Kulturbadehaus

Entwässerungsanlage soll die Kosten senken

Liegt derzeit coronabedingt im Dornröschenschlaf – doch rund ums Kulturbadehaus soll sich viel tun. Foto: Nadja Lehmann
+
Liegt derzeit coronabedingt im Dornröschenschlaf – doch rund ums Kulturbadehaus soll sich viel tun.

Niederschlag wird zurückgeführt – TWB-Verwaltungsrat stimmt Maßnahme rund ums Kulturbadehaus zu.

Von Nadja Lehmann

Burscheid. Das Areal rund um das Kulturbadehaus soll schöner werden. So sieht es das Integrierte Entwicklungs- und Handlungskonzept 2025 vor. Damit verbunden sind aber auch ganz handfeste Maßnahmen, für die es sogar auf die Dächer und unter die Erde geht, nämlich zur Entwässerung. Am Mittwochabend gab der Verwaltungsrat der Technischen Werke Burscheid (TWB) einstimmig grünes Licht für eine Kostenbeteiligung von rund 37 000 Euro, um eine neue Entwässerungsanlage zu errichten.

Vor allem die Frage der Wirtschaftlichkeit hatte im Mittelpunkt gestanden und den Ausschlag gegeben. „Ist es sinnvoll, das Geld auszugeben? Diese Frage müssen wir beantworten“, sagte Bürgermeister Stefan Caplan, der im TWB- Verwaltungsrat den Vorsitz hat. Und die Antwort von TWB-Vorstand Sebastian Nocon fiel eindeutig aus: „Nach 37 Jahren hat sich die Anlage amortisiert. Der Abschreibungszeitraum beträgt 50 Jahre. Wir können diese Investition vertreten.“ „Wasser zurückzuführen, ist wichtig und richtig. Wir begrüßen das ausdrücklich. Ein guter Beschluss“, kommentierte Klaus Becker (SPD) das einhellige Votum.

Bisher werden Niederschlag und Schmutzwasser in Kanal geleitet

Bislang wird das Niederschlagswasser, das sich auf Asphalt und Dächern rund ums Badehaus ansammelt, gemeinsam mit dem Schmutzwasser über eine Pumpstation in den Mischwasserkanal an der Bürgermeister-Schmidt-Straße geleitet. „Dies verursacht hohe jährliche Kosten für Strom, Wartung und Instandhaltung, die bei einer Reduzierung der Abwassermengen gesenkt werden könnten“, heißt es in der Beschlussvorlage der TWB.

Geplant ist, Niederschlag und Schmutzwasser künftig zu trennen. Ersteres soll wieder dem natürlichen Wasserkreislauf zugeführt werden – durch eine Hauptsammelleitung in Richtung Süden in ein offenes Mulden-Rigolen-System. Dieses hat gegenüber einer Rückhaltung in einem Ingenieurbauwerk diverse Vorteile: Zum einen ist das Mulden-Rigolen-System einfacher und wartungsfreundlicher, zum anderen wird die Fließgeschwindigkeit des Wassers gedrosselt und dieses zusätzlich natürlich gefiltert. Die Reise des Niederschlagswassers endet schließlich im Wiembach.

Rund 130 000 Euro sind für den Bau der Sammelleitung und des Mulden-Rigolen-Systems veranschlagt. Der Hauptausschuss hatte bereits im vergangenen November beschlossen, diese Summe in die Baukosten zu integrieren und so die Umgestaltung rund ums Kulturbadehaus mit der Neuordnung der Entwässerung zu verzahnen. An diesen Kosten beteiligen sich die Technischen Werke, so entschied es nun abschließend der Verwaltungsrat, mit rund 37 000 Euro. Er rechne, so Sebastian Nocon im Haus der Kunst, mit Einsparungen in Höhe von rund 3500 Euro: „Davon entfallen 1000 bis 1200 Euro auf die TWB.“

Die Einsparungen resultieren aus den geringeren Wartungskosten: Die geplante Entwässerungsanlage gilt als nahezu wartungsfrei. Das Pumpwerk hätte im Gegenzug, weil weniger eingeleitet wird, künftig weniger zu tun. Die Folge: Die Pumpen laufen seltener, verschleißen weniger und müssten seltener ausgetauscht werden; außerdem sinkt der Stromverbrauch der Pumpstation. Ihre Kontrolle und Reinigung sowie die Säuberung der Kanalleitung schlagen dann nur noch mit rund 100 Euro im Jahr zu Buche.

TWB

Verwaltungsrat: Die Technischen Werke sind aus dem ehemaligen Tiefbauamt und dem Baubetriebshof der Stadt entstanden und arbeiten heute selbstständig als Anstalt öffentlichen Rechts. Über ihre Maßnahmen und Kosten entscheidet der Verwaltungsrat.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Fördermöglichkeit kommt für Dierath noch zu früh
Fördermöglichkeit kommt für Dierath noch zu früh
Fördermöglichkeit kommt für Dierath noch zu früh
Hilgen: Kreuzung Kölner/Witzheldener Straße wieder freigegeben
Hilgen: Kreuzung Kölner/Witzheldener Straße wieder freigegeben
Hilgen: Kreuzung Kölner/Witzheldener Straße wieder freigegeben

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare