Feiertage: Taxifahrer hoffen auf gute Geschäfte

Weihnachten wird für Taxifahrer diesmal vermutlich kein großes Geschäft. Archivfoto: up
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Weihnachten wird für Taxifahrer diesmal vermutlich kein großes Geschäft. Archivfoto: up

Nachfrage ist seit dem Lockdown wieder eingebrochen

Von Jennifer Preuß

Enzo Volpe setzt große Hoffnungen in die Feiertage. Während andere mit ihren Liebsten am Gabentisch sitzen, sind er und seine Kollegen in Rufbereitschaft. „An Weihnachten und Silvester stehen wir 24 Stunden am Tag bereit“, sagt der Inhaber der Taxi Kos GmbH Enzo Volpe. Vergangenes Jahr schwärmten an den Feiertagen noch zehn Taxen von der Industriestraße aus. Das Pflichtfahrgebiet ist Burscheid. Blecher, Witzhelden und Leichlingen kommen je nach Bedarf noch hinzu.

Wie Weihnachten 2020 aus Sicht der Taxifahrer sein wird, ist noch nicht abzusehen. Die Kontaktbeschränkungen, die auch zum Fest gelten, werden sich aller Wahrscheinlichkeit nach in der Nachfrage niederschlagen, schätzt Enzo Volpe. „Sonst war Weihnachten für Taxifahrer immer ein dickes Geschäft.“

Die Corona-Krise hat seinem Unternehmen stark zugesetzt. Messefahrten fallen komplett weg. Zum Flughafen will dieses Jahr auch kaum jemand. Sonst waren es täglich rund fünf Fahrten zum Airport. Seit März wollte keiner von Volpes Kunden mehr dorthin. Seitdem die Restaurants wieder geschlossen sind, ist die Nachfrage nach Taxifahrten erneut eingebrochen. Planungssicherheit gebe es aktuell gar keine mehr, sagt Enzo Volpe. „Nachts ist alles eingebrochen.“ Abends bietet er jenseits der Feiertage von Sonntag bis Donnerstag keine Fahrten mehr an. Es lohne sich seit März einfach nicht, in den Abendstunden das Telefon zu besetzen. Um 22 Uhr kehren die Taxen daher zur Zentrale an der Industriestraße zurück. Dann ist für den Tag Schluss.

Werktags fallen noch ein paar Aufträge an. Ein wichtiges Standbein sind die Begeh- und Krankenfahrten geworden. Außerdem betreibt Taxi Kos einen Taxi-Bus, der zwischen Hilgen und Burscheid pendelt. Für den Infektionsschutz hat der Unternehmer Vorkehrungen getroffen. Masken, Handschuhe und Desinfektionssprays liegen in jedem Fahrzeug bereit. „Wir säubern die Sitzflächen, Griffe und Gurte. Außerdem lüften wir viel“, sagt Volpe.

Harte Zeit: Mitarbeitern musste gekündigt werden

Auch personell hat Enzo Volpe Konsequenzen gezogen. Ursprünglich zählte das Team von Taxi Kos 35 Mitarbeiter. Nur noch für 16 von ihnen ist Arbeit da, den Übrigen wurde gekündigt. Auch auf Kurzarbeit greift Taxi Kos zurück. Bei weiteren staatlichen Hilfen ist der Geschäftsmann zurückhaltend. Geld zu bekommen, das später zurückzuzahlen ist, sei keine Hilfe. Er will mit seinem Unternehmen Taxi Kos einfach durchhalten und optimistisch bleiben.

„Wir hoffen, dass wir im März wieder durchstarten können, wenn es mit den Impfungen losgeht“, sagt Enzo Volpe. Er leitet nun seit vier Jahren das Burscheider Taxiunternehmen Taxi Kos. Vorher betrieb er eine Kneipe. Wenn er in der Gastronomie geblieben wäre, hätte er die Corona-Krise auch irgendwie geschafft, sagt Volpe. Irgendwie müsse es ja weitergehen.

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