Aufräumaktion

Grüne machen die Stadt sauberer

Grüne baten zum Saubermachen: Ratsfrau Heidi Neumann packt auf dem Sparkassenvorplatz an.
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Grüne baten zum Saubermachen: Ratsfrau Heidi Neumann packt auf dem Sparkassenvorplatz an.
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Aktion der Kommunalpolitiker stieß auf geringe Resonanz.

Von Nadja Lehmann

Burscheid. Den wenigsten Anwohnern und Anwohnerinnen erscheint ihre Stadt sauber genug. Dreckecken gibt es überall und immer noch genügend Ignoranten, die sich ihres Abfalls einfach in der Natur entledigen. Gerade schlugen die Berliner Bezirke Alarm und haben die zunehmende Vermüllung von Parks und überquellende Mülleimer in der Hauptstadt mit deutlichen Worten über das unsoziale Verhalten vieler Menschen angeprangert. Ursache seien die zu intensive Nutzung der Parks, Rücksichtslosigkeit und die immer weiter verbreiteten Einwegverpackungen von Essen.

Ganz im Trend lagen also Burscheids Grüne, die zu einer großen Aufräumaktion baten. „Leider kam außer den Grünen niemand sonst zu diesem Angebot“, bedauert nun Grünen-Ratsfrau Heidi Neumann. Die Kommunalpolitiker- und -politikerinnen hatten sich am Pastor-Löh-Haus an der Höhestraße getroffen. „Von dort aus ging es Richtung Innenstadt. Schon auf diesem kurzen Stück hatten wir die Mülltüte schon ganz gut gefüllt“, bilanziert Heidi Neumann. „An beiden Straßenrändern der Höhestraße fanden sich viele Getränke- und Süßigkeitenverpackungen. Natürlich auch jede Menge Masken.“

Es ist sehr traurig, dass so viele ihren Müll einfach in die Gegend werfen.

Heidi Neumann, Grüne

Die Aufräumwilligen gingen weiter in die Innenstadt, Richtung Buchhandlung Ute Hentschel – auch sie sitzt ja für die Grünen im Stadtrat. „Die schmutzigsten Stellen befanden sich dort meistens an den Baumscheiben“, beschreibt Neumann. Diese hätte die grüne Truppe so gut es ging, gereinigt. „Doch leider fanden sich überall so viele Zigarettenkippen, dass wir nicht alle aufsammeln konnten, das hätte wohl Stunden gebraucht“, sagt Neumann.

„Rückblickend ist es natürlich sehr traurig, dass so viele ihren Müll einfach in die Gegend werfen.“ Zum Glück sei es aber nicht überall so schmutzig. „Man merkt, dass manch ein Geschäftsinhaber vor seiner Tür selber für Ordnung sorgt“, betont Heidi Neumann.

Der Vorplatz an der Sparkasse sei auch nicht so voller Unrat gewesen wie befürchtet. „Vielleicht gibt es ja doch viele Menschen, die den Mülleimer finden oder sich bücken, wenn etwas auf der Straße liegt und dies entsorgen“, sagt Heidi Neumann.

Nach einer guten Stunde sei der große Müllsack gut gefüllt gewesen und die Grünen froh darüber, wenigstens einen kleinen Beitrag geleistet zu haben. „Es wäre auch im Sinne der Grünen, wenn solche Aktionen Nachahmer finden würden. Für die Stadt Burscheid wäre es ein Gewinn und der Natur täte es auch gut“, ermutigt Neumann. „Vielleicht finden sich Menschen, die eine Patenschaften übernehmen möchten, für ein kleines Beet oder für eine Baumscheibe.“

In den sozialen Netzwerken habe sich noch jemand gemeldet, der beim nächsten Mal dabei sein möchte, so Neumann: „Wir Grüne planen eine weitere Saubermachaktion, bestimmt noch in diesem Sommer.“

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