Gleichstellung: Im Rathaus dominieren die Frauen

An der Höhestraße arbeiten in der Mehrzahl Frauen, viele davon aber auch in Teilzeit.Archivfoto: Nadja Lehmann
+
An der Höhestraße arbeiten in der Mehrzahl Frauen, viele davon aber auch in Teilzeit.Archivfoto: Nadja Lehmann

Im Hauptausschuss legte Gleichstellungsbeauftragte Ulrike Detering ihren Bericht vor

Von Nadja Lehmann

Seit 2016 ist das Landesgleichstellungsgesetz in Kraft. Städte und Gemeinden sind dadurch in der Pflicht, für den Zeitraum von drei bis fünf Jahren einen Gleichstellungsplan vorzulegen und anschließend darüber zu berichten. Das war jetzt auch für Burscheid der Fall: 2018 hatten die Kommunalpolitiker den Gleichstellungsplan auf einer Ratssitzung beschlossen; nun, zwei Jahre später, saß die Gleichstellungsbeauftragte Ulrike Detering im Hauptausschuss, um Zahlen und Fakten dazulegen.

Teilzeit bleibt eine Frauendomäne

Während es in den Dax-Vorständen um die Gleichstellung finsterer denn je aussieht, weil die Zahl der Managerinnen binnen eines Jahres deutlich sank und der Frauenanteil lediglich 12,8 Prozent ausmacht, sieht es im Öffentlichen Dienst besser aus. Zum Stichtag 30. Juni beschäftigte die Stadt Burscheid 97 Mitarbeiter (ohne geringfügig Beschäftigte und ohne Rathauschef Stefan Caplan). Von den 97 Mitarbeitern sind 69 Frauen. Dabei hat sich der Frauenanteil sogar geringfügig reduziert: 2018 betrug er 72, 4 Prozent, jetzt 71,1 Prozent. Im Rathaus an der Höhestraße sind zum einen Beamte, zum anderen tariflich Beschäftigte tätig. Mit 74 Prozent dominieren die Frauen die Gruppe der tariflich Beschäftigten; allerdings holen die Männer auf – von 22 auf 26 Prozent. Bei den Beamten lag die Frauenquote zum Stichtag 30. Juni bei 58 Prozent (2018: 55 Prozent).

Teilzeit ist und bleibt eine Frauendomäne. „Hier sind die Männer deutlich unterrepräsentiert“, fasst Ulrike Detering zusammen. Gleiches gilt für die Elternzeit, in der sich Ende Juni ausschließlich vier Mitarbeiterinnen befanden.

Befördert wurden sechs Frauen und drei Männer, und 2020 stellte die Burscheider Verwaltung einen weiblichen und einen männlichen Azubi ein. Deterings Fazit: „Die Stadt Burscheid hat in allen Beschäftigungsgruppen einen Frauenanteil von mindestens 50 Prozent. Die hiesige Verwaltung ist für das Thema sensibilisiert.“

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Chempark: Explosion beschäftigt Burscheid
Chempark: Explosion beschäftigt Burscheid
Chempark: Explosion beschäftigt Burscheid
Kulturbadehaus wird wieder zum „Freibad“
Kulturbadehaus wird wieder zum „Freibad“
Kulturbadehaus wird wieder zum „Freibad“
Tennisclub bereitet sich auf die Saison vor
Tennisclub bereitet sich auf die Saison vor
Tennisclub bereitet sich auf die Saison vor
Zwei Schüler werden zu richtigen Mitarbeitern
Zwei Schüler werden zu richtigen Mitarbeitern
Zwei Schüler werden zu richtigen Mitarbeitern

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare