Politik

Grüne setzen Akzente bei Klima und Energie

Für eine neue Mobilität steht heute schon sinnbildlich der Raiffeisenplatz in Hilgen.
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Für eine neue Mobilität steht heute schon sinnbildlich der Raiffeisenplatz in Hilgen.
  • VonNadja Lehmann
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Fraktion wendet sich mit drei Anträgen an Bürgermeister Dirk Runge

Burscheid. Von herbstlicher Ruhe kann bei Burscheids Grünen keine Rede sein. Im Gegenteil bringen sie eine Reihe von Anträgen auf den Weg und sagen selbst: „Dieser Herbst wird bei uns ganz von den Themen Energie und Klima bestimmt. Dazu stellen wir eine Reihe von Anträgen, um die Stadtverwaltung bei ihren Bemühungen zu unterstützen, Burscheid zukunftsfähig zu machen.“

Klimaneutralität: Mit ihrem ersten Antrag wenden sie sich an Bürgermeister Dirk Runge: Die Stadt Burscheid solle die Verwaltung und alle mit ihr verbundenen Abteilungen und Einrichtungen spätestens von 2035 an klimaneutral organisieren. „Diese Zielsetzung umfasst die folgenden Bereiche: Bauen und Sanieren, Mobilität, Dienstreisen und Fuhrpark, Beschaffung und IT sowie Küche und Kantinen. Die Kohlendioxid-Emissionen, die – trotz aller Bemühungen – nicht vermieden werden können, sollen kompensiert werden, wie durch Investitionen in erneuerbare Energien, Technologien zur Kohlenstoffsenkung oder in verstärkte Aufforstungsmaßnahmen mit Mischwäldern“, heißt es von den Grünen.

Weiter solle im Bereich Beschaffung und IT auf umwelt- und klimaschonende Produkte geachtet werden. Bei langlebigen Produkten müssten Reparatur- und Recyclingfähigkeit sowie die Beachtung des gesamten Lebenszyklus der Produkte zentrale Grundlagen für die Kaufentscheidung sein. Anträge im Rat der Stadt sollten vor der Beschlussfassung auf ihre Auswirkungen auf die Klimaneutralität geprüft werden und gegebenenfalls Kompensationsmaßnahmen erfolgen. Zudem soll die Stadtverwaltung einen Klimaneutralitätsplan konzipieren, fordern die Grünen. „Wir als Antragsteller sind uns sehr wohl bewusst, dass Burscheid alleine den Klimawandel nicht stoppen kann. Dies entbindet uns jedoch nicht von der Verpflichtung, das uns Mögliche anzugehen“, schreiben die Fraktionsvorsitzende Sabine Wurmbach und Ratsfrau Sabine Rusch-Witthohn, die den Antrag unterzeichnet haben.

Klimawandelvorsorge-Strategie: Die Bündnisgrünen pochen auf die Erstellung einer Klimawandelvorsorge-Strategie für Burscheid. Dementsprechende Maßnahmen sollen durch Fördergelder ermöglicht werden. „Neben den zahlreichen Maßnahmen und Aktionen zur Senkung klimaschädlicher Treibhausgasemissionen benötigt die lokale Klimaschutzpolitik geeignete Maßnahmen, um die unabwendbaren Folgen des Klimawandels für Menschen, Wirtschaft und Umwelt vor Ort einzudämmen“, betont Ratsfrau Ute Hentschel als Unterzeichnende. Als Maßnahmen schlagen die Grünen ein Umdenken in Sachen Stadtplanung vor, die dann künftig auf eine Verdichtung von Neubauflächen (keine Einfamilienhäuser mehr) setzt sowie Fassaden- und Dachbegrünung in der Innenstadt; Blühstreifen auf öffentlichen Flächen; Installationen von zusätzlichen Wasserflächen, Aktionen und Informationen gegen Schottergärten und Entsiegelung von Flächen fördert.

Mobilitätskonzept: Die Grünen plädieren für die Erstellung eines Mobilitätskonzeptes für Burscheid durch die Verwaltung/Klimamanagement. „Die Reduzierung von Treibhausgasen und der zunehmende Wandel des Verkehrs stellen auch die Stadt Burscheid vor neue Aufgaben und Herausforderungen. Dem kann die Stadt nur durch die Erarbeitung eines Mobilitätskonzeptes begegnen. Im Zentrum stehen die Förderung und der Ausbau nachhaltiger Verkehrsmittel. So rücken beispielsweise der Radverkehr, der Fußgängerverkehr, der ÖPNV, die Elektromobilität und Sharing-Angebote in den Blickpunkt“, erklärt Sabine Wurmbach. Dabei sollten auch die Burscheiderinnen und Burscheider einbezogen werden.

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