Bilanz der Hochwasserschäden

„Feuerwehr und THW haben gute Hilfe geleistet“

Im Hintergrund ist der alte Rittersitz zu sehen: Kurt Lammert richtet für Gut Landscheid den Blick nach vorn. Archivfoto: Doro Siewert
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Im Hintergrund ist der alte Rittersitz zu sehen: Kurt Lammert richtet für Gut Landscheid den Blick nach vorn.

Gut Landscheid: Im Interview zieht Inhaber Kurt Lammert Bilanz der Hochwasserschäden und blickt nach vorn.

Von Stephan Eppinger

Die Hochwasserkatastrophe vor einigen Wochen hat auch Burscheid und die Region hart getroffen. Das gilt auch für das Gut Landscheid mit seinem Restaurant und dem Hotel. Inhaber Kurt Lammert berichtet im Interview über die Schäden und seine Pläne für die Erweiterungen rund um das alte Rittergut.

Wie ist im Moment die Situation auf Gut Landscheid?

Kurt Lammert: Nachdem uns schon die Pandemie hart getroffen hat, wurden wir nun auch vom Hochwasser massiv erwischt. Das gesamte Untergeschoss sowie Teile des Erdgeschosses standen unter Wasser. Die Heizung ist genauso zerstört wie die Kühl- und Lagerräume sowie unser schöner Weinkeller. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk haben bei uns in der gesamten Nacht gute Hilfe geleistet, und wir sind froh, dass bei der Hochwasserkatastrophe keine Menschen zu Schaden gekommen sind. Zumindest von außen sehen die Gebäude inzwischen schon wieder fast normal aus.

„Zumindest von außen sehen die Gebäude inzwischen schon wieder fast normal aus.“

Kurt Lammert

Was passiert aktuell, um die Schäden zu beheben?

Lammert: Noch immer sind die Trockner im Einsatz und die letzten Prüfungen bezüglich der Schadstoffbelastung bei den Böden und des Estrichs laufen. Danach können wir endlich mit der Renovierung starten. Das bedeutet, dass wir auch neue Möbel anschaffen müssen, da die schönen alten Möbel ein Opfer der Flut geworden sind. Das Restaurant ist aktuell geschlossen, möglich ist nur der Tagungsbetrieb und die Arbeit in der Tagesklinik.

Wie hoch sind die Schäden?

Lammert: Diese liegen zwischen 500 000 und 600 000 Euro. Zum Glück sind wir gut versichert. Da müssen wir keine allzu großen Sorgen haben.

„Mit der erweiterten Golfanlage entsteht der Landscheider Park.“

Kurt Lammert

Wie sind die Aussichten?

Lammert: Unsere Mannschaft ist komplett an Bord geblieben. Für die Erweiterung durch die Gastronomie in der neuen Eventscheune wird das Küchenpersonal entsprechend angepasst. Die Eventscheune ist fast fertig und war zum Glück vom Hochwasser nicht betroffen. Sie bietet vor allem Wanderern, Radfahrern und Familien im Innen- und Außenbereich mehr Platz und eine ganz neue Möglichkeit, bei uns einzukehren. Im Gebäude wird es eine eigene Küche geben. Die Sitzgelegenheiten draußen sind teils auch überdacht. Mitte September kommen noch sechs Alpakas hinzu, unsere neue Attraktion auf Gut Landscheid. Geplant sind hier auch Touren mit den Tieren.

Waren die neuen Anbauten auch von der Flut betroffen?

Lammert: Ja, in einem Gebäude hat es das Erdgeschoss und den Keller erwischt, das hat uns beim Umbau stark zurückgeworfen. Wir waren mit den Arbeiten fast schon fertig. Das andere Gebäude hat keinen Keller, da war aber auch das Erdgeschoss vom Hochwasser betroffen. Insgesamt investieren wir fast 700 000 Euro. Mit der neuen, erweiterten Golfanlage, die am 13. September mit einem Benefizturnier mit regionalen Profis eröffnet wird, entsteht der Landscheider Park, ein Naturerlebnispark, der gerade Menschen, die nur die Großstadt kennen, begeistern dürfte. Zum Gut Landscheid gehören auch sieben Hektar Wald und Wiese, die man schön erwandern kann. Auf dem Gelände gibt es dann verschiedene Bereiche, wo man sich aufhalten und die Natur genießen kann. Beim Hotel erweitern wir durch die künftige Nutzung der Anbauten die Zahl der Zimmer von 18 auf 27.

Hintergrund

Das schwere Unwetter in der Nacht zum 15. Juli hat auch im Hotel-Restaurant Gut Landscheid erhebliche Hochwasserschäden verursacht. Im Untergeschoss zerstörten die Wassermassen die Heizung und den Weinkeller mit den angrenzenden Räumen. Sie sind nicht nutzbar. Die Geschäftsführung sah sich gezwungen, den Betrieb des Restaurants bis auf weiteres einzustellen.

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