Frischer Wind für Burger Gastronomie

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Die Inhaber der Cafés „Zum Rittersturz“ und „Zum Burgnarr“ bringen neue Konzepte mit

Von Alexandra Dulinski und Alexander Riedel

Burg Gastronomisch betrachtet hat sich diesen Sommer einiges in Solingen-Burg verändert. Das traditionsreiche Café Voigt heißt nun „Zum Burgnarr“, das Café „Zum Rittersturz“ behält zwar seinen Namen, wurde aber erst vor Kurzem von neuen Inhabern übernommen.

Als wir uns auf der Terrasse des Rittersturzes treffen, stehen Banu und Thomas Willis in einem Berg von Arbeit. Im Inneren des Hauses verbirgt sich, was der Gast von Außen nicht sehen kann. Denn dort wurden seit Mai Wände durchbrochen, die Lagerräume umgebaut und der Gewölbekeller in einen Kühlraum umgewandelt. Eigentlich wollten Banu und Thomas Willis schon im April eröffnen, doch dann kam Corona dazwischen.

„Es war schon immer mein Traum, ein kleines Café zu haben – jetzt ist es etwas größer geworden.“

Banu Willis, Zum Rittersturz

Schon immer haben die Lehrerin und der Immobilienmakler sowie Künstler den Stadtteil Burg gerne besucht. Als Thomas Willis berufsbedingt erfuhr, dass der Rittersturz zum Verkauf steht, waren sich beide schnell einig. „Es war schon immer mein Traum, ein kleines süßes Café zu haben – jetzt ist es etwas größer geworden“, sagt Banu Willis.

Das Ehepaar ist aber keineswegs fachfremd. Beide haben schon im Sternebereich gekellnert und sich sogar über die Gastronomie kennengelernt.

Der Rittersturz soll ein Waffelhaus bleiben, „wir wollen aber auch unsere eigene Linie reinbringen“, erklärt Banu Willis. Das Haus biete genug Platz, um zu expandieren. So könne sich Thomas Willis, der über Ecken mit dem Schauspieler Bruce Willis verwandt ist, gut eine eigene Rösterei im Keller vorstellen. In der oberen Etage des Rittersturzes sollen außerdem Ferienwohnungen entstehen, irgendwann wollen Banu und Thomas Willis mit ihren drei Kindern im Rittersturz einziehen.

Besondere Beziehung zum Café Voigt auf Schloss Burg

Auch im benachbarten „Zum Burgnarr“, ehemals Café Voigt, hat sich einiges verändert. Den gelernten Koch und Restaurantfachmann Lukas van Hove aus Belgien zog es schon in den 1980er-Jahren beruflich ins Bergische Land. Er arbeitete im Haus Striepen in Unterburg, im Hotel Schwerthof in Solingen-Wald und im Hotel Scarpati in Wuppertal.

Eine besondere Beziehung aber knüpfte er zum Restaurant und Café Voigt auf Schloss Burg. Zwischen 1985 und 1990 war das verschieferte Fachwerkhaus sein inspirierender Arbeitsplatz, dessen eindrucksvolles Panorama mit Blick auf die bewaldeten Hügel der Region ihn nicht mehr losließ.

Im Burgnarr gibt es belgische Spezialitäten

Sein Schwiegersohn Jordy Heremans (26) verrät: „Es war schon immer sein Wunsch, dieses Kaffeehaus eines Tages zu leiten.“ Die Jahre vergingen, van Hove betrieb ein Bistro mit Festsaal in seiner Heimat. Aber dann ergab sich doch wieder ein erneuter Kontakt zur Familie Schomaker, die das Café Voigt schon damals betrieben hatte – und einen zuverlässigen Nachfolger suchte.

Mit seiner Ehefrau, Tochter Nathalie (24) und Schwiegersohn Jordy Heremans, der nun Geschäftsführer ist, zog van Hove im Obergeschoss des Schieferhauses ein. „Meine Begeisterung hat meine Familie überzeugt“, sagt der 61-Jährige. „Die Lage ist besonders gut, hier ist viel Betrieb, und man kann wunderbare Gerichte frisch machen“, schwärmt er.

Neu ist die schmucke Theke mit marmorartiger Verkleidung. Und auch das kulinarische Angebot haben die Gastronomen modifiziert: Zu den bergischen Spezialitäten gibt es auch Brüsseler Waffeln. Und schließlich haben die Gastgeber auch einige Biere aus ihrer belgischen Heimat mitgebracht. Bewusst entschied sich die Betreiberfamilie für einen neuen Namen der Gaststätte: „Wir wollten etwas haben, das zum Schloss passt“, erzählt van Hove. Und ein Narr gehöre eben zu einer Burg.

Hotel

Das Hotel „In der Straßen“ in Oberburg sollte ursprünglich für 1,1 Millionen Euro verkauft werden. Eigentümer Andreas Heibach hat sich nun aber gegen den Verkauf entschieden. Stattdessen soll das Hotel ein Ferienhaus werden. Es wird derzeit modernisiert.

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