Politik

Fraktionen wollen Beigeordneten-Stelle besetzen

Hier im Rathaus an der Höhestraße soll, so wollen es die Kommunalpolitiker, ein neuer Beigeordneter oder neue Beigeordnete einziehen.
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Hier im Rathaus an der Höhestraße soll, so wollen es die Kommunalpolitiker, ein neuer Beigeordneter oder neue Beigeordnete einziehen.
  • VonNadja Lehmann
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Bewerbungsfrist läuft bis Ende Juli – Wahl soll schon im September sein.

Burscheid. Noch den ganzen Juli haben Interessierte Zeit, ihre Bewerbung abzugeben: Die Stadt Burscheid sucht einen Beigeordneten oder eine Beigeordnete, welche(r) dann auch als allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters fungieren soll. Gesucht wird laut Stellenausschreibung jemand mit mehrjähriger Erfahrung als Führungskraft mit Budgetverantwortung, mit Erfahrungen im Bereich der öffentlichen Verwaltung, im Umgang mit politischen Gremien sowie mit Verständnis für kommunalpolitische Zusammenhänge. „Mit Beharrlichkeit, dem Blick fürs Wesentliche und Fingerspitzengefühl gelingt es Ihnen, Ihre Ziele zu erreichen“, heißt es in der Stellenausschreibung.

Es waren die sechs Burscheider Ratsfraktionen, die den Anstoß dazu gaben. Genauso, wie sie in gemeinsamer Aktion den heutigen Bürgermeister Dirk Runge als Bürgermeisterkandidaten inthronisiert hatten, formulierten sie in einem Antrag ihren Wunsch nach Besetzung der im Stellenplan noch vorhandenen Beigeordneten-Stelle. Diese hatte man im Zuge des strengen Sparkorsetts, das sich die verschuldete Stadt verordnet hatte, nur noch dem Namen nach im Stellenplan belassen und nicht besetzt. Das soll sich nun ändern.

Die sechs Fraktionen haben sich an den Bürgermeister gewandt

Mit ihrem Schreiben haben sich die Fraktionen direkt an Bürgermeister Runge gewandt. „Aktuell befindet sich die Verwaltung in einem organisatorischen Neuaufbau und in einem demografischen Wandel. Zahlreiche erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in jüngster Vergangenheit in den verdienten Ruhestand gewechselt oder werden in naher Zukunft in den Ruhestand wechseln. Hierbei geht leider auch sehr viel Fachwissen und Erfahrung verloren. Daher ist es aus Sicht der Fraktionen im Rat der Stadt wichtig, eine moderne und zukunftsfähige Verwaltung aufzustellen. Hierzu zählt auch, attraktive und verantwortungsvolle Positionen zu besetzen, um qualifiziertes Personal zu bekommen oder zu halten“, heißt es in dem Antrag.

Die Fraktionen nehmen Runge, der sich während seiner Kandidatur als „Teamplayer“ charakterisierte, beim Wort: Sie wollen, dass die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt wird. „Hierzu eignet sich ein(e) Beigeordnete(r) in besonderer Weise, da sie oder er als Wahlbeamter oder Wahlbeamtin besondere Rechte gegenüber dem Stadtrat besitzt“, begründen die sechs Fraktionsvorsitzenden.

Das letzte Wort in diesem Prozedere werden die Kommunalpolitiker haben. Denn die Wahl des oder der Beigeordneten fällt in die ausschließliche Zuständigkeit des Rates. Für acht Jahre wird der Rat den Neuen oder die Neue in sein Amt berufen.

Um gewählt werden zu können, müssen einige persönliche Voraussetzungen ebenso wie formelle und materielle Qualifikationserfordernisse erfüllt sein. Ausgehend von der Gemeindegröße der Stadt Burscheid muss neben der Erfüllung der persönlichen Voraussetzungen nach dem Landesbeamtengesetz der oder die Beigeordnete mindestens die Befähigung für die Laufbahn des gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienstes besitzen.

In der vergangenen Ratssitzung hatte Joachim Wirths (FDP) noch angefragt, ob man in der Ausschreibung explizit einen Volljuristen wünschen soll. Geht alles nach Plan, soll die Wahl im Stadtrat schon im September erfolgen. Erste Vorstellungsgespräche bei Dirk Runge sind zu Ende August geplant. Anschließend dürfen sich auch die Fraktionen vorab die Bewerbungsunterlagen ansehen.

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