Burscheid

Kleiner, aber feiner Weihnachtsmarkt in Engelrath

Beim Weihnachtsmarkt in Engelrath interessierten sich (v.l.) Nicolas Beck und Elke Beck für die Waren von Silke Reszka. Foto: Doro Siewert
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Beim Weihnachtsmarkt in Engelrath interessierten sich (v.l.) Nicolas Beck und Elke Beck für die Waren von Silke Reszka.

Heiße oder kalte Getränke können per Tischtelefon an den Platz geordert werden. Ob am dritten Adventswochenende geöffnet werden kann, bleibt abzuwarten.

Von Ursula Hellmann

Burscheid. Gute Ideen im kommerziellen Bereich leben manchmal fort als beliebter Zusatz im örtlichen Festkalender. Vor sieben Jahren fügte das Ehepaar Christian und Sujatha Hoffmann ihrem Kundenservice solch eine besondere Adventsgabe hinzu: Auf ihrem Privatgelände entstand ein kleiner, aber feiner Weihnachtsmarkt. 2017 wechselten Aussteller und Besucher zur anderen Seite der B 51, auf das freie Stück der Baumschule Mütherich. Nun waren sich Weihnachtsbäume und buntes Zubehör noch näher gekommen.

Gleich hinter dem Pferdehof Gut Engelrath warteten auch diesmal acht stabile Verkaufsstände und die große Scheune auf kleine und große Liebhaber dieses Sonntagsvergnügens. Natürlich luden auch Imbiss-Hütten zum Bleiben ein. Diese wurden durch warme Sitzfelle und eine Heizquelle gemütlich. Heiße oder kalte Getränke konnten durch Tischtelefone an den Platz geordert werden.

Allround-Organisator Hoffmann: „Was bis 2019 zu einem hautnahen Andrang führte, hält sich leider durch die 2G-Vorschrift in deutlichen Grenzen. Aber auch, wenn ich am Eingang die 2G-Regel überprüfen muss, sind wir doch froh, dass bereits an unserem ersten Öffnen vor zwei Wochen so viele Familien die Gelegenheit wahrnahmen, diesen Weihnachtsmarkt als einen der wenigen übrig gebliebenen zu genießen. Und weil jedes Sortiment nur einmal vertreten ist, bleibt eine faire Auswahl.“

Silke Reszka (Creativ-Grenzenlos, Remscheid) nutzte die Zeit vor der Samstags-Eröffnung, eine ihrer filigranen Deko-Figuren aus Aluminiumdraht zu ergänzen. Zum Teil von Lichterketten durchzogen sind sie zarte, silberne Schönheiten.

Auf der linken Seite des Pavillons war noch Raum für die Glitzerwelt von Jeanette Falow (Leichlingen) und ihre Unicorntastic-Design Glitzerwelt. Ringe, Ohrringe, Ketten und Armbänder machten die Auswahl nicht gerade leicht. Was war ihr Verkaufs-Hit? „Meine selbstentworfenen und eigen-hergestellten Ohrringe, an denen minikleine Burger-Kreationen schaukeln!“ Zarte Schmuckteile und fantasievoll geflochtene Hundeleinen aus farbiger Fallschirmseide gehören für die Designerin durchaus zusammen.

Sozial orientierte Projekte mit „schmackhaftem“ Anreiz waren ebenfalls vertreten. Aus dem Rotary-Häuschen roch es nach frischen Tonka-Bohnen-Quarkbällchen und Kirschstollen. Deren Erlös war für die Orchesterschule Burscheid bestimmt. Der Kinderschutzbund verteilte die wertvollen Gaben vieler Sponsoren an die Gewinner der Tombola-Lose.

Gute Erinnerungen an das Wochenende bringen auch die Kunden von Ewa Joschko-Giesen nach Hause mit. Honig im Glas und Bienenwachs in vieler Gestalt prägten das große Angebot der fleißigen Imker.

Viele hoffen auf eine dritte Öffnung des Weihnachtsmarktes

Auch Künstler ließen ihre handwerklichen Objekte bewundern. Björn Hermann weiß, wie er aus Baumstamm-Stücken robuste Schwedenlichter macht. In der erleuchteten Scheune waren empfindliche Kunstwerke zu sehen. Lampen, Schalen und urige Adventsgestecke sind besondere Stücke, die Monika Nettersheim diesmal kreierte.

Jürgen Elstermeier (Burscheid) hat das Drechslerhandwerk erlernt und dessen künstlerisches Potential entdeckt. In der „Via bambini“ (Melanie Fehrke u. Vanessa Kepper, Leverkusen) lockte schönes Holzspielzeug Kunden an.

Dieser Weihnachtsmarkt in familienfreundlicher Größe wurde an zwei Wochenenden aufgebaut. Auch die späten Abendstunden fanden noch viele Gäste vor den flackernden Grillfeuern. Ob am 11./12. Dezember eine dritte Öffnungszeit möglich sein wird, konnte Christian Hoffmann nicht sagen.

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