Flyer stellt wichtige Hilfsangebote zusammen

So sieht der Flyer „Runder Tisch: Keine Gewalt an Frauen im Rheinisch-Bergischen Kreis“ auf der ersten Seite aus. Flyer: Rheinisch-Bergischer Kreis
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So sieht der Flyer „Runder Tisch: Keine Gewalt an Frauen im Rheinisch-Bergischen Kreis“ auf der ersten Seite aus. Flyer: Rheinisch-Bergischer Kreis

Der „Runde Tisch: Keine Gewalt an Frauen im Rheinisch-Bergischen Kreis“ informiert in mehreren Sprachen

Von Katharina Birkenbeul

Der „Runde Tisch: Keine Gewalt an Frauen im Rheinisch-Bergischen Kreis“ hat einen Flyer herausgegeben. Dieser fasst Hilfsangebote, wichtige Telefonnummern und Informationen kompakt und verständlich zusammen. Der Flyer richtet sich an Frauen, die Gewalt erfahren oder von ihr bedroht sind, sowie an Außenstehende, die Gewalt beobachten. Die Informationen sind in deutscher, englischer, türkischer und arabischer Sprache abgedruckt.

„Denn häusliche Gewalt ist keine Privatsache.“

Anja Möldgen, Gleichstellungsbeauftragte des Rheinisch-Bergischen Kreises

„Wir bieten Betroffenen mit dem Flyer schnell Hilfe und sprechen gezielt auch Frauen und Männer an, die Gewalt zum Beispiel im Bekanntenkreis oder in der Nachbarschaft beobachten“, sagt Anja Möldgen, Gleichstellungsbeauftragte des Rheinisch-Bergischen Kreises und fügt hinzu: „Denn häusliche Gewalt ist keine Privatsache“.

Der neue Flyer klärt über die verschiedenen Arten von Gewalt auf. Neben sexuellen oder körperlichen Übergriffen sind zum Beispiel auch das Unterbinden sozialer Kontakte oder der Entzug finanzieller Mittel gewaltsame Handlungen. „Gewalt kommt häufiger vor, als Sie denken“, warnt der Flyer. Diese teilt sich demnach in fünf Arten auf: Die soziale Gewalt besteht darin, Kontakte zu überwachen oder zu verbieten, den Menschen zu isolieren, herabzuwürdigen, oder ihn ständig am Arbeitsplatz anzurufen.

Psychische Gewalt äußert sich im Einschüchtern, Beleidigen oder Erniedrigen. Verbot oder Zwang zu arbeiten, kein Zugang zu Geld: Das ist die finanzielle Gewalt. Sexualisierte Gewalt besteht aus Vergewaltigung, Zwang zu sexualisierten Handlungen oder das Anschauen von pornografischen Bildern und Filmen. Als Letztes wird die körperliche Gewalt aufgezählt wie festhalten, fesseln oder schlagen.

Der Handzettel steht zum kostenlosen Download zur Verfügung. Außerdem ist er bei den Vertreterinnen des Runden Tischs, bei den Gleichstellungsbeauftragten der Kommunen und des Kreises, den Fachberatungsstellen, den Jugendämtern und bei der Polizei in gedruckter Form erhältlich. Frauen, die Hilfe benötigen, können sich an die regionalen Beratungsstellen und telefonisch an die bundesweite professionelle Beratungshotline Tel. (0 80 00) 116 016 wenden. Die kostenlose Hilferufnummer ist rund um die Uhr – auch in Zeiten von Corona – erreichbar. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Rheinisch-Bergischen Kreises, www.rbk-direkt.de, unter dem Stichwort „Gleichstellung“.

Der „Runde Tisch: Keine Gewalt an Frauen im Rheinisch-Bergischen Kreis“ wurde 2003 ins Leben gerufen. Er bringt unterschiedliche Akteure zusammen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, über das Thema Gewalt an Frauen aufzuklären und die Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren. Fünf- bis sechsmal im Jahr treffen sich die Beteiligten aus dem Frauenhaus Bergisch Gladbach, den Frauenberatungsstellen, Justiz und Staatsanwaltschaft, Polizei, Opferhilfe, Jugendämtern, Kinderschutzbund und Gleichstellungsstellen.

Durch diesen Austausch werden Synergien optimal genutzt und Maßnahmen der einzelnen Organisationen – von der Prävention bis zur Begleitung und dem Schutz der Opfer – in den Kommunen kreisweit bekannt gemacht.

https://t1p.de/gaw7

Kontakt

Für den Flyer haben sich verschiedene Bereiche – darunter Frauenhäuser, Gleichstellungsstellen, Polizei, Justiz, Jugendämter, und Gesundheitswesen – miteinander vernetzt, um gemeinsam gegen häusliche Gewalt zu kämpfen. Die Frauenberatungsstelle ist unter Tel. (0 22 02) 4 26 82 zu erreichen. Auch für Männer gibt es eine Ansprechstelle: (08 00) 1 23 99 00.

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