Ehrungen und ein Abschied

Feuerwehrchef hängt das Amt an den Nagel

Achim Lütz steht mitsamt Urkunde nochmals im Mittelpunkt: Zu seinem Abschied hatte ihn Bürgermeister Dirk Runge (hinten) gewürdigt. Gekommen waren auch Wolfgang Weiden (Kreisbrandmeister a.D.), Martin Müller-Saidowski (neuer Kreisbrandmeister) Klaus Kopisch (Wehr Burscheid), Andrea Janik und Holger Wilke (Verwaltung).
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Achim Lütz steht mitsamt Urkunde nochmals im Mittelpunkt: Zu seinem Abschied hatte ihn Bürgermeister Dirk Runge (hinten) gewürdigt. Gekommen waren auch Wolfgang Weiden (Kreisbrandmeister a.D.), Martin Müller-Saidowski (neuer Kreisbrandmeister) Klaus Kopisch (Wehr Burscheid), Andrea Janik und Holger Wilke (Verwaltung).

Nach 18 Jahren Dienst wurde Achim Lütz nun feierlich verabschiedet, er wechselt in die Ehrenabteilung – Weitere Ehrungen.

Von Sabine Naber

Burscheid. Weil der langjährige Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Achim Lütz verabschiedet wurde und es die Corona-Pandemie mit sich gebracht hatte, dass zahlreiche Ehrungen verdienter Mitglieder ausgefallen waren, hatte die Stadt dazu eingeladen, die Urkunden in einem feierlichen Rahmen im Feuerwehrgebäude an der Bürgermeister-Schmidt-Straße zu überreichen.

„Ich freue mich, dass wir die Ehrungen heute nachholen können“, betonte Klaus Kopisch, der stellvertretende Leiter der Feuerwehr, vor den Gästen und Vertretern aus Rat und Verwaltung. Nachdem Bürgermeister Dirk Runge und der zuständige Fachbereichsleiter Holger Wilke den 22 Feuerwehrleuten zu ihrem jahrzehntelangen Dienst bei der Feuerwehr gratuliert und ihnen die Urkunden ausgehändigt hatten, bedankte sich Runge bei der gesamten Wehr: „Was die Burscheider Feuerwehr ihren Bürgerinnen und Bürgern bietet, kann man auch als Rund-um-die-Uhr-vor-Ort-Service bezeichnen. Denn zu jeder Tages- und Nachtzeit bereit sein und in den vielfältigen Notsituationen zu helfen, das umschreibt Ihre verantwortungsvolle Aufgabe, die Sie ohne Gegenleistung erfüllen.“ Die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr seien weit mehr als Mitglieder eines Vereins. Sie seien Sicherheitsexperten und Gefahrenbewältiger, stünden auf Knopfdruck innerhalb weniger Minuten zur Verfügung, um oftmals komplexe Einsatzleistungen zu vollbringen. „Und das mit großem Können. Ich erinnere an dieser Stelle nur, wie Sie verlässlich und mit großer Kenntnis einen der unfallhäufigsten Autobahnabschnitte betreuen. Dafür gebührt Ihnen höchste Anerkennung.“

Fest stehe, dass die Anforderungen an die Feuerwehr in den letzten Jahren gestiegen seien, sowohl vonseiten der Ausbildung, als auch mit Blick auf die technische Ausrüstung. Ständig müssten neue Konzepte entwickelt werden, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden. Das ist der Grund dafür, dass der Brandschutzbedarfsplan regelmäßig aktualisiert werden müsse, in Burscheid sei der neue Plan im Sommer verabschiedet worden. „Er stellt fest – auch wenn er nicht explizit dafür aufgestellt wird – dass die Burscheider Wehr einen sehr hohen Leistungsstand besitzt“, lobte Runge.

Bevor der Bürgermeister Stadtbrandmeister Achim Lütz (62), der auf eigenen Wunsch aus dem Dienst entlassen wird, verabschiedete, ließ er die Vergangenheit kurz Revue passieren. Erinnerte daran, dass Lütz kurz vor seinem 15. Geburtstag in die Jugendfeuerwehr eingetreten war und drei Jahre später in die aktive Wehr gewechselt hatte. Es folgte die Ausbildung zum Oberbrandmeister, 1995 wurde er stellvertretender Löschzugführer, zwei Jahre später Hauptbrandmeister. „Wir haben immer gut zusammengearbeitet“, betonte Runge und hob Lütz´ Einsatz in der Flüchtlingskrise 2015 und bei der Hochwasserkatastrophe besonders hervor: „Sie haben vorzügliche Arbeit geleistet.“ Am 1. Juli 2006 sei es dann soweit gewesen, dass Lütz zum Stadtbrandmeister ernannt wurde. „Ich kann nur herzlichen Dank sagen für 18 Jahre Stadtbrandmeister.“ Alle Kameraden erhoben sich von ihren Plätzen, als Lütz die Urkunde entgegennahm und gleichzeitig in die Ehrenabteilung wechselte.

Ein wenig freut Achim Lütz sich, mal beruhigter durchzuschlafen

„Es ist schön, wenn man jetzt mal beruhigter durchschlafen kann. Aber mein Herz schlägt weiterhin für die Feuerwehr“, erklärte Lütz und betonte, dass nicht er alleine, sondern man im Team in der Flüchtlingskrise und der Flutkatastrophe zweimal beim Bettenaufbau eingesprungen sei. Als Leiter stünde man immer zwischen den Stühlen. Für die Feuerwehr und gegenüber Rat und Verwaltung versuche man, es allen recht zu machen. „Lasst euch nicht verbiegen“, riet er den Kameraden. Die Feuerwehr habe immer alles Benötigte bekommen. Wenn auch manchmal in abgespeckter Form.

Kreisbrandmeister a. D. Wolfgang Weiden ehrte Achim Lütz noch mit der „Ehrennadel der Sonderstufe“, für seine herausragenden Leistungen als Leiter der Feuerwehr, Ausbilder und für seinen Einsatz im Kreisfeuerwehrverband.

Ehrungen

Geehrt wurden auch Frank Fischer, Angela Seyfardt, Nils Dünnweg für 25 Jahre, Stefan Mines, Peter Tacke für 35, Ralph Lütz, Ulrich Hanke, Roger Machill, Dirk Hommer, Ulrich Herrmann, Klaus Juffern, Thomas Knipper für 50, Horst Mosbach, Friedel Widdig, Heino Vorkauf, Werner Busch, Harald Weißweiler, Günter Dreyer für 60 und Heinz Adams für 70 Jahre. Norbert Hildebrand, Ulrich Herrmann, Marian Weiss wechselten in die Ehrenabteilung.

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