Fahne fordert Leben ohne Gewalt

Für ein freies Leben: Dirk Runge und Silke Riemscheid stehen links von der Fahne, Stella Ignatz und Christine Warning rechts. Foto: Frauen-Zimmer
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Für ein freies Leben: Dirk Runge und Silke Riemscheid stehen links von der Fahne, Stella Ignatz und Christine Warning rechts.

Frauen-Zimmer erinnert an Gedenktag für Frauen

Von Nadja Lehmann

Die Fahne weht. Alljährlich wird mit dem internationalen Gedenktag gegen Gewalt an Frauen, von Terre des Femmes ins Leben gerufen, das öffentliche Interesse Ende November auf die Gewalt gegen Frauen gelenkt. Als dementsprechendes Zeichen wurde in allen Städten und Gemeinden des Rheinisch-Bergischen Kreises die blaue Fahne „für ein freies Frauenleben“ gehisst.

Zusätzlich sind an einigen Plätzen in den Gemeinden orangefarbene Bänke mit der Aufschrift: „Kein Platz für Gewalt gegen Frauen“ platziert worden. Das teilt Christine Warning von der Frauenberatung Frauen-Zimmer e.V. in Burscheid, der Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt im Rheinisch-Bergischen Kreis, mit.

Bänke sollen ein Zeichen setzen

Auch diese Bänke sollen ein sichtbares Zeichen setzen. Im benachbarten Leichlingen stand diese Bank einige Tage auf dem Marktplatz, und die Fahne wurde von den Mitarbeiterinnen des Frauen-Zimmers e.V., Antje Winterscheidt und Christine Warning, gemeinsam mit Bürgermeister Frank Steffes und der Gleichstellungsbeauftragten Nadja Kischka-Wellhäuser gehisst.

In Burscheid ist die Bank derzeit vor dem Rathaus platziert und steht ab nächstem Donnerstag, 2. Dezember, im Bereich der Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt an der Höhestraße 76.

Am Fahnenmast weht die blaue Fahne für ein freies Leben ohne Gewalt. Beim Hissen waren der geschäftsführende Bürgermeister Dirk Runge, die stellvertretende Bürgermeisterin Stella Ignatz sowie Silke Riemscheid vom Treffpunkt Ehrenamt und die Mitarbeiterinnen des Frauen-Zimmers e.V., Anja Haussels, Christine Warning und interessierte Bürgerinnen und Bürger anwesend. Anschließend diskutierten die Anwesenden über die neuen Zahlen von Gewalt in (Ex-)Partnerschaften für das Jahr 2020, die aktuell vom Bundeskriminalamt veröffentlicht wurden.

Die Zahl der getöteten Frauen ist auf 139 gestiegen

Die Zahl der durch (ehemalige) Partner getötete Frauen ist auf 139 gestiegen. Im vergangenen Jahr zählte man rund 148 000 Opfer im Bereich Partnerschaftsgewalt. „Die Dunkelziffer ist dabei nicht berücksichtigt und vermutlich ungleich höher“, sagt Warning.

Passend zum Thema hat die Frauenberatungsstelle eine neue Selbsthilfegruppe ins Leben gerufen. Sie wendet sich an Frauen, die sich in einer emotional abhängigen Beziehung befinden, oder diese bereits verlassen haben.

Die Gruppe trifft sich regelmäßig in der Beratungsstelle

Das Angebot richtet sich an Frauen, die Gewalt in ihrer Liebesbeziehung erleiden, sich von ihrem Partner entwertet, kontrolliert und manipuliert fühlen. An Frauen, die sich aus einer solchen Partnerschaft nicht lösen können, sozial isoliert oder finanziell abhängig sind und auch an Frauen, die Angst vor ihrem Partner haben. Den betroffenen Frauen soll die Möglichkeit gegeben werden, miteinander über das Erlebte zu sprechen, sich auszutauschen und über eine gemeinsame Bewältigung wieder in ein selbstbestimmtes und gewaltfreies Leben zu finden. Die Gruppe trifft sich regelmäßig in den Räumlichkeiten der Beratungsstelle in Burscheid.

Die Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt Frauen-Zimmer in Burscheid berät Frauen und Mädchen ab 14 Jahren. Betroffene und deren Bezugspersonen können sich vertrauensvoll an die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle wenden. Die Beratung ist kostenfrei und anonym.

Weitere Informationen unter Tel. (0 21 74) 10 47 sowie per E-Mail und online.

team@frauenberatung-burscheid.de

www.frauenberatung-burscheid.de

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