Fördermöglichkeit kommt für Dierath noch zu früh

Das Feuerwehrhaus in Dierath ist ein Altbau mit nur geringen Möglichkeiten zur Erweiterung. Foto: Doro Siewert
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Das Feuerwehrhaus in Dierath ist ein Altbau mit nur geringen Möglichkeiten zur Erweiterung.

Stadt plant neue Feuerwache, steht damit aber noch am Anfang

Von Nadja Lehmann

Bürgermeister Stefan Caplan gilt als versierter Kenner von Förderprogrammen und hat für Burscheid viele von ihnen an Land ziehen können. Kein Wunder also, dass er im Hauptausschuss auf eine Anfrage des Bündnis für Burscheid (BfB) im Brustton der Überzeugung zu antworten wusste: „Natürlich kenne ich auch dieses Förderprogramm.“

Denn das BfB hatte vorab das Thema „Feuerwehrhaus Dierath“ aufgegriffen und hatte auf ein Förderprogramm verwiesen, das NRW-Kommunalministerin Ina Scharrenbach unter dem Titel „Feuerwehrhäuser in Dörfern 2021“ im März ins Rollen gebracht hatte. „Wichtig ist dabei, dass Ministerin Scharrenbach ankündigt, dass der Sonderaufruf »Feuerwehrhäuser in Dörfern« auch im Programmjahr 2022 das etablierte Dorferneuerungsprogramm ergänzen wird“, so BfB-Fraktionsvorsitzender Michael Baggeler in der Anfrage.

Gefördert werden demnach Feuerwehrhäuser in Orten oder Ortsteilen unter 10 000 Einwohnern. Das BfB verweist auf die Nachbarstadt Wermelskirchen, die mit einer Förderung der neuen Feuerwache Dhünn in Höhe von 250 000 Euro ausgestattet werde. Indes drängt die Zeit; das betonte Baggeler im Hauptausschuss. Denn die Antragsfrist für das Förderprogramm ende im September. Die Frage der BfB-Fraktion: Ob die Verwaltung diesbezüglich noch einen Förderantrag auf den Weg bringen wolle und könne; schließlich beabsichtige die Stadt den Bau einer neuen Wache für Dierath.

„Das wird nicht klappen“, lautete Caplans Einschätzung, und das bestätigt Amtsleiter Holger Wilke: „Das kommt für Dierath zu früh. Wir müssten mit unseren Planungen deutlich weiter sein.“ Es sei jedoch vieles noch Zukunftsmusik. „Wir haben an der Stelle kein Baurecht; der Standort ist noch nicht geklärt“, nennt Wilke Hindernisse, die noch genommen werden müssen. Dass Handlungsbedarf bestehe, sei unstrittig: „Der jetzige Standort ist ein Altbau und sehr beengt, mit keinen Erweiterungsmöglichkeiten.“

Doch für die Innenstadtwache könnte die Fördermöglichkeit greifen: „Wir planen dort eine Erweiterung“, berichtet Wilke. „Nichts Großes“, ergänzt er, aber: Die Wehr brauche vor allem einen Lagerraum. Angedacht sei dafür eine Leichtbauhalle. „Noch in diesem Jahr werden wir die Mittel beantragen“, hatte Stefan Caplan im Hauptausschuss angekündigt.

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