Geduld ist gefragt: Vorplanung zieht sich in die Länge

Auch der November kann zauberhaft sein, wie Sankt Laurentius im Abendlicht beweist.Foto: Nadja Lehmann
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Auch der November kann zauberhaft sein, wie Sankt Laurentius im Abendlicht beweist.Foto: Nadja Lehmann

An der Katholischen Kirche St. Laurentius müssen Fassade und Elektrik saniert werden

Von Susanne Koch

Die Elektrik in der Katholischen Kirche St. Laurentius muss überprüft werden. Außerdem müssen alte und marode Leitungen ausgetauscht werden. Und draußen an der Fassade bröckelt es. „Hier müssen die Fugen wieder gefüllt werden, damit nicht noch mehr Feuchtigkeit in den Kirchenraum zieht“, sagt Pfarrer Michael Knab.

„Und es sind auch noch weitere Arbeiten am Fußboden des Kirchengebäudes zu verrichten.“ Das alles sei nach heutiger Kenntnis nicht für Menschen gefährlich und nichts, warum das Gotteshaus geschlossen werden müsste.

„Während der Vorplanung berechnet der Architekt auch die Kosten.“

Michael Knab, Pfarrer

„Aber es ist für den langfristigen Erhalt des Gebäudes wichtig“, sagt der Pfarrer. „Gerade muss sich die Gemeinde aber in Geduld üben. Denn die Vorplanungen ziehen sich jetzt schon länger hin.“ Das beauftragte Architekturbüro leide derzeit unter Personalmangel, die Corona-Pandemie und damit einhergehend der Lockdown habe ein Übriges getan und die Überschwemmungen im Juli hätten Arbeitskräfte abgezogen. „Arbeiten im Baugewerbe ziehen sich derzeit überall in die Länge“, sagt Michael Knab.

Als Michael Knab 2019 die Kirche als Pfarrer übernommen hatte, waren die Gebäudeschäden schon Thema. Es werde jetzt aber noch einige Zeit dauern – wie lange, das könne er nicht sagen. „Während der Vorplanung berechnet der Architekt auch die Kosten, die wir veranschlagen müssen“, sagt der Pfarrer. Nach der Vorplanung werden die Ausschreibungen fertiggemacht und anschließend kann die Sanierung überhaupt erst beginnen.

Nach dem Lockdown während der Corona-Pandemie ist längst wieder Leben in die Kirche eingezogen. „Aber immer noch mit Abstand“, betont Michael Knab. Aktuell bieten Hannelore Kaiser und Heike Vetsch wieder mystagogische Kirchenführungen an. In der besonders ausgeleuchteten Kirche möchten sie gemeinsam mit den Teilnehmern dem Geheimnis des Glaubens durch Texte, Musik und auch durch Stille näherkommen.

Die Führung findet immer freitags in Kleingruppen mit maximal acht Personen statt und dauert etwa eine Stunde. Um Anmeldung wird gebeten: Hannelore Kaiser, Tel. (0 21 74) 6 49 89 29.

Die Kirche wurde 1892 nach einem Entwurf der Kölner Architekten Rüdell und Odenthal als dreischiffige, neugotische Basilika aus Backstein erbaut. Profile und Fenstermaßwerk sind in Naturstein gearbeitet. Der Westturm wurde zunächst nur bis zur Dachhöhe der Seitenschiffe errichtet und erst 1959/60 nach einem Entwurf des Architekten Bernhard Rotterdam aus Bensberg vollendet.

In den Eingang ist das neugotische Sandsteinportal des 19. Jahrhunderts integriert. Die kupferne Turmbekrönung schuf Sepp Hürten aus Köln. Gleichzeitig mit der Kirche wurde 1892 auch das daneben liegende Pfarrhaus erbaut.

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