Aktion

Das größte Bild entsteht im Jugendzentrum

Das ist das erste Bild der Aktion „Das größte Bild Burscheids“ von Sara (15). „Das beschreibt die Krise schon gut,es darf jetzt nur keiner Angst haben, etwas einzusenden“, so Marc Munz.Foto: Marc Munz
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Das ist das erste Bild der Aktion „Das größte Bild Burscheids“ von Sara (15). „Das beschreibt die Krise schon gut,es darf jetzt nur keiner Angst haben, etwas einzusenden“, so Marc Munz.

Marc Munz und sein Team wollen mit Kindern und Jugendlichen in der Krise in Kontakt bleiben – Dafür haben sie viele Aktionen geplant.

Von Katharina Birkenbeul

Burscheid. „Wir möchten die verdichtete Emotionalität der Kinder und Jugendlichen der Stadt rund um die Corona-Pandemie in einem Bild festhalten“, ist Marc Munz stolz auf seine Idee. Der Leiter des Jugendzentrums Megafon möchte das größte Bild Burscheids entstehen lassen. Und die Umsetzung ist einfach und kontaktlos. Zudem hat das Team weitere Ideen, um den Kindern in der Krise gefestigte Freizeitaktivitäten zu bieten.

„Wir verpacken 15 mal 15 Zentimeter große weiße Leinwände und geben sie an die Kinder aus“, erklärt Munz. 84 Stück seien bereits im Umlauf, 100 hat der Jugendleiter bereits nachbestellt. „Die enorme Nachfrage zeigt mir, dass das Projekt gut ankommt.“ Ein Kunstwerk sei bereits wieder zurückgekommen.

„Die enorme Nachfrage nach Leinwänden zeigt mir, dass das Projekt gut ankommt.“

Marc Munz, Leiter des Jugendzentrums Megafon

Hintergrund der Aktion ist, dass sich das Team etwas einfallen lassen musste, dass jeder zu Hause machen kann. Denn Eintreten darf derzeit niemand ins Jugendzentrum. Dazu gebe es für jeden einen Flyer, auf dem alles genaustens beschrieben sei.

Abgeholt werden können die Leinwände bei den evangelischen und katholischen Kirchen oder beim Büdchen. Natürlich sind auch beim Megafon, Montanusstraße 15, selbst immer welche auf Vorrat. Dort können Interessierte von Montag bis Freitag von 15 bis 18 Uhr vorbeikommen und sich ihre Leinwand zum Gestalten abholen. Um die Leinwände finanzieren zu können, habe die Firma Adient nach einem Gespräch mit Bürgermeister Stefan Caplan, der als Schirmherr fungieren wird, 300 Euro gespendet.

„Die Leinwände können mit allem bemalt werden, was die Kinder und Jugendliche in dieser Corona-Zeit bewegt oder bedrückt. Auch Texte sind erlaubt“, so der Jugendleiter des Megafons. „Wir wollen wissen, wie es ihnen geht“, fügt er hinzu. Und das Gute sei, dass ausnahmslos alle Kinder und Jugendlichen an dem neuen Projekt des Megafons teilnehmen könnten.

Entstehungsprozess kann auf Instagram verfolgt werden

Die Kunstwerke der Kinder und Jugendlichen sollen dann an das Megafon zurückgehen – durch Abgabe beim Megafon oder Büdchen, auch Postversand ist möglich. Dort legen Marc Munz und sein fünfköpfges Team die einzelnen Bilder und damit auch Gedanken später zu einem großen Bild zusammen.

Da der Entstehungsprozess auf Social Media festgehalten werden soll, kann auch daran jeder teilhaben und miterleben, wie das Bild langsam aber stetig wächst. „Es kann ja unendlich fortgesetzt und immer größer werden“, sagt Munz voller Euphorie für die Idee. Auf der Internetplattform Instagram ist das Jugendzentrum Megafon unter dem Benutzernamen megafon_15 zu finden.

Mittlerweile hätten auch andere Jugendzentren, in Leverkusen und Bergisch Gladbach, Interesse an der Aktion gezeigt. Auch die dort entstehenden Bilder sollen am Ende dieses Jahres zu dem Gesamtwerk hinzugefügt werden. Das soll etwa im Herbst oder Sommer, also in einem halben Jahr geschehen.

Zusätzlich soll ein Buch entstehen: „So kann das Projekt nachhaltig festgehalten werden, und die einzelnen Bilder des größten Bilds Burscheid können langfristig betrachtete werden“, beschreibt Marc Munz weitere Ideen zu dem Projekt. Deshalb wäre es schön, wenn die Kinder ihren Namen und ihr Alter auf die Rückseite des Bildes schreiben und sich vielleicht noch einen eigenen Namen für das Bild ausdenken würden.

megafon_15

Weitere Aktionen

Neben dem „größten Bild Burscheids“ hat sich das Jugendzentrum Megafon auch weitere Angebote in der Krise ausgedacht. Dazu zählen ein Tanz- und Sportangebot, Hausaufgabenhilfe, Spiele zum Abholen und digitale Kochkurse.

Tanz- und Sportangebot: Das Sportangebot wird natürlich online stattfinden. Dafür soll jeden Samstag ein Video aufgenommen werden, das dann auf der Internetplattform Instagram veröffentlicht werden soll. So kann jeder im Wohnzimmer an dem Sportangebot teilnehmen.

Hausaufgabenhilfe: Wer Hilfe bei den Hausaufgaben braucht, kann sich an das Team des Megafons wenden. Marc Munz, Nina Engelbert und Sascha von Schwedler helfen den Kindern über Skype.

Offenes Fenster: Rätselhefte, Bastelpakete oder Spiele können montags bis freitags von 15 bis 18 Uhr am offenen Fenster abgeholt werden. Jede Übergabe findet kontaktlos statt.

Kochkurse: Gemeinsam mit Nina können die Kinder über „Discord“ quatschen, dabei würden auch Termine zu gemeinsamen Kochaktionen ausgemacht.

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