Grüne wollen die alten Bäume an neuem Standort bewahren

Weil die Fahrbahn für künftige Pläne zu schmal ist, sollen die Bäume der mittleren Hauptstraße weichen.Archivfoto:Doro Siewert
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Weil die Fahrbahn für künftige Pläne zu schmal ist, sollen die Bäume der mittleren Hauptstraße weichen.Archivfoto:Doro Siewert

Anfrage zur Umgestaltung der mittleren Hauptstraße

Von Nadja Lehmann

Die Fällung von Bäumen bereitet bündnisgrünen Politikern in der Regel ein ungutes Bauchgrummeln. Auch die Burscheider Grünen bilden da keine Ausnahme und horchten deshalb auf, als es um die Pläne zur mittleren Hauptstraße ging: Diese soll bekanntermaßen umgestaltet und der schon fertiggestellten oberen Hauptstraße angeglichen werden. Dabei sind allerdings die dort befindlichen Bäume im Weg, wie im Stadtentwicklungsausschuss Bürgermeister Stefan Caplan und Rathausmitarbeiter Marc Baack berichtet hatten. Mit einer Anfrage wandte sich deshalb Sabine Rusch-Witthohn im Namen der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen an Stefan Caplan: Ob die Bäume denn tatsächlich weichen müssten? „Aus Klimaschutzgründen schlagen wir vor, die gut entwickelten Bäume umzusetzen und auf jeden Fall zu erhalten“, schreibt Rusch-Witthohn. Die Grünen begründen ihren Vorschlag mit der Bedeutung der Bäume für die Stadt. Diese seien „aufgrund ihrer Größe, ihres Umfangs und ihres vitalen Aussehens beziehungsweise Wuchses als ein wichtiger klimarelevanter Faktor“ in der Stadt zu bewerten: „Durch die Fällung wird dieser relevante Beitrag zum Klimaschutz vernichtet.“ Deshalb schlagen die Grünen vor, die Alt-Bäume an einen passenden Ort zu versetzen.

Hintergrund: Die mittlere Hauptstraße soll nicht nur mehr Aufenthaltsqualität bekommen, sondern auch den Radfahrern das Leben leichter machen, indem dort gegenläufiger Radverkehr erlaubt wird. Dafür aber ist die Fahrbahn in ihrem derzeitigen Zustand zu schmal. Auf mindestens fünf Baumstandorte hatte Marc Baack verwiesen, die sich der geforderten Fahrbahnbreite von 3,80 Meter widersetzen. Mindestens zwei Bäume müssten zwingend weg, hatte Baack im Stadtentwicklungsausschuss angekündigt. Und hatte auf weitere Knackpunkte aufmerksam gemacht, wie auf zwei weitere Standorte, an denen sich das Wurzelwerk so hochaufgewölbt hat, dass es unmöglich geworden sei, darüber eine Gusseisenplatte zu legen. Diese aber ist notwendig, um die geforderte Ebenerdigkeit garantieren zu können. Darauf hatten bereits die Beet- und Blumenpaten, die sich seit 2013 ehrenamtlich ums Grün kümmern, aufmerksam gemacht – ebenso wie auf die Tatsache, dass viele der Baumscheiben zum Hundeklo verkommen sind.

Den alten Bäumen sollen Neuanpflanzungen folgen

Am Grün will man jedoch festhalten, das hatte Bürgermeister Caplan im Ausschuss hervorgehoben. Den alten Bäumen sollen Neupflanzungen folgen – angedacht sind schmalkronige Bäume wie der Feldahorn, ähnlich wie an der oberen Hauptstraße.

Gegen diese haben auch die Burscheider Grünen nichts. Aber sie wollen die alten Bäume nicht zum alten Eisen werfen, sondern für sie einen neuen Standort finden. Dann könne die vorgesehene Anpflanzung der neuen, kleineren Bäume erfolgen, „ohne den klimarelevanten Beitrag der dort stehenden Bäume zu verlieren“, heben die Grünen hervor.

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