Gerd Pieper ist gestorben

Der frühere SPD-Ratsherr und Mitbegründer der UWG, Gerd Pieper, ist gestorben. Foto: UWG
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Der frühere SPD-Ratsherr und Mitbegründer der UWG, Gerd Pieper, ist gestorben.

Langjähriger Fraktionsvorsitzender der UWG hat sich stets akribisch eingearbeitet. Er starb im Alter von 82 Jahren.

Von Nadja Lehmann

Er galt als das in der Politik gern viel beschworene „Urgestein“: Ein Attribut, das Gerd Pieper zu Recht für sich in Anspruch nehmen durfte. Ursprünglich in der SPD beheimatet, gehörte er in den 1970er Jahren zu den Gründungsmitgliedern der UWG und wurde sofort ihr Fraktionsvorsitzender. 45 Jahre lang, von 1975 an, saß Gerd Pieper im Stadtrat. „Er hat sich mit großem Engagement in den Dienst der Gemeinschaft gestellt und sein Wissen und seine Erfahrungen in verschiedenen Ausschüssen und Gremien des Rates und der Stadtwerke eingebracht“: So würdigt die Stadt den Kommunalpolitiker, der nun im Alter von 82 Jahren starb.

„Er war immer unsere große Stütze. Wir konnten ihn alles fragen“, sagt der UWG-Vorsitzende Jürgen Müller. Pieper habe sich akribisch und engagiert in jedes Thema eingearbeitet und bewusste Schwerpunktsetzung vermieden: „Er hat sich einfach immer für Burscheid eingesetzt. Die Stadt lag ihm als gebürtigen Burscheider am Herzen“, sagt Müller. Erst 2020 legte Gerd Pieper, aus persönlichen Gründen wie Jürgen Müller sagt, den Fraktionsvorsitz nieder, blieb aber jederzeit für seine Fraktion ansprechbar.

„Er hat sich einfach immer für Burscheid eingesetzt.“

Jürgen Müller, UWG-Vorsitzender

„Er war gut in der Stadt vernetzt, kannte viele Menschen, wusste viel, kannte sich rechtlich gut aus.“ Ein Fundus, der der UWG zugutegekommen sei. „Er wird uns sehr fehlen“, bekennt Jürgen Müller.

Man habe gewusst, dass Gerd Pieper gesundheitlich angeschlagen war, aber nicht, wie sehr: „Er hat nie geklagt. Ich habe mit ihm, als er im Krankenhaus lag, noch telefonieren können. Doch nun ist es sehr schnell gegangen.“ Besonders die Umsetzung des Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzepts habe den 82-Jährigen interessiert: „Er wollte weg vom Klein-Klein“, beschreibt Müller, der Gerd Pieper als geradlinig und klar beschreibt: „Was er heute sagte, galt auch morgen noch.“ „Ich habe ihn extrem gemocht“, sagt Bürgermeister Stefan Caplan. Bis fast zuletzt habe er mit Gerd Pieper via WhatsApp Kontakt gehabt.

Einen „Vollblutpolitiker“ nennt ihn Caplan, beschreibt Gerd Pieper als jemanden, der genau wusste, was er wann sagen musste: „Viele haben im Rat geredet und geredet. Er sprach immer kurz und knapp – und hat in ein, zwei Sätzen alles auf den Punkt gebracht. Das konnte sonst keiner.“

Pieper sei jemand gewesen, der Vorlagen intensiv gelesen und der auch nachgefragt habe, sagt Caplan. „Dann hat bei mir das Telefon geklingelt und Gerd Pieper war dran.“ Und er habe es vermocht, seine Fraktion mitzunehmen und zusammenzuhalten. „Ein richtig guter Typ“, findet Caplan. Pieper habe es verstanden, Kontinuität sichtbar zu machen. „Er wollte aber auch, dass sich unsere Stadt entwickelt. Er hatte Mut.“ Durchsetzungsstark in der Politik, fürsorglich in der Familie: „Er hat sich liebevollst bis zuletzt um seine Frau gekümmert, die in Langenfeld untergebracht war, und ist täglich zu ihr gefahren.“

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