BI fordert Nachdenken über Autohöfe

In Dürscheid an der Autobahn 1 am Steinweg soll hinter den Bäumchen auf der großen Wiese ein Parkplatz gebaut werden. Foto: Doro Siewert
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In Dürscheid an der Autobahn 1 am Steinweg soll hinter den Bäumchen auf der großen Wiese ein Parkplatz gebaut werden. Foto: Doro Siewert

Bürgerinitiative Dürscheid findet im Stadtrat Unterstützung für Resolution

Von Nadja Lehmann

Mit einer Resolution hat sich die Bürgerinitiative (BI) Dürscheid wieder zu Wort gemeldet: Damit wurde die BI auf der Ratssitzung am 10. September vorstellig. Ihr Wunsch: Der Rat möge beschließen, den Bund oder das Land aufzufordern, auch Autohöfe in ihre Betrachtung einzubeziehen.

„Wir halten am Thema fest“, betonte BI-Sprecher Edwin Elias. Die Dürscheider sprechen sich gegen den Bau einer Park- und WC-Anlage an der A 1 aus. Sie kritisieren den in ihren Augen zu großen Aufwand für eine verhältnismäßig kleine Anlage: „Die Kosten stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen.“

Elias ist jedoch kein sturer Verweigerer. „Lkw-Parkplätze sind uns wichtig“, sagte er auch auf der Ratssitzung. Deshalb feilt er an einem Gegenentwurf – und schlägt den Standort Köln-Niehl vor. „Dort wurde mit dem Ausbau einer weiteren Containerverladung neben Köln-Eifeltor begonnen“, berichtete er. In Niehl sieht Elias die Chance, Autohof und Containerverladung zu kombinieren. „Wir brauchen eine ganzheitliche Lösung“, sagte er.

Die dortigen Kapazitäten seien dreimal größer als die geplanten Anlagen in Leverkusen und Burscheid zusammen. „Wir brauchen für zukunftsorientierte Lösungen ein Umdenken“, sagte Edwin Elias gegenüber den Kommunalpolitikern.

Die reagierten wohlwollend – auch wenn zunächst darüber debattiert wurde, ob es sinnvoll sei, wenn darüber der alte Rat entscheide oder ob man das nicht lieber dem neu konstituierten Rat überlassen solle. „Die Sache hat es verdient, dass wir sie unterstützen“, fand Sabine Wurmbach (Grüne) klare Worte. Die Mehrheit war dann auch gegen die Vertagung und unterstützte die Resolution.

Fahrer dürfen Ruhezeiten nicht mehr im Lkw verbringen

Einen wichtigen Aspekt brachte Klaus Becker ein, der auf die Wochenend- und Ruhezeiten der Lkw-Fahrer verwies: „Diese dürfen nicht mehr im Lkw verbracht werden. Das ist europäisches Gesetz – und führt die PWC-Anlage ad absurdum.“ Das neue Gesetz verändere die ganze Situation. „Schauen Sie sich mal die kleinen Anlagen in Norddeutschland an“, wandte sich Joachim Wirths (FDP) an seine Ratskollegen. „Die sind unbeliebt und werden nicht gern angefahren.“

Das Stichwort „Überfallgefahr auf kleinen Anlagen“ griff dann wiederum Becker auf: „Stellt euch vor, die Anlage in Burscheid wird gebaut und nicht genutzt“, entwarf er ein Szenario. „Die Bemühungen der BI sollen Rückenwind bekommen“, sagte auch Dr. Hartmut Schepanski (CDU).

„Wir wollen den Prozess nicht verlangsamen, sondern im Gegenteil beschleunigen“, hob Edwin Elias hervor. „Aber dieser wichtige Lösungsansatz wurde bisher nicht aufgegriffen und verfolgt. Das aber fordern wir. Nur vernetzte Lösungen bringen uns weiter.“

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