Erinnerung

Geschichtsverein huldigt der prächtigen Flora

Im Krieg wurde die Flora schwer beschädigt und erstand erst vor wenigen Jahren neu und prächtig wieder auf. Die BGV-Abteilung Burscheid sah sich ausführlich um.
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Im Krieg wurde die Flora schwer beschädigt und erstand erst vor wenigen Jahren neu und prächtig wieder auf. Die BGV-Abteilung Burscheid sah sich ausführlich um.
  • VonNadja Lehmann
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Exkursion der Burscheider BGV-Abteilung nach Köln.

Von Nadja Lehmann

Axel Riemscheid hatte schon oft darüber gesprochen. Eine Exkursion zu seinem Steckenpferd, der Kölner Flora, das hatte sich der Vorsitzende des Bergischen Geschichtsvereins schon lange gewünscht. Nun konnte er das mit einigen Mitstreitern aus dem Verein realisieren.

Dieser Flora-Tempel existiert nicht mehr und ist nur noch Erinnerung.

Per Bus ging es nach Köln. Direkt vor den schmiedeeisernen Tor stiegen die Teilnehmer aus und konnten gleich einen ersten Blick über den farbenfrohen Ziergarten auf das neu entstandene Flora-Palais genießen. Alles weitere lassen wir als Experten Axel Riemscheid berichten.

„Dieses Palais war bereits im Jahre 1864 nach nur zweijähriger Bauzeit vom damaligen preußischen König Wilhelm I. eröffnet worden. Es war ursprünglich ein großer Glaspalast gewesen, der exotische Pflanzen präsentieren sollte. Aber er hat sich bald zum Treffpunkt der feinen Kölner Gesellschaft entwickelt und wurde bald zur Guten Stube Kölns. Das Gebäude war im Kriege arg beschädigt worden und konnte erst vor einigen Jahren wieder neu und prächtig entstehen.

Peter-Joseph Lenné hat Gebäude und Garten geplant

Geplant worden waren das Gebäude und die weitläufige Gartenanlage vom königlichen Gartenarchitekt Peter-Joseph Lenné nach dem Vorbild der Gartenanlage des französischen Schlosses Versailles.

Die kleine Gruppe vom Bergischen Geschichtsverein wurde von Dr. Birgit Werner geführt. In spannender Weise hat sie nicht nur die historischen Zusammenhänge erläutert. Als Biologin hat sie uns auch die Augen geöffnet für so manche Rarität aus der Welt der Pflanzen. Trotz der Hitze waren alle von der Führung begeistert, denn es gab ausreichend Schatten unter den großen Bäumen. Die Erklärungen von Dr. Werner waren so faszinierend, dass die Zeit wie im Fluge vergangen ist. Die botanische Rundreise endete an einem Höhepunkt; der nördlichsten Palmenallee Deutschlands.“

Danach kehrte die Gruppe in ein Kölner Brauhaus mit Rheinblick ein. Dort konnten die Eindrücke bei einem kühlen Getränk im Gespräch vertieft werden, bevor es mit dem Bus wieder nach Burscheid zurückging. Fazit: Alle haben den Tag genossen und neue Einblicke in die Historie und in die biologische Vielfalt der Flora gewonnen.

Zum Hintergrund: Der Botanische Garten Köln hatte seinen Platz ursprünglich in unmittelbarer Nähe des Doms. Mit dem Bau der Eisenbahn und des Bahnhofs musste der Garten in das freie Schussfeld vor der ehemaligen preußischen Festungsanlage in Köln- Riehl verlegt werden. Dort wurde dann aufgrund einer Initiative von (wohlhabenden) Kölner Bürgern das Flora-Palais errichtet. Auch ein „Flora-Tempel“ mit der römischen Göttin Flora als Statue wurde aufgestellt. Im Kriege wurde das Palais schwer getroffen und erst 2016 wieder neu aufgebaut. Auch ein „Flora-Tempel“ mit der römischen Göttin Flora als Statue wurde aufgestellt. Dieser aber fehlt bis heute.

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