löh-Haus könnte sie sich ebenfalls weitere Ladesäulen vorstellen: Während der Ladezeit kann der Autobesitzer im Restaurant „Korfu“ vorbeischauen. Und Gleiches würde auch für einen Standort Hammerweg gelten: Dort wäre der Thomashof in der Nähe. Auch das ist wieder: Wirtschaftsförderung. Hilfestellung könnte dabei auch ein Frankfurter Start-up leisten, das solche Projekte mit Verwaltungen entwickelt, sagt Wurmbach.

Klimawandel: Folgen auch hierzulande sichtbar

„Die Folgen des Klimawandels sind nicht nur am Polarkreis sichtbar. Sondern auch hier bei uns“, sagt Ute Hentschel. „Das greifen wir auf. Wir müssen und wollen liefern“, ergänzt Sabine Wurmbach.

Eine ganz pragmatische Hilfe haben die Burscheider Grünen bereis organisiert: eine kostenlose Solarthermie-Beratung. Eignet sich das eigene Hausdach für Solaranlage? Welche Fördermittel gibt es? Ansprechpartner ist die Verbraucherzentrale unter (02 11) 33 99 65 55. Die Kosten übernimmt der Kreis. Die Beratung hat Wurmbach ins Rollen gebracht: Sie sitzt für die Grünen auch im Kreistag.

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