Gezeigt wird Lebensweg des Kennedy-Fotografen

Jascha Lülsdorf und Fritz Quirl – „Zur Post“ in Schildgen. Foto: Christel Polito
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Jascha Lülsdorf und Fritz Quirl – „Zur Post“ in Schildgen.

Vortragsreihe über jüdische Biografien in Schildgen wird von einer Ausstellung begleitet

-ms- Der dritte Abend des „Diskussionsforums“ lenkt den Blick auf das Lokale: Achim Rieks thematisiert in seinem Vortrag „Jüdische Biographien in Schildgen“. Er findet in Kooperation mit dem Ökumenischen Begegnungscafé Himmel un Ääd in Schildgen am heutigen Dienstag, 1. Juni, ab 19.30 Uhr, digital über Zoom statt. Für die Teilnahme wird um Anmeldung über die Website www.forum-ostwest.de gebeten.

Rieks berichtet unter anderem von Jascha Lülsdorf, aus dem der Kennedy-Fotograf Jaques Lowe wird. Die drei Söhne der Familie Reichenbach werden katholische Priester. Auf dem herrschaftlichen Hoverhof in Schildgen lebt Dr. Paul Silverberg, einer der bedeutendsten deutschen Unternehmer seiner Zeit und Freund Konrad Adenauers. Medizinalrat Dr. Erich Deutsch wird 1944 nach Theresienstadt deportiert und ermordet. Als „Gerechte unter den Völkern“ werden Auguste und Dr. Fritz Fuchs geehrt.

Als Freund der Familie ging er im Weißen Haus ein und aus

Der Vortrag von Achim Rieks gibt gleichzeitig einen Ausblick auf die begleitende Ausstellung im Ökumenischen Begegnungscafé Himmel un Ääd mit dem Titel „Der Kennedy-Fotograf Jacques Lowe – Eine Schildgener Freundschaft war lebensrettend für einen jüdischen Kölner Jungen“. Die Ausstellung beleuchtet den Lebensweg des in Köln groß gewordenen Jascha Lülsdorf.

Ende der 1940er Jahre wandert dieser nach Amerika aus, nannte sich fortan Jacques Lowe und wurde als Fotograf berühmt. Er begleitete John F. Kennedy während dessen Wahlkampagne und späterer Präsidentschaft, wurde dabei ein Freund der Kennedy-Familie und ging in deren Wohnsitzen wie auch im Weißen Haus ein und aus.

Gezeigt wird die Ausstellung – sofern es die pandemische Lage erlaubt und das Café öffnen kann – vom 15. Juni bis einschließlich 10. Juli dienstags bis freitags von 9 Uhr bis 17 Uhr und samstags von 9 Uhr bis 13 Uhr im Begegnungscafé Himmel un Ääd, Altenberger-Dom-Straße 125, 51467 Bergisch Gladbach-Schildgen.

Kuratiert wurde die Ausstellung des Himmel un Ääd e. V. von Ulli Poggel, Redakteur der ehemaligen Stadtteilzeitung „Dorfplatz“.

2021 wird bundesweit „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ gefeiert. Auch das Kulturamt des Rheinisch-Bergischen Kreises gedenkt gemeinsam mit dem Katholischen Bildungswerk des Rheinisch-Bergischen Kreises dieses Jahr im Rahmen eines zentralen Diskussionsforums der Geschichte und der Vielfalt jüdischen Lebens in Ost und West.

Die Vortragsreihe lenkt 2021 den Fokus auf verschiedene jüdische Strömungen. Der Blick richtet sich auf Regionales, Internationales, aber auch auf Überzeitliches, auf Stereotypien und Klischees. Verschiedene Richtungen des Judentums werden ebenso wie die Geschichte von Migration, Assimilation und Abgrenzung gezeigt und diskutiert.

Das Diskussionsforum wird von einem vielfältigen Kulturprogramm begleitet: „Wir laden herzlich zu Ausstellungen, einem Themenrundgang, Filmen, einer Autorinnenlesung, Puppentheater sowie einer Podiumsdiskussion ein“, schreibt die Pressestelle des Kreises.

Veranstalter des XIV. Forum Ostwest ist das Kulturamt des Rheinisch-Bergischen Kreises gemeinsam mit dem Katholischen Bildungswerk des Rheinisch-Bergischen Kreises in Kooperation mit der Gedenkstätte Bonn, der Kirche St. Engelbert Rommerscheid (Pfarrei St. Laurentius), dem Kunstmuseum Villa Zanders, dem Ökumenischen Begegnungscafé Himmel un Ääd, der Pfarrgemeinde Herz Jesu in Schildgen, dem Theater im Puppenpavillon sowie der VHS Bergisch Gladbach.

Nähere Informationen zum Programm gibt es auf der Website www.forum-ostwest.de. Hier können sich Interessierte zu allen Veranstaltungen verbindlich anmelden. Das Kreiskulturamt beantwortet Fragen gerne telefonisch unter Tel. (0 22 02) 13 27 70 oder per Mail an kultur@rbk-online.de.

Die Veranstaltungen sind zum Teil als digitale, analoge und hybride Formate geplant und werden flexibel an die aktuelle Corona-Situation angepasst. Daher kann es bei allen Veranstaltungen, insbesondere bei Vor-Ort-Veranstaltungen, zu kurzfristigen Änderungen kommen. Die Website wird daher laufend aktualisiert. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich über die Website für einen Newsletter anzumelden, der über Neuigkeiten informiert. An allen Veranstaltungen gelten die üblichen Hygiene- und Abstandsregeln.

www.forum-ostwest.de

Zur Person

Achim Rieks, Jahrgang 1955, lebt seit 1986 in Schildgen. Vor seinem Ruhestand war er Vizepräsident in einem Großkonzern. Rieks ist vielseitig ehrenamtlich engagiert. So ist er unter anderem Mitglied des Gründungsteams und Vorsitzender des Begegnungscafés Himmel un Ääd e.V., bereits langjährig im Kirchenvorstand der Herz-Jesu-Kirche in Schildgen und Mitglied im Beirat der Interessengemeinschaft Schildgen.

Achim Rieks thematisiert in seinem Vortrag Jüdische Biografien in Schildgen.

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