Radweg

Geplanter Neubau behindert Trasse nicht

Die Trasse könnte zu einem „multimodalen Verkehrsweg“ werden, den sich F ußgänger, Radfahrer und Shuttle teilen. Diese Pläne behindert der Neubau Montanusstraße nicht.
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Die Trasse könnte zu einem „multimodalen Verkehrsweg“ werden, den sich F ußgänger, Radfahrer und Shuttle teilen. Diese Pläne behindert der Neubau Montanusstraße nicht.
  • VonNadja Lehmann
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Einwohnerfragestunde im Stadtrat.

Von Nadja Lehmann

Burscheid. Inzwischen dürfte Manfred Lindenau für die Burscheider Kommunalpolitiker ein vertrautes Gesicht sein. Freundlich im Ton, hartnäckig in der Sache, macht der Vertreter des Bund für Umwelt und Naturschutz auf aus seiner Sicht kritische Gemengelagen aufmerksam. So auch am Donnerstagabend in der Einwohnerfragestunde des Stadtrats im Haus der Kunst.

Da wandte sich Lindenau der Montanusstraße und dem dort geplanten Komplex aus Wohnen, Einkaufen (Vollsortimenter und Drogerie) und Essengehen (auf der öffentlichen Piazza) zu: Ob dieses Projekt denn nicht der Trasse in die Quere käme, wollte Lindenau wissen, der genau dieses befürchtete. „Mein Eindruck ist, dass die linke Hand nicht weiß, was die rechte tut“, sagte Lindenau in Richtung Stadtverwaltung. Die rechte unterstütze den Regionalplanentwurf, der eine Reaktivierung der Trasse vorsehe, und zwar als sogenannter „multimodaler Verkehrsweg“. Die linke Hand indes, so Lindenau weiter, arbeite am Bebauungsplan Montanusstraße: „Und der erstreckt sich bis auf die Trasse. Der Radweg soll deswegen verschwenkt werden, aber die Trasse wäre durch das Bauprojekt blockiert. Die Chance, ein erstklassiges Stück Verkehrsinfrastruktur zu sichern, wäre verbaut.“ Wie das vereinbar sei, fragte Lindenau. Sein Fazit in Bezug auf die beiden städtischen Hände: „Was fehlt, ist der Kopf.“

Klassischer Schienenverkehr kehrt nicht zurück

Eine anatomische Ausnahmesituation, die Marc Baack so nicht stehen lassen wollte: Die Verwaltung sei keinesfalls schizophren, betonte der Beigeordnete. So sei der geplante Gebäudekomplex keineswegs ausgereift, sondern liege lediglich in Skizzen vor: „Wir haben noch keine Fördermittel beantragt.“ Zum anderen handle es sich bei der möglichen Reaktivierung der Trasse nicht um die Rückkehr des klassischen Schienenverkehrs, sondern um ein selbstfahrendes Shuttle oder eine Regiobahn-Kombi, die eine Art kleinerer Straßenbahn darstelle: „Mehr geht nicht. Das liegt an Wermelskirchen, das keine Schienen mehr hat“, erklärte Baack. Und für diese abgespeckte Variante verfüge die Trasse über eine ausreichende Breite, die sich Fußgänger, Radfahrer und Shuttle/Straßenbahn teilen könnten.

Flexibel behandelbar sei auch die Zahl der Anbindungen an die Trasse: Eine Frage, die Dr. Karl Ulrich Voss anschließend in der Einwohnerfragestunde aufgeworfen hatte. „Wenn man feststellt, dass weniger Anbindungen gebraucht werden, geht das. Das ist noch alles offen“, erklärte Baack. Er könne auch den Wunsch von Sabine Krämer-Kox nach sicheren Abstellplätzen für Fahrräder am Neubau Montanusstraße aufnehmen, erklärte Baack. Diese hatte die Vorsitzende der Ortsgruppe Wermelskirchen/Burscheid vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) sich nämlich gewünscht: „Es gibt in der geplanten Tiefgarage 70 Fahrradstellplätze für die Bewohner. Besucher der Gastronomie, die es dort geben soll, würden sich aber sicher auch über Abstellplätze freuen“, betonte Krämer-Kox im Rat.

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