Ferienaktion

„Extrazeit“ macht Grundschülern sehr viel Spaß

Am Freitag steuerten die Ferienkinder aus der Ernst-Moritz-Arndt-Schule die sogenannten Bee-Bots mittels Programmierung über das Straßenbild auf dem Boden. Unterstützung erhielten die Grundschüler dabei von Betreuerin Anna Jalunin. Foto: Jutta Schreiber-Lenz
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Am Freitag steuerten die Ferienkinder aus der Ernst-Moritz-Arndt-Schule die sogenannten Bee-Bots mittels Programmierung über das Straßenbild auf dem Boden. Unterstützung erhielten die Grundschüler dabei von Betreuerin Anna Jalunin.

Spielen, lernen, toben: Ferienprogramm soll nach Corona-Einschränkungen die soziale Kompetenz fördern

Von Jutta Schreiber-Lenz

Burscheid. Die beiden Bee-Bots suchten sich am Freitagmorgen auf dem großflächigen Straßennetz ihre Wege. Sechs Kinder steuerten diese kleinen Roboter in Bienenform via Programmierung konzentriert durch das auf ein Spielbrett aufgemalte Straßenbild, angeleitet von Anna Jalunin, einer Praktikantin, die das sechsköpfige OGS-Team unterstützte.

Mit Gleichaltrigen spielen, basteln, sich im Freien bewegen oder kleine Ausflüge zur Eisdiele oder eine Entdeckungsreise durch den Wald standen während der „Extrazeit“ der drei Burscheider Grundschulen bei den teilnehmenden Kindern hoch im Kurs.

„Wir haben versucht, eine gute Balance zwischen Lernangeboten und Freizeit hinzukriegen, und das hat wunderbar funktioniert.“

Sabine Birken, Betreuerin

Das Ferienangebot von Montanus-Schule, Grundschule Dierath und Ernst-Moritz-Arndt Schule (EMA) war ein voller Erfolg, sagte Sabine Birken, eine der Betreuerinnen, die sich während der vier Tage um die Kinder kümmerten. „Wir haben versucht, eine gute Balance zwischen Lernangeboten und Freizeit hinzukriegen, und das hat wunderbar funktioniert.“

Aufgeteilt in drei Gruppen – jede Grundschule blieb für sich - genossen die Kinder die unterschiedlichen Angebote. Fußball kicken ging immer, so wie überhaupt in der sonnigen Woche das Draußensein auf Platz eins der Beliebtheitsskala stand. Unter Anleitung von Lehrerin Lena Häbel entstanden zum Beispiel an einem Tisch im Freien witzige Monster aus Wolle. Die Ausgestaltung fiel dabei sehr individuell aus. Mal trug einer der weichen Wichte knallblaue Federn an den aus Pfeifenreiniger modellierten Fühlern, mal glotzten extrem große Plastik- Kulleraugen neugierig in die Welt hinaus. Die Bastelei habe sowohl Mädchen als auch Jungs Spaß gemacht, sagte Häbel. Besonders die schwimmenden Raupen aus Strohhalm-Stücken, die sich in einem mit Wasser gefüllten, geschlossenen Kunststoffbehälter tummelten, seien ein Erfolgsschlager gewesen, sagte Sabine Birken.

Das Hauptanliegen des Projekts sei es gewesen, die spürbaren Corona-Defizite aufzufangen und ein Stück weit zu kompensieren. Wobei sie mit Defizite tatsächlich weniger nachzuholenden Schulstoff meinte, sondern soziale Aspekte. „Die Pandemie hat bei vielen Kindern dahingehend Spuren hinterlassen, dass nun schlichtweg geübt werden muss über einen längeren Zeitraum am Stück mit anderen zusammen zu sein“, sagte die OGS-Fachfrau der Ernst-Moritz-Arndt-Schule.

Kinder machen alles gemeinsam

Manche Kinder hätten sich spürbar durch die lange Isolation in sich selbst zurückgezogen. Zu erleben, wie sehr die teilnehmenden Kinder während der gemeinsamen Ferientage von morgens bis nachmittags aufgetaut und aufgeblüht seien, sei wunderbar, betonte Birken.

Ankunftszeit war zwischen acht und neun Uhr morgens, an die sich ein gemeinsames Frühstück anschloss. Spiel- und Bastelangebote, aber auch gemeinsames Lesen und auch die Lernzeit schlossen sich bis zum gemeinsamen Mittagessen an und „danach haben wir innerhalb der Gruppen ein Außenprogramm gehabt, zum Beispiel einen Spaziergang zur Eisdiele oder zum Bolzplatz, ein Besuch bei den Hühnern meiner Kollegin in deren Zuhause oder einen Ausflug in den Wald“, berichtete Sabine Birken. So seien die vier Tage der zweiten Osterferienwoche wie im Flug vergangen, sowohl für die Kinder als auch für die Erwachsenen.

Das Ferienprojekt „Extrazeit“ der drei Burscheider Grundschulen war für die Kinder und deren Eltern gebührenfrei, lediglich Kosten für die Verpflegung mussten von den Erziehungsberechtigten getragen werden.

Förderung

Das Ferienprogramm der drei Burscheider Grundschulen fand unter dem Dach des Förderprogramms „Extrazeit“ des Landes NRW statt. Damit fördert die Landesregierung seit dem Frühjahr außerschulische Bildungs- und Betreuungsangebote, um Lern- und Entwicklungsrückstände bei den Schülern und Schülerinnen aufzuholen.

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