Tierliebe

Erst Begleithundprüfung – dann Hundesport

Mitglieder im Gebrauchshundeverein: Trainerin Anita Edelmann, Chips und Ute Jakobs.
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Mitglieder im Gebrauchshundeverein: Trainerin Anita Edelmann, Chips und Ute Jakobs.
  • Susanne Koch
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Gebrauchshundeverein hat 50 Mitglieder – Sie bieten Welpengruppen und Hundesport an.

Von Susanne Koch

Mit einem Leckerli wird Chips belohnt. Der Rüde hat gerade eine Runde Hoopers hingelegt. Und alles richtig gemacht. Hoopers ist eine Sportart für Mensch und Hund. „Der Vorteil ist: auch ältere Menschen oder Menschen mit Handicap können ihn ohne Probleme mit ihrem Hund durchführen“, sagt Anita Edelmann, Trainerin für diese Hundesportart. „Denn der Mensch bleibt immer am selben Fleck stehen und gibt dem Tier durch seine Körperhaltung und durch Befehle wie ,Go . . ., Außen. . . , Zu. . . oder Weg. . . ' zu verstehen, wie der Hund laufen muss.“ Auch behinderte Hunde könnten an dem Training teilnehmen. „Das ist der Vorteil von Hoopers gegenüber Agility.“

Anita Edelmann trainiert immer gleichzeitig zwei Paare. „Dadurch bleibt es ruhig auf dem Platz“, sagt sie. „Denn die Tiere müssen hochkonzentriert sein und dürfen sich nicht ablenken lassen.“ Sie bereite den Hooper-Parcour vor. „Junghunde müssen erst einmal an diesen Hundesport herangeführt werden“, sagt sie. „Während ältere Hunde, die bereits eine Begleithundprüfung absolviert haben, schon ganz andere Strecken und Hindernisse überwinden.“

Der Gebrauchshundeverein wurde in Burscheid 1959 gegründet. Heute hat er 50 Mitglieder. Der Trainingsplatz liegt etwas oberhalb der Thielenmühle. „Unsere Aufgabe ist es, Mensch und Hund zusammenzubringen“, sagt Ute Jakobs, die auch im Verein mitarbeitet. Sie trainiert Welpen und Junghunde, bietet die Hundesportart Agility an und springt ein, wenn jemand bei der Unterordnung fehlt. „Unterordnung ist die Voraussetzung der Begleithundeprüfung“, sagt sie. „Alle Hundesportarten funktionieren nur, wenn der Hund dem Mensch auch wirklich folgt. Natürlich auch beim normalen Umgang zwischen Mensch und Tier.“

„Unsere Aufgabe ist es, Mensch und Hund zusammenzubringen.“

Ute Jakobs, Trainerin

Der Hundeplatz des Gebrauchshundeverein Burscheid hat die Größe, um dort einen Hooper-Parcour oder auch einen Agility-Parcour aufzubauen. So, dass die Tiere genügend Platz haben, um dort mit großer Geschwindigkeit um die Ecken zu flitzen. „Der Platz muss aber auch so groß sein, dass wir hier mit einer Gruppe Welpen arbeiten können“, sagt Anita Edelmann, „oder auch mit Junghunden.“ Den Hooper-Parcour hat sie heute mit Bögen (Hoops), mit einem Tunnel, mit Zäunen (Gates) und Tonnen (Barrels) gestaltet. „Wichtig ist, dass die Hunde den Parcour möglichst fehlerfrei laufen“, sagt sie. „Und das, obwohl Ute Jakobs, die Chip dirigiert, und Stephan Wildauer, der den neun Monate alten, noch sehr springfreudigen Hund Bentley führt, die ganze Zeit auf einem Fleck stehen.“ Die Hunde müssen am Start warten. Das „Bleib“ von Ute Jakobs wirkt bei Chip erst beim dritten Mal. Dann startet er erst auf ihr Signal: „Go.“

Neben dem Platz ist das Vereinsheim gebraucht, mit einer großen Außenterrasse, die einen guten Blick auf den Hundeplatz ermöglicht. „Hier haben wir Platz, um und zu treffen“, sagt Anita Edelmann, „und einen Kaffee zu trinken und Plätzchen zu knabbern.“

Die erste Vorsitzende des Gebrauchshundevereins Burscheid ist Karina Kacmarcyk-Schroer. Sie erzählt, dass im Verein alle Hundebesitzer willkommen sind. „Und wir suchen noch Menschen, die Lust haben, Hunde zu trainieren.“

In der Welpengruppe versuchen die Trainer die ersten Grundbegriffe der Erziehung wie „Hier“, „Sitz“ und „Platz“ zu vermitteln. „Der Hund lernt in der Welpengruppe verschiedenste Umwelteinflüsse kennen“, sagt die erste Vorsitzende. „Im Welpenauslauf befinden sich zahlreiche Spielgeräte, ein Bällebad, ein Planschbecken, Raschelvorhang und andere kleine Herausforderungen. So können die Welpen lernen, auf die verschiedensten Dinge zu reagieren.“

Wer einen älteren Hund erwirbt, ist vielleicht im Basiskurs mit ihm am besten aufgehoben. „Hier werden alle Kommandos, die in der Unterordnung trainiert werden, geübt“, sagt Ute Jakobs. „Im Basiskurs wird auch immer mit mehreren Hunden trainiert, so dass immer Ablenkung gegenwärtig ist.“

Kontakt

Kaczmarcyk-Schroer, Karina , 1. Vorsitzende, ( 0 21 74)-63 13 4 0 oder 1 72-6 05 03 90.

Trainingszeiten: Samstag: Welpengruppe von 14 bis 15 Uhr, Junghundegruppe von 15.30 bis 16.30 Uhr, Basisgruppe von 14 bis 15 Uhr, Unterordnung ab 14 Uhr, Flyball von 10 Uhr bis 14 Uhr, THS/ Hoopers (im Wechsel) ab ca. 15 Uhr, im Anschluss an die Unterordnung. Dienstag: Unterordnung ab 17 Uhr, Flyball ab ca. 19 Uhr, Donnerstag: Agility ab ca. 17 Uhr.

www.ghvburscheid.de

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