Aktiv

Fitnessstudios locken mit Rabatten

Zu Jahresbeginn treibt es viele Menschen in die Fitnessstudios.
+
Zu Jahresbeginn treibt es viele Menschen in die Fitnessstudios.
  • VonNadja Lehmann
    schließen

Zu Jahresbeginn wollen viele etwas für die Gesundheit tun. Was bei Vertragsabschluss zu beachten ist.

Von Nadja Lehmann

Sport treiben. Dünner werden. Gesund leben. Jedes Jahr reagieren viele Menschen mit demselben Reflex und nehmen sich fest vor, jetzt aber endlich alles anders zu machen. Deshalb locken Fitnessstudios zu Jahresbeginn häufig mit Rabatten. Doch wichtig sind auf Dauer die regulären monatlichen Beiträge, und die bewegen sich zwischen zehn und mehr als 100 Euro, erklärt die Verbraucherzentrale Bergisch Gladbach. Ein Vergleich sei deshalb ratsam. Auf welche anderen Aspekte man achten sollte und welche Rechte Verbraucher bei der Kündigung haben, erklärt Carolin Semmler, Juristin bei der Verbraucherzentrale NRW.

Gut prüfen, bevor man sich bindet: Wer Mitglied in einem Fitnessstudio werden will, sollte vorher vor allem die Erreichbarkeit, die Öffnungszeiten und die Höhe der Mitgliedsbeiträge prüfen. Ein kostenloses Probetraining ist empfehlenswert. Den Vertrag unterschreibt man am besten nicht direkt vor Ort, sondern liest ihn in Ruhe zu Hause. Es lohnt sich, nach besonderen Rabatten zu fragen, zum Beispiel für Studierende, Seniorinnen und Senioren oder Mitglieder bestimmter Krankenkassen.

Die passende Vertragslaufzeit wählen: In der Regel werden Fitnessstudio-Verträge für eine feste Dauer abgeschlossen. Eine Erstlaufzeit von 24 Monaten ist zulässig und wird häufig mit einem niedrigeren Monatsbeitrag beworben. Je nach Lebenslage kann aber auch eine kürzere Laufzeit passender sein. Wer den Vertrag kündigen möchte, sollte sich frühzeitig die Kündigungsfristen notieren.

Nachträgliche Preiserhöhungen: Zurzeit erhöhen viele Fitnessstudios ihre Preise. Teilweise auch in laufenden Verträgen. Eine solche, nachträgliche Preiserhöhung ist nicht ohne weiteres möglich. Verträge sind grundsätzlich so einzuhalten, wie sie vereinbart wurden. Damit eine Preisänderung wirksam ist, muss entweder in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) klar geregelt sein, unter welchen Voraussetzungen und in welchem Umfang das Fitnessstudio den Preis anpassen darf. Viele dieser Klauseln sind zu unbestimmt formuliert und daher nicht wirksam. Oder beide Vertragsparteien müssen sich mit der Preiserhöhung einverstanden erklären, die Kunden müssen also zustimmen. Wichtig zu wissen: Kunden können den Vertrag in der Regel nicht einfach außerordentlich kündigen, nur weil das Fitnessstudio (unzulässigerweise) die Preise erhöht. Gibt es keine wirksame Preisanpassungsklausel und die Kundinnen und Kunden stimmen der Preiserhöhung auch nicht zu, dann bleibt es bei dem ursprünglich vereinbarten Preis. Beide Vertragsparteien können den Vertrag jedoch nach wie vor durch eine ordentliche Kündigung beenden.

Fristgerecht kündigen: Fitnessstudio-Verträge können zum Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit gekündigt werden. Wichtig ist jedoch, die Kündigungsfrist einzuhalten und die Kündigung so abzugeben, dass sie im Nachhinein bewiesen werden kann. Das geht zum Beispiel per Post als Einschreiben mit Rückschein. Auch eine Kündigung per Mail ist zulässig. Bei der Abgabe des Kündigungsschreibens im Fitnessstudio sollte man sich den Eingang der Kündigung quittieren lassen. Seit 1. Juli 2022 können viele Verträge zudem auf der Webseite des Anbieters über den sogenannten Kündigungsbutton beendet werden.

Mehr zu undurchsichtigen Vertragsklauseln von Fitnessstudios unter: verbraucherzentrale.nrw

Kontakt

Rechtsberatung (kostenpflichtig) gibt es unter: online unter verbraucherzentrale.nrw.

Die Verbraucherzentrale NRW in Bergisch Gladbach ist unter Tel. (0 22 02) 9 26 31 01 oder per E-Mail erreichbar.

bergisch-gladbach@verbraucherzentrale.nrw

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Sie war die Seele des Breitensports am Weidenweg
Sie war die Seele des Breitensports am Weidenweg
Sie war die Seele des Breitensports am Weidenweg
SPD-Landtagskandidat Sebastian Lemmer skizziert Schwerpunkte
SPD-Landtagskandidat Sebastian Lemmer skizziert Schwerpunkte
SPD-Landtagskandidat Sebastian Lemmer skizziert Schwerpunkte
Unfall: Frau stürzt vom Balkon
Unfall: Frau stürzt vom Balkon
Unfall: Frau stürzt vom Balkon
Grundschüler spenden mehr als 11.000 Euro
Grundschüler spenden mehr als 11.000 Euro
Grundschüler spenden mehr als 11.000 Euro

Kommentare