Die Fassade wird auch 2020 zum Adventskalender

So sah es im vergangenen Jahr aus: Die Balkone des Luchtenberg-Richartz-Haus waren ein einziger Adventskalender. Das ist auch 2020 so. Archivfoto: Nadja Lehmann
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So sah es im vergangenen Jahr aus: Die Balkone des Luchtenberg-Richartz-Haus waren ein einziger Adventskalender. Das ist auch 2020 so. Archivfoto: Nadja Lehmann

Die Adventszeit ist im Luchtenberg-Richartz-Haus anders als sonst – ein kleiner Rückblick auf eine Zeit ohne Pandemie

Von Nadja Lehmann

Ein wenig wehmütig sind sie doch auf der Schützeneich: Seit nun acht Jahren laden das Evangelische Altenzentrum als Nachbarschaftszentrum und der Freundes- und Förderverein Luchtenberg-Richartz-Haus am Samstag vor dem ersten Advent zum Adventsmarkt auf der Schützeneich ein. Doch 2020 ist alles anders. Die neunte Auflage muss sich noch ein Jahr gedulden. „Mit einem Rückblick auf die vergangenen Adventsmärkte möchten wir trotzdem die Adventszeit einläuten und allen ein gesegnetes und vor allem gesundes Jahresende wünschen“, sagt Martina Boden, die sich als Quartiermanagerin ums Altenheim kümmert.

An Ständen vorbeischlendern, schauen, staunen und stöbern gehört wie zu jedem Weihnachtsmarkt auch zum Adventsmarkt auf der Schützeneich. Neben dem hauseigenen Handarbeitskreis laden stets unterschiedliche Burscheider Organisationen, Vereine sowie Privatpersonen und Gewerbetreibende vor und im Altenzentrum zum Bummeln ein: Schmuck, Taschen und Patchwork sowie Gestricktes und Gehäkeltes wie Mützen und Schals, Socken, Stulpen, Decken und anderes Wärmendes an kalten Wintertagen, Weihnachtsgebäck und Honig sowie Kerzen. Die meisten Aussteller kommen schon seit vielen Jahren, einige sind sogar von Beginn an dabei. „Wir freuen uns über diese Verbundenheit“, sagt Boden.

Stöbern allein ist aber auch nicht alles. Ein abwechslungsreiches Programm mit Musik und Tanz sorgt für Unterhaltung beim Verweilen. Und ein Teil der Musiker zog auch immer über die Wohnbereiche, um bettlägerige Bewohnerinnen und Bewohner musikalischen Genuss zu bescheren.

Über die Jahre haben sich auch besondere Attraktionen angesammelt: Ein paar Mal war der Nikolaus zu Gast, 2013 hatte er sogar sein „Elch-Pony“ mitgebracht. Im Jahr 2014 gab es eine Kunst-Auktion mit Werken von Künstlern aus der Region. Und im vergangenen Jahr zogen Greifvögel ihre Kreise um das Altenzentrum. Zu einem guten Adventsmarkt gehört natürlich auch leckeres Essen. Die Küche des Luchtenberg-Richartz-Haus versorgte stets mit leckeren Köstlichkeiten: Als Renner hat sich aber der klassische Grünkohl herausgestellt.

Erlös kommt den Bewohnern zugute

Der Erlös des Adventsmarktes geht an den Freundes- und Förderverein Luchtenberg-Richartz-Haus und kommt damit den Bewohnern zugute. Entstanden ist die Idee aus der Mitarbeiterschaft des Evangelischen Altenzentrums. Sie riefen den Adventsmarkt ins Leben und richteten sich ausdrücklich nicht nur an die Bewohner, sondern an alle Burscheider. „Wir hoffen, dass wir im nächsten Jahr wieder zum Adventsmarkt auf der Schützeneich einladen können“, sagt Boden. Lange hatte man gehofft, einen abgespeckten Basar nur für die Bewohner anbieten zu können, einige Aussteller hatten auch ihre Bereitschaft dazu erklärt: Der zweite Lockdown verhinderte dies.

Im Luchtenberg-Richartz-Haus wird aber natürlich trotzdem die Adventszeit eingeläutet – mit dem Adventskalender an der Fassade. An dieser ist wieder der große Adventskalender zu sehen. Hinter den großen Türchen mit den Nummern 1 bis 24 verbergen sich Holztafeln, die schon vor Jahren von den Bewohnern sowie Mitarbeitern des Hauses mit weihnachtlichen Motiven bemalt worden sind. Jeweils zwei Türchen sind an einem Geländer von Bewohnerfenstern angebracht. Mal ergeben beide Hälften ein großes Bild, mal verstecken sich einzelne Bilder dahinter. Zwar gibt es keine Veranstaltungen, Angucken ist aber auch in Corona-Zeiten gerne erlaubt.

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