Uwe Graetke setzt auf Termine unter freiem Himmel

Altstadtfest 2019: Da wussten Laura van den Elzen und Mark Hoffmann mitsamt Band zu begeistern. Archivfoto: „Burscheid-live“
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Altstadtfest 2019: Da wussten Laura van den Elzen und Mark Hoffmann mitsamt Band zu begeistern. Archivfoto: „Burscheid-live“

Der Vorsitzende von „Burscheid-live“ will sich 2021 auf drei Veranstaltungen konzentrieren

Von Nadja Lehmann

Uwe Graetke will sich nicht unterkriegen lassen. Auch wenn er offen zugibt, dass ihm der Lockdown und die damit einhergehende Isolierung zu schaffen machen. Doch umso mehr richtet der Vorsitzende von „Burscheid-live“ seine Konzentration auf die Zeit, in der Veranstaltungen wieder möglich sein werden. Wolkenkuckucksheime baut Graetke dabei jedoch nicht, bleibt pragmatisch: „Ich plane für das laufende Jahr lediglich Dinge unter freiem Himmel.“ Indoor habe „keinen Sinn und Zweck“.

Weiteres Zögern und Zuwarten aber ebenso wenig: „Wenn ich jetzt nicht anfange, zu organisieren und zu planen, wird es nichts. Dafür sind die Vorlaufzeiten zu lang.“ Veranstaltungen hält er frühestens ab Juni/ Juli für möglich – und auch dies nur unter Auflagen.

Uwe Graetke will sich auf drei Events fokussieren: Auf das dritte Burscheider Altstadtfest, auf das erste „Internationales Burscheid“, auf den ersten „Martinspark“. „Wir möchten das Burscheider Altstadtfest wegen der zu erwartenden Corona-Auflagen wieder auf zwei Wochenenden aufteilen“, kündigt Graetke an: Vorgesehen ist die „Kultur-Altstadt“ am 12. und 13. Juni sowie der „Nostalgische Altstadt-Freizeitpark“ vom 18. bis 20. Juni. Eine Alternative hat Graetke bereits gebucht, sollte der Juni scheitern: „Dann haben wir den 18. und 19. September sowie den 24. bis 26. September als Nachholtermine vorgesehen.“

Graetke will ans frühere „Interkulturelle Fest“ anknüpfen

Graetke mag an Burscheid, dass dort viele Nationen friedlich zusammenleben. Und diese Weltoffenheit will er mit „Internationales Burscheid“ feiern. Eine Premiere, die er am 28. und 29. August auf dem Marktplatz verwirklichen möchte. Musik, Tanz, Kulinarisches, Stände und Kinderbelustigung sollen an dem Wochenende ein geselliges und kulturelles Miteinander schaffen, wo sich die unterschiedlichen Nationen einbringen und präsentieren können. Er wolle, sagt Graetke, an das frühere „Interkulturelle Fest“ anknüpfen, das 2016 zum letzten Mal stattgefunden habe.

Seinen ersten „Burscheider Martinspark“ hatte Graetke 2020 absagen müssen. Nun will er auch diese Premiere nachholen – am 6. und 7. November.

Seine Silvesterparty, an der sein Herz besonders hängt, hat er bereits abgesagt. „Ich glaube, nach Corona wird nichts mehr so sein wie früher“, sagt er. Er prophezeit eine nur zögerliche Rückkehr der Menschen zu Indoorveranstaltungen („Angst und Verunsicherung sind zu groß“) und auch einen Niedergang der Veranstaltungsbranche. „Die Hilfen kommen zu spät“, sagt er und erzählt von Kooperationspartner Manfred Sistig, der bereits beim 1. Altstadtfest dabei gewesen sei und der nun seinen Flammkuchenwagen habe verkaufen müssen, um über die Runden zu kommen. Nöte, die Uwe Graetke gut nachvollziehen kann. Denn auch „Burscheid-live“ kam im vergangenen Jahr nicht Plus-Minus-Null heraus: Er habe privat zuschießen müssen, bekennt der Vereinsvorsitzende. Er hofft dennoch, wieder bei Firmen und Unternehmen finanzielle Unterstützung zu finden. Auch wenn ihm bewusst ist, dass viele Unternehmen ihrerseits schwer angeschlagen sind.

Deshalb hofft Graetke auf mehr Zusammenschluss und Kooperation. „In Burscheid wurschtelt jeder so vor sich hin“, bedauert er. Und hat deshalb schon mal den Kontakt zur Werbegemeinschaft „Wir für Burscheid“ gesucht. Vielleicht könne man sich ja zusammenschließen – zu Veranstaltungen und verkaufsoffenen Sonntagen.

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