Klima

Grüne: Stadt muss beim Windkraft-Ausbau an Tempo zulegen

Die Burscheider Grünen wollen, dass die Windkraft ausgebaut wird: Einer von mehreren Anträgen zum Klima.
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Die Burscheider Grünen wollen, dass die Windkraft ausgebaut wird: Einer von mehreren Anträgen zum Klima.
  • VonNadja Lehmann
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Ratsfraktion benennt geeignete Flächen über das beschlossene Klimakonzept hinaus.

Burscheid. Die politische Sommerpause ist vorbei. Mit gleich mehreren Anträgen haben sich die Burscheider Grünen zu Wort gemeldet und sich dabei an Bürgermeister Dirk Runge gewandt. Im Mittelpunkt stehen dabei die Themenfelder Energieversorgung und Klimawandel.

So möchte die grüne Ratsfraktion, dass die Verwaltung prüft, inwieweit Biomasseanlagen zur Steigerung der Stromerzeugung in Burscheid beitragen können. Diesen Vorstoß begründet die Fraktion folgendermaßen: „Das in der Fortschreibung des Klimaschutzkonzeptes des Rheinisch-Bergischen Kreises im Jahr 2018 skizzierte Potenzial von rund 60 000 MWh/a in den 54-Prozent- und 58-Prozent-Szenarien sowie weiteren 20 000 MWh/a im 100-Prozent-Szenario durch Ausbau der Biomassenutzung im Kreisgebiet schließt Burscheid mit ein. In Kooperation mit den zuständigen Stellen des Kreises sollte das Potenzial in Burscheid ermittelt und im Dienste der regionalen Stromerzeugung realisiert werden. Die sich dramatisch geänderte Lage der Energieversorgung bedingt diese Maßnahme, um die Energieversorgung der Bevölkerung und Wirtschaft in der Region zu gewährleisten.“

Der Energieversorgung gilt auch der zweite Antrag. Dabei geht es den Grünen und Windkraftflächen und -anlagen. Dabei beziehen sich die Burscheider Grünen auf die im Klimakonzept des Rheinisch-Bergischen Kreises im Jahr 2018 skizzierte Fläche für die Errichtung von Windkraftanlagen.Diese sollte, so die Grünen, „umgehend“ realisiert werden. Denn seit dem Beschluss hätten sich nicht nur Rahmenbedingungen geändert, auch die technischen Möglichkeiten bei Windkraftanlagen und deren Effizienz wesentliche Fortschritte erfahren: „In Burscheid sind auch weitere Flächen bereits im Gespräch für eine Realisierung von Windkraftanlagen, wie Mönchhof/Stamm, Gewerbegebiet Straßerhof/Deponie Heiligeneiche.“

Der dritte Antrag nimmt die zunehmende und noch in unser aller Knochen steckende Hitze in den Städten ins Visier: Die Grünen regen an, eine Projektidee zum Thema für und in Burscheid zu entwickeln. Ihre Begründung: „In den letzten Jahren hat die Anzahl von Tagen mit außergewöhnlichen Temperaturen von annähernd 40 Grad Celsius zugenommen. Das betrifft auch Burscheid. In den Städten müssen nun Maßnahmen ergriffen werden, um sich für diesen Klimawandel fit zu machen.“ Das Bundesbauministerium unterstütze die Kommunen dabei, indem es das Programm „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ aufgelegt habe. Dafür könnten sich Kommunen und Gemeinden mit einer Projektidee bis Herbst bewerben. „Durch das Programm sollen Phänomene wie Trockenheit, Hitze, Starkregen und Stürme eingedämmt werden“, so die Grünen, die zudem darauf verweisen, dass mit Inkrafttreten des Klimaanpassungsgesetzes im Juli 2021 die Städte und Gemeinden verpflichtet seien, Klimaanpassungsziele und Konzepte aufzustellen.

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