Folgen der Krise

Gaststätte kämpft sich durch die zweite Zwangsschließung

Pino Fiorenza ist Inhaber der Trattoria Pizzeria La Luna. Er ist sich unsicher, wie lange er noch durchhalten kann. Archivfoto: woa
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Pino Fiorenza ist Inhaber der Trattoria Pizzeria La Luna. Er ist sich unsicher, wie lange er noch durchhalten kann.

Pino Fiorenza hat die Trattoria Pizzeria La Luna erst zehn Tage vor dem ersten Lockdown eröffnet.

Von Katharina Birkenbeul

Burscheid. Er hat erst zehn Tage vor dem ersten Lockdown eröffnet – jetzt musste Pino Fiorenza bereits zum zweiten Mal die Trattoria Pizzeria La Luna in Hilgen schließen. „Die Zeiten sind nicht rosig, aber wir versuchen durchzuhalten“, erklärt der Inhaber der im März eröffneten Pizzeria. Wie lange das noch sein wird, kann er zu diesem Zeitpunkt noch nicht abschätzen.

Ende Oktober hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel gemeinsam mit den Ministerpräsidenten der Länder unter anderem beschlossen, dass Gastronomiebetriebe wie Restaurants, Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen ab Montag, 2. November, für den restlichen Monat schließen müssen. Davon ausgenommen sind Lieferung und Abholung von Speisen für den Verzehr zu Hause. Jüngst wurde diese Regel zudem bis zum 10. Januar verlängert.

Bei Pino Fiorenza stößt diese Regel auf Unverständnis. „Ich bin nicht einverstanden damit“, sagt er deswegen. An vielen Orten seien deutlich mehr Leute auf engem Raum wie beispielsweise auf Märkten oder in Kantinen. Zudem gebe es im Restaurant strenge Hygienekonzepte, die zuvor vom Ordnungsamt geprüft werden mussten. Dennoch muss er sich an die Zwangsschließung halten. Jetzt bietet er seine Speisen zum Abholen an. „Das hat beim ersten Lockdown gut funktioniert, mittlerweile hat es nachgelassen“, so der Inhaber.

Versprochene Bundeshilfen sind noch nicht angekommen

Bei all den Maßnahmen, die das Land ergreife, bliebe es deshalb nicht aus, dass einige Wirte ihre Gaststätte komplett schließen müssten. „Nicht jeder hat die Kraft, leider.“ Auch er müsse bereits auf seine Reserven zurückgreifen, die er aber zum Glück habe. Von den versprochenen finanziellen Hilfen des Bundes und Landes habe er bisher noch nichts erhalten.

Trotz all der Umstände bereut Pino Fiorenza nicht, den Schritt gegangen zu sein und seine Gaststätte kurz vor der Corona-Krise eröffnet zu haben. „Wir haben bereits im November 2019 alles renoviert, als von Corona noch lange nicht die Rede war. Ich bin froh, dass wir es gemacht haben“, betont Inhaber Pino Fiorenza.

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