Gisela Steinhauer erzählt vom mutigen Neuanfang

Kein Platz war in der Buchhandlung mehr frei: Mit ihrem Thema über die „schrägen Vögel“ hatte Autorin Gisela Steinhauer einen Nerv getroffen.
+
Kein Platz war in der Buchhandlung mehr frei: Mit ihrem Thema über die „schrägen Vögel“ hatte Autorin Gisela Steinhauer einen Nerv getroffen.

Journalistin und Radiomoderatorin war zu Gast in der Buchhandlung Ute Hentschel und las aus ihrem Buch.

Von Tanja Alandt

Burscheid. Passend zum neuen Jahr und den Neuanfängen hatte Ute Hentschel die bekannte Radio-Moderatorin Gisela Steinhauer für Freitagabend in die Buchhandlung eingeladen, um aus ihrem Buch vorzulesen. Die Gastgeberin musste jedoch von ihrer Wohnung auf der oberen Etage darüber, „mit dem Ohr am Boden kleben“, wie es ihre Mitarbeiterinnen berichteten. Bis zur letzten Minute hatte sie gehofft, doch noch heraus zu dürfen. Sandra Dischereit und Andrea Lunau schmissen derweil die aus-verkaufte Buchhandlung, denn Gisela Steinhauers Buch „Der schräge Vogel fängt mehr als einen Wurm: Von Menschen mit Mut zum Neuanfang“, lockte viele Gäste an.

Ihre Stimme kannten diemeisten Besucher bereits

Ihre Stimme war den meisten Besuchern bereits aus den WDR 2-Sonntagsfragen, den WDR 5-Tischgesprächen oder dem Radiofeuilleton „Im Gespräch“ von Deutschlandfunk Kultur bekannt. Auch Hörerinnen und Hörer der ehemaligen Sendung MonTalk gab es im Publikum. Lunau bekannte, neben „dem Radio-Profi“ ein bisschen aufgeregt zu sein. Sie moderierte, als die mehrfach ausgezeichnete Journalistin von ihren besonderen Reisen, Interviews und den „mutigen Lebensbejahern“ vorlas und erzählte. Großes Echo bezüglich des Solingers Uli Gottwald bekam sie auch hier, als sie von seinem außergewöhnlichen Neuanfang berichtete und einige Fragen beantwortete. Denn der Solinger war früher U-Boot-Kommandant: Nun kümmert er sich als Schamane beispielsweise um blinde Pferde. Steinhauer berichtete unter anderem aus Papua-Neuguinea mit Sir Hugo, dem Ritter aus dem Regenwald. Oder von Bestatter Fritz Roth. Sie erzählte außerdem von anfänglichen Vorurteilen gegenüber Ordensschwestern und hätte wohl zum Vergnügen aller noch ewig weitererzählen können.

„Es war super!“ befand beispielsweise Zuhörerin Angeli-que Schrank, die die Auszüge aus dem Buch als „locker, leicht und sehr nahbar“ beschrieb. „Wunderbar!“ sagte auch Doris Zenker, und ihr Mann Achim Zenker bekam wieder Lust aufs Radiohören: „Richtig mit Hinsetzen.“

Während der Pandemie entstand das Buch, als Steinhauer überlegte, welche „Pack-an-Menschen“ oder „Orientierungspunkte und Leuchttürme“ sie am meisten beeindruckten und widmete sich „den Machern, die gucken, was das Leben in der zweiten Hälfte noch für sie bereithält“. Dies fand im Publikum viel Anklang, da gerade während der Pandemie viele Menschen einen Neuanfang wagen (mussten).

„Von Iserlohn bis Burscheid“ auf rund 70 Lesungen ist Gisela Steinhauer bereits getourt. Zwei bis drei neue Geschichten werde es diesen Herbst in der Taschenbuchausgabe geben, verriet sie. Vielleicht erzählt sie diese bald in der Buchhandlung Ute Hentschel, wenn die Tage wieder länger werden und es heller ist. Von Burscheid habe sie deshalb nicht viel gesehen, bedauerte Steinhauer, genoss dafür umso mehr „die besondere Atmosphäre in der Buchhand-lung“.

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

„Romy Schneider ist kein Opfer, sie hat ein Schicksal“
„Romy Schneider ist kein Opfer, sie hat ein Schicksal“
„Romy Schneider ist kein Opfer, sie hat ein Schicksal“
Neuzugang im Stadtarchiv
Neuzugang im Stadtarchiv
Neuzugang im Stadtarchiv
Kanonier Hindrichs fiel in Stalingrad
Kanonier Hindrichs fiel in Stalingrad
Kanonier Hindrichs fiel in Stalingrad
Rossmann zieht in die Lindenpassage
Rossmann zieht in die Lindenpassage
Rossmann zieht in die Lindenpassage

Kommentare