Jubiläum

Gemeindezentrum feiert 50-jähriges Bestehen

Sie sorgten beim großen Gemeindefest für gute Laune: Die Spätzchen animierten zum Mitsingen.
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Sie sorgten beim großen Gemeindefest für gute Laune: Die Spätzchen animierten zum Mitsingen.

Mit viel Musik gestaltete die Evangelische Gemeinde Hilgen-Neuenhaus ihr zweitägiges Fest am Kirchweg.

Von Tanja Alandt

Burscheid. Um das 50-jährige Bestehen des Stephanus-Gemeindezentrums am Kirchweg ausgiebig zu feiern, bot das Presbyterium an zwei Tagen Programm. Am Samstagabend begann die Feier zunächst mit einem Sommer-Konzert der Stephanus-Combo. Am darauffolgenden Tag standen der Posaunenchor Hilgen-Neuenhaus unter der Leitung von Peter Rinne sowie ein Mitsingkonzert der Spätzchen mit Chorleiterin Janina Fiß auf dem Programm. Außerdem wurden die Tanz-Freaks des TuS Wermelskirchen eingeladen und die Leverkusener Band X-Citing.

Seit 13 Jahren hilft die hauseigene Stephanus-Combo mit ihren Auftritten, die Gemeinde finanziell zu unterstützen. Mit E-Piano, Keyboard, ihrem Gesang und Schlagwerk oder dem E-Bass treten die fünf Musiker auf und unterstützen somit das Presbyterium.

1895 wurde die Kirche ohne richtige Fundamenten erbaut und musste außen ge-stützt werden, da die Schwingungen beim Glockenläuten zu kräftig waren, erzählte die Vorsitzende des Presbyteriums, Dorothea Hoffrogge. Damals beschloss Pfarrer Winckler, ein neues Gebäude für die Gemeinde im Stil der 70er Jahre erbauen zu lassen. Sie favorisierten den Entwurf eines Professors.

Es kam zu einer Planänderung, die dann genauso teuer war

Dieses Bauvorhaben war auf finanzielle Zuschüsse angewiesen und zudem zu teuer, weswegen es zu einer Planänderung kam. Es wurde ein Jahr später zwar einen Meter kleiner gebaut, wurde jedoch trotzdem genauso teuer wie der vorherige Entwurf, so Hoffrogge.

Innerhalb der letzten 50 Jahre entstanden beispiels-weise ein Archivraum, eine Küche sowie Abstellräume. Auf dem Außengelände wurde ein Beach-Volleyballplatz und ein Bolzplatz errichtet. Ebenfalls einen kleinen Spielplatz gibt es, der nun mit Europa-Fördermitteln vergrößert werden und inklusiv gestaltet werden soll. Die Spielgeräte sind so ge-wählt worden, dass sie generationenübergreifend sind.

Auf der schätzungsweise 300 bis 400 Quadratmeter großen Fläche werden eine Gondel-Schaukel oder eine Balancierstrecke sowie Rutschen und Sandkästen für Jung und Alt angeschafft. Die Balancierstrecke ist vergleichbar mit einem Balken, der die Strecke etwas versetzt weiterführt. Ein spezielles Trampolin soll ebenfalls für Rollstuhlfahrer geeignet sein, berichtete die Vorsitzende des Presbyteriums. Rund 35 000 Euro soll der neue Spielplatz – mit wenig Metall und viel Holz sowie aus überwiegend natürlichen Baustoffen – kosten und mit Hilfe von Fördermitteln und Unterstützung der Stadt Wermelskirchen realisiert werden.

Peter Rinne gab den Takt vor: Es spielte der Posaunenchor Hilgen-Neuenhaus mit der Stephanus-Combo.

Die Stadt unterstützt mit Arbeitsleistungen aus dem Bauamt. Kooperationen der Stephanus-Gemeinde bestehen ebenfalls mit der Solinger „Kette“ und dem Evangelischen Familienzentrum „Kleine Strolche“ sowie dem TuS Wermelskirchen. Der Sportverein kommt beispielsweise für die Kosten der Dixie-Toilette auf dem Außengelände auf.

Zudem kann der Gemeinderaum für diverse Feiern gemietet werden. Hoffrogge wies daraufhin, dass das Haus genutzt werden solle, um eine positive Botschaft auszusenden.

Erwachsene, die sich gerne etwas sportlich betätigen möchten, können demnächst an verschiedenen Trainings- sowie an Dehnungsgeräten an der Balkantrasse trainieren. Dafür fehlt nur noch der Fallschutz. 10 000 Euro kostet der Fitness-Parcours, für den die Evangelische Kirche Fördermittel beantragt hatte. Hoffrogge erläuterte: „Wir sind zwar eine finanzschwache Gemeinde, aber wir haben jemanden in unserem Presbyterium, der die Gelder beantragt.“ Am 11. September wird der Parcours eröffnet.

Hintergrund

Für Menschen, die durch Krankheit verhindert sind oder Angst vor einer Covid-19-Ansteckung haben, haben sich die Ehrenamtlichen der Stephanus-Gemeinde etwas überlegt: Der sogenannte „Puschen-Gottesdienst“, aber auch andere Veranstaltungen und Feste können bequem von der Couch aus verfolgt werden. Unter den Zuschauern soll es auch einige junge Zuschauer geben, die gerne von Zuhause aus in ihren Pantoffeln an den Gottesdiensten teilnehmen oder auf diese Weise bei den Veranstaltungen mitfeiern. Die Kirchengemeinde ist auf Youtube zu finden:

t1p.de/unedl

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