Lockdown

Fitnessstudios hoffen auf Eröffnung im Dezember

Bereits im Frühjahr hatte Daniela Zyball vom „Family Fitness Club“ die Zwangsschließung für Renovierungsarbeiten genutzt. Auch im November soll das Fitnessstudio umgebaut werden. Archivfoto: Matthäus Reuss
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Bereits im Frühjahr hatte Daniela Zyball vom „Family Fitness Club“ die Zwangsschließung für Renovierungsarbeiten genutzt. Auch im November soll das Fitnessstudio umgebaut werden.

Im November kann nicht trainiert werden – Teilweise werden Übungen über das Internet angeleitet.

Von Claudia Radzwill

Burscheid. Mit dem „Lockdown light“ will die Bundesregierung die Corona-Ansteckungszahlen reduzieren. Am Montag müssen auch die Fitnessstudios schließen. Nun heißt es auch für die Burscheider Studios wieder: „den Schlüssel umdrehen.“

Daniela Zyball, Inhaberin des „Family Fitness Clubs“ an der Industriestraße, hat den Lockdown im Frühjahr zur Renovierung genutzt. Der komplette Thekenbereich wurde umgebaut. Die nächsten vier Wochen will sie nun für weiteren Renovierungsarbeiten nutzen - zusammen mit ihrem Team. Und den Mitgliedern werden wieder Online-Angebote zur Verfügung gestellt - wie schon im Frühjahr.

Weitaus weniger Neumitglieder als üblich kamen im Frühsommer

Dass sie zum zweiten Mal in diesem Jahr ihr Fitnessstudio schließen muss, werde sie verkraften können, sagt sie. Sie macht sich vielmehr Sorgen um ihre Kunden. Sport wirke dem Bewegungsmangel entgegen, sei ein psychischer Ausgleich. „Wir haben einen 84-jährigen Herrn, der im Lockdown nicht kommen konnte. Das hatte bei ihm starke gesundheitliche Folgen. Seit der Öffnung am 11. Mai ist er regelmäßig dreimal in der Woche da und nutzt das Krafttraining. Ihm geht es heute wieder eindeutig besser,“ berichtet sie.

Viele Kunden seien nach dem ersten Lockdown zurückgekommen. Einige blieben aber auch fern. „Da war die Angst zu spüren. Was verständlich ist.“ Neue Kunden? „April und November sind normalerweise gute Monate, da haben wir einen großen Zuwachs an neuen Mitgliedern. Genau diese beiden Monate fehlen uns natürlich in diesem Jahr,“ sagt Daniela Zyball. Neue Gesichter gab es trotzdem - im Sommer kamen einige Mitglieder dazu.

Auch das Fitnessstudio „Sports Loft“ an der Kölner Straße in Burscheid verzeichnete in den Sommermonaten neue Anmeldungen. Darüber freut sich Geschäftsführer Roy Richter – wie auch über die Treue der Mitglieder seines Fitnessstudios nach dem ersten Lockdown. „Ich bin sehr dankbar dafür. Es gab kaum Kündigungen“, sagt er. Die Angebote im „Sports Loft“ im Kraft- und Ausdauerbereich und Dehnungs- und Bewegungskurse sind darauf ausgerichtet, Gesundheit und Bewegungsapparat zu stärken. Jetzt werden die Mitglieder zum zweiten Mal ausgebremst. Das bereitet auch Roy Richter Sorge. „Diese Übungen kann man nicht kompensieren, draußen oder im Wohnzimmer,“ sagt er.

Seit die ersten Politiker das Wort „Lockdown“ angesichts steigender Corona-Zahlen in den Mund nahmen, hatte Roy Richter mit einer erneuten Zwangsschließung gerechnet. Auch im „Sports Loft“ halten sich alle an die „AHA-Regeln“ – Abstandhalten, Hygiene und Masketragen – und man habe vielmehr Platz als anderswo. „Bei uns gilt die Abstandsregel von drei Metern - mehr als Supermarkt“, sagt er. Das gelte auch im Kursbereich, wo man sogar Markierungen am Boden angebracht habe.

„Fitnessstudios waren keine Hotspots. Da gibt es ganz andere Bereiche.“
Daniela Zyball und Roy Richter, Inhaber von Fitnessstudios

Verständnis für die pauschale Schließung haben Roy Richter und Daniela Zyball nur bedingt. Der Gesundheitsschutz sei wichtig, aber: „Fitnessstudios waren keine Hotspots. Da gibt es ganz andere Bereiche“, sagen beide. Daniela Zyball und Roy Richter hoffen nun, dass die Poilitiker ihr Versprechen halten - und sie Anfang Dezember ihre Studios wieder öffnen können.

Beiträge für das Fitnessstudio

Für die Zeit der behördlich angeordneten Schließung von Montag, 2. November, bis 30. November werden die Burscheider Fitnessstudios wieder einen fairen Ausgleich in Form von Gutscheinen oder Verrechnungen suchen. „Jedes Fitnessstudio ist nun mehr denn je auf die weitere Beitragszahlung seiner Mitglieder angewiesen. Bitte seid wie beim ersten Mal so unglaublich solidarisch“, heißt es auf der Internetseite des „Sports Loft“.

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