Es gibt im Kreis wieder deutlich mehr freie Stellen

Die Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach hat ihre neuesten Zahlen veröffentlicht. Archivfoto: Julian Stratenschulte, dpa
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Die Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach hat ihre neuesten Zahlen veröffentlicht. Archivfoto: Julian Stratenschulte, dpa

Arbeitsagentur Bergisch Gladbach legt Zahlen für Juni vor

Von Nadja Lehmann

Der positive Trend hält auch im Juni an; die Arbeitslosigkeit sinkt: Das zeigen die neuen Zahlen der Arbeitsagentur Bergisch Gladbach, die auch für Burscheid und Wermelskirchen zuständig ist.

„Die Belebung des Arbeitsmarkts im Agenturbezirk Bergisch Gladbach setzt sich fort. Im Juni 2021 ist die Zahl der Arbeitslosen im gesamten Agenturbezirk deutlich gesunken. Diese positive Entwicklung spiegelt sich im gesamten Agenturbezirk und in den einzelnen Kreisen wider“, erklärt Nicole Jordy, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach.

„Die Arbeitslosenquote ist auf 6,3  Prozent gesunken.“

Nicole Jordy von der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach

„Hinzu kommt, dass sich weniger Personen neu arbeitslos gemeldet haben. Dementsprechend ist die Arbeitslosenquote auf 6,3 Prozent gesunken. Die Zahl der Personen, die eine neue Arbeitsstelle aufnehmen, ist zwar im Juni 2021 ganz leicht gesunken, bleibt aber im Vergleich zum Vorjahresmonat auf einem konstant hohen Niveau. Auch die weiterhin hohe Nachfrage nach Arbeitskräften mit mehr als 1 500 neuen offenen Stellen im Juni und insgesamt über 5 000 Stellen im Bestand unterstreicht den Aufwärtstrend und lässt uns optimistisch in die zweite Jahreshälfte blicken.“ Im Juni haben sich im Bezirk der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach 3 417 Personen arbeitslos gemeldet – das sind 298 oder 8 Prozent weniger als im Vormonat. 1 279 davon hatten ihren Arbeitsplatz auf dem so genannten ersten Arbeitsmarkt verloren.

Dies ist bei den Zugängen aus Erwerbstätigkeit ein Minus von 263 Personen oder 17,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat oder ein Minus von 245 Personen oder 16,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Abgemeldet aus der Arbeitslosigkeit haben sich im Juni 3 775 Personen. Dies sind 469 oder 11,1 Prozent weniger als im Vormonat. 1 364 davon konnten eine Erwerbstätigkeit auf dem 1. Arbeitsmarkt aufnehmen; das sind 139 Personen oder 9,2 Prozent weniger als im Vormonat und 377 oder 38,2 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Arbeitslosenzahl insgesamt betrug 24 448 Personen. Dies sind 341 oder 1,4 Prozent weniger als im Vormonat und 2 382 oder 8,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote beträgt 6,3 Prozent. Im Vorjahr lag sie bei 6,9 Prozent.

Die Pandemie hat Folgen: Laut aktuellem Datenstand für Mai sind im Agenturbezirk insgesamt 90 Anzeigen auf Kurzarbeit für rund 1 730 Personen eingegangen, das sind 22 Anzeigen mehr als im Monat zuvor. Die Arbeitsagentur kann die Daten nur mit Verzögerung erfassen, denn sie erfordern eine Wartezeit von sechs Monaten. Die Arbeitgeber haben bis zu drei Monate Zeit, den Abrechnungsantrag zu stellen. Nun stehen den Agenturen für Arbeit Daten über die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit im Dezember 2020 zur Verfügung. In dem Monat lag der Arbeitsausfall für Personen in Kurzarbeit bei durchschnittlich 44 Prozent. Im Dezember 2020 haben im Agenturbezirk insgesamt 2 973 Betriebe für 16 760 Personen Kurzarbeitergeld beantragt. Das waren 187 Kurzarbeitende mehr als im Monat zuvor. Besonders stark betroffen war das Gastgewerbe mit 539 Betrieben, gefolgt von sonstigen Dienstleistungen mit 393 Betrieben. Das Schlusslicht bildet die Kultur mit 137 Betrieben.

Rheinisch-Bergischer Kreis

Mit 1 272 Arbeitslosmeldungen und 1 381 Abmeldungen sank im Rheinisch-Bergischen Kreis die Arbeitslosigkeit auf 9 310 (- 118 Arbeitslose, - 1,3 Prozent). Das sind 369 Arbeitslose (3,8 Prozent) weniger als im Vorjahr. Im Mai wurden in Rhein-Berg insgesamt 31 Anzeigen auf Kurzarbeitergeld für 182 Personen bearbeitet. 1 213 Betriebe hatten im Dezember für 5 591 Personen Kurzarbeitergeld beantragt. Im Juni meldeten die rheinisch-bergischen Arbeitgeber 433 freie Stellen – 14 mehr als im Vormonat und 194 mehr als im Vorjahr. Damit gibt es derzeit 1 451 freie Arbeitsstellen im Kreis – 420 Stellen bzw. 40,7 Prozent mehr als im Vorjahr.

„Im Rheinisch-Bergischen Kreis ist die Zahl der Arbeitslosen in diesem Monat signifikant gesunken und liegt zudem deutlich unter den Werten für Juni 2020“, erklärt Nicole Jordy. „Ebenso erfreulich ist, dass sich im Vergleich zum Vormonat deutlich weniger Personen arbeitslos melden mussten. Fast 500 Personen haben einen neuen Arbeitsplatz auf dem ersten Arbeitsmarkt gefunden, was die Zahl aus dem Vormonat bestätigt. Die gemeldete Zahl der offenen Arbeitsstellen ist auch in diesem Monat im Vergleich zu Mai 2021 und zu Juni 2020 gestiegen und rundet die positiven Entwicklungen im Rheinisch-Bergischen Kreis ab.“

Burscheid und Wermelskirchen

In Burscheid hatten im Juni 709 Menschen keinen Job (Mai: 724). Mit Blick aufs Vorjahr hat sich nicht viel verändert.

1 018 Wermelskirchener waren im Juni ohne Arbeit; etwas weniger als im Vormonat, da hatten 1 038 Menschen keinen Job. Im Juni 2020 waren es 1 135 Personen gewesen.

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