Gericht arbeitet Betrug bei Verkehrsunfall auf

Zwei 25-Jährige – einer aus Burscheid, einer aus Remscheid – sind angeklagt

Von Dirk Lotze

Einen Verdacht hatten die Polizisten bereits, als sie den Unfall aufnahmen: Zwei 25 Jahre alte Männer, einer aus Remscheid, einer aus Burscheid, zeigten sich völlig entspannt, obwohl der eine dem anderen die Vorfahrt genommen und in dessen traumhaften, älteren BMW-Sportwagen gefahren sein sollte.

Seit Dienstag geht es im Landgericht Wuppertal um den Verdacht des versuchten Versicherungsbetrugs mit einem abgesprochenen Kreuzungsunfall am Hasenberg in Remscheid. Die beiden Männer wehren sich gegen Geldstrafen von mehreren Tausend Euro. Beide schweigen.

Das Verfahren ist Teil einer Kette von Verhandlungen um das mutmaßliche Geschehen vom 6. Januar 2018 und einen Blechschaden im fünfstelligen Euro-Bereich. Der Fahrer des BMW habe auf die Talsperrenstraße Richtung Remscheider Innenstadt einbiegen wollen, als der andere Angeklagte mit einem Golf mit ihm zusammenstieß. Die Kreuzung gilt als besonders schlecht überschaubar.

Auffällig: Der Golf war kurz zuvor angemietet worden – mit Versicherung ohne Selbstbeteiligung bei Unfällen. Die Polizei sah das noch am Unfallort an einem Beleg der Leihfirma. Dazu sei das Verhalten gekommen, berichtete ein Beamter: „Die waren unfassbar ruhig, dabei gab es erheblichen Schaden an einem echt schönen Auto. Die haben sich verhalten, als hätten sie schon zig Unfälle hinter sich.“

Ein Sachverständiger nannte weitere Hinweise: Anhand der Spuren hätten beide Fahrzeuge nicht gebremst. Zusätzlich sollen einige Schäden am BMW älter sein. Das habe der Fahrer bei der Meldung an die Versicherung verschwiegen. Die zahlte übrigens nicht.

Die Verhandlung wird sich vermutlich bis in den Dezember ziehen.

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