Neue Ideen entwickelt

Gastronom blickt optimistisch nach vorn

Hat die Zeit genutzt, um neue Ideen zu entwickeln: Harald Weilbächer vom Restaurant „Altes Landhaus“. Foto: Stephanie Licciardi
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Hat die Zeit genutzt, um neue Ideen zu entwickeln: Harald Weilbächer vom Restaurant „Altes Landhaus“.

Aus der Corona-Krise geht das Restaurant „Altes Landhaus“ gestärkt hervor.

Von Stephanie Licciardi

In dem idyllischen Fachwerkhaus an der B 51 herrscht Mittagszeitstimmung. Es duftet nach Schnitzel und Bratkartoffeln; in der Vitrine versprechen Kuchen und Torten Gaumenfreuden.

Das Team des Restaurants „Altes Landhaus“ hat alle Hände voll zu tun, denn so mancher Mittagsgast lässt es sich hier schmecken. „Endlich wieder“, sagt Inhaber Harald Weilbächer. Gerade erst war er regelmäßig auf dem Sportplatz Griesberg zu Gast. Dort nämlich war er als Caterer aktiv und belieferte das Fußballcamp, das der Ballspielverein Burscheid organisiert hatte.

Hinter dem Gastronomen liegt ein außergewöhnliches Jahr, das aus Schließungen, Lockdowns und Wiedereröff-nungen bestand. Doch seinen Optimismus kann und konnte das Hin und Her der Pandemie nicht dämpfen. „Ich bin zuver-sichtlich, was die Zukunft angeht, auch wenn hier und da vielleicht noch das ein oder andere Fragezeichen besteht.“

„Anstatt zu meckern, haben wir überlegt, was wir können und wollen.“

Harald Weilbächer, Inhaber des Restaurants

Als es im März 2020 in den ersten Lockdown ging, habe sich das Team erstmal sammeln müssen, wie es Weilbächer ausdrückt. „Wir haben die Zeit genutzt, um den Kopf mal freizubekommen und zu überlegen, wie wir weitermachen können.“ Schnell sei die Idee geboren, das Außer-Haus-Angebot auszuweiten. „Das Gebiet ist ja für uns kein Neuland“, erklärt Harald Weilbächer. „Wir haben das Angebot um einen Abholservice erweitert.“

Auch umweltfreundliche Verpackung wurde zum Thema

Auch das Thema umweltfreundliche und kunststoffarme Verpackung war ein Punkt, dessen sich Weilbächer angenommen hat. „Stillstand ist ja der Tod eines jeden Unternehmers“, weiß der erfahrene Gastronom. „Anstatt zu verzagen, haben wir die Zeit für neue Ideen genutzt.“

Innovativität ist ein Schlagwort, das der Inhaber gern verwendet. „Anstatt zu meckern, haben wir überlegt, was wir können und wollen.“ Das „Maximale herausholen“, nennt er das. So überzeugte das Außer-Haus-Angebot an den Oster- und Weihnachtsfeiertagen nicht nur treue Kundinnen und Kunden, sondern erwies sich als vielversprechendes Erfolgsmodell, das in Zukunft als festes Angebot des Restaurants verbleibt.

Als das Landhaus wieder loslegen durfte, war die Erleichterung auf allen Seiten groß. „Glücklicherweise haben uns unsere Gäste die Treue gehalten.“

Auch personell gesehen kam das Alte Landhaus gestärkt aus dem zurückliegenden Jahr. „Zurzeit ist es zwar schwer, Personal zu bekommen“, gibt Weilbächer zu. „Der Markt ist leer. Aber wir erwarten auch wieder andere Zeiten, wenn es wieder mehr Bedarf gibt.“

Dennoch sei die Zeit auch ein Glücksfall gewesen. Inzwischen unterstützt die nächste Generation das traditionsreiche Haus. „Sowohl mein Sohn als auch meine Tochter sind mit in das Team eingestiegen“, berichtet Weilbächer. „Beide sind in und mit der Gastronomie groß geworden, es liegt ihnen quasi im Blut.“

Seit 2005 ist die Familie im Alten Landhaus

Bergisch Deftiges oder süße Gaumenfreuden bietet Familie Weilbächer seit 2005 im Alten Landhaus an. Zuvor hatte das Ehepaar 1996 mit dem City Grill in Burscheid gestartet, ehe es das Restaurant an der B 51 übernahm. „Wir haben auch vor der Coronapandemie immer Entscheidungen mit Sinn und Verstand getroffen und keine Schnellschüsse gewagt“, sagt Weilbächer. So legt das Team nach der letzten Wiedereröffnung Wert auf die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln und das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes im Innenbereich.

Eine Verantwortung und Vorbildfunktion sieht der Inhaber auch bei seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. „Nicht nur unsere Gäste sollen einen Mund-Nase-Schutz im Innenraum tragen, sondern auch unsere Bedienung, wenn diese mit den Gästen in Kontakt ist. Es geht uns auch um eine Vorbildfunktion, um Schutz und Verantwortung.“ Sein Credo „Zusammen schaffen wir das“ lässt Harald Weilbächer weiterhin optimistisch bleiben.

Hintergrund

In Flügel 3 direkt an der B 51 liegt das 1751 erbaute Fachwerkhaus, das, einst als landwirtschaftliche Gut angelegt, erstmals im Jahr 1878 von Fuhrmann Theodor Timmesfeld als Gastwirtschaft genutzt wurde. Neben dem Restaurantbetrieb bietet Familie Weilbächer seit 2005 Platz für Feierlichkeiten und Catering an. Aktuell finden Sommeraktionen wie Grill-Abende im Alten Landhaus statt. Weitere Informationen gibt es im Internet unter:

www.altes-landhaus-online.de

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