Einen ganzen Tag lang ist der Maestro zu Gast in der Stadt

Hier steht er noch als Denkmal in Bonn. Aber am Samstag ist Schluss damit. Dann reist Beethoven nach Burscheid. Archivfoto: Oliver Berg/dpa
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Hier steht er noch als Denkmal in Bonn. Aber am Samstag ist Schluss damit. Dann reist Beethoven nach Burscheid. Archivfoto: Oliver Berg/dpa

Burscheid huldigt Beethoven – Am Samstag gibt es einen Stadtrundgang mit reichlich Musik

Von Nadja Lehmann

Nach dem langen Stillstand in der Pandemie gibt es allmählich wieder mehr Termine. Die Bundestagswahl am kommenden Wochenende ist ein Meilenstein, der alles andere überlagert. Spannend ist es allemal, denn klar ist: Die alte Kanzlerin wird nicht die neue sein. Oder höchstens als geschäftsführende, während zähe Koalitionsverhandlungen laufen. Man wird sehen. Aber neben der Wahl gibt es, gerade in Burscheid, schöne Dinge, denen man sich widmen kann und die wir hier zur Erinnerung noch einmal wachrufen. Beethoven ist schließlich nicht jeden Tag zu Gast in Burscheid!

Eigentlich wäre der 250. Geburtstag des Bonner Komponisten ja schon 2020 an der Reihe gewesen. Corona vereitelte dies. Doch nun heißt es am kommenden Samstag: Burscheid trifft Beethoven. Das Veranstaltungsprogramm findet im Rahmen des Jubiläumsjahrs „BTHVN 2020“ statt, das von der gemeinnützigen Beethoven Jubiläums GmbH in Bonn koordiniert und gefördert wird. Mit von der Partie ist auch die Musicalische Academie von 1812 zu Burscheid, Deutschlands ältestes Laien-Orchester, das zu Beethovens Musik eine ganz besondere Beziehung hat. Seine Werke erklangen nämlich schon in Burscheid, als sie noch „zeitgenössisch“, also neu, waren. Die Bevölkerung lernte Beethovens Werk in den Konzerten der Academie kennen.

Unzählige Protagonisten sind mit von der Partie

Am Samstag ist Beethoven überall. Und mit dabei sind unzählige Protagonisten, die die Stadt zum Klingen bringen: die Burscheider Chöre, die Musikschule Burscheid, der Kulturverein, Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker, die Stadtbücherei – und viele, viele mehr. Der Tag startet um 11 Uhr mit einem Chor in der evangelischen Kirche Burscheid (Hauptstraße 42), wo Kirchenmusikdirektorin Silke Hamburger zum Mitsingen einlädt. Um 11.25 Uhr können Interessierte in der Stadtbücherei (Hauptstraße 38) eine Literatur- und Bilderausstellung mit Musikbeiträgen der Musikschule Burscheid erleben. Weiter geht es um 12 Uhr an der Lindenpassage, wo „Beethoven auf Business“ trifft. Der Maestro trifft um 12.20 Uhr auf die Tanzwerkstatt Schüttler und die Musicalische Academie im Haus der Kunst (Höhestraße 5). In St. Laurentius spielen Silke Hamburger und Reiner Vallo ein Orgelkonzert zu vier Händen (13 Uhr). Beethoven zum Anfassen gibt es um 13.25 Uhr im katholischen Pfarrgemeindesaal (Höhestraße 12), wo zum Plausch mit dem Meister bei Getränken und Imbiss eingeladen wird. Im Klavierhaus Pyschny (Höhestraße 38b) trifft Beethoven um 14 Uhr auf den regionalen Meister Max Bruch, wenn mit „Mondschein und Sternenglanz“, einem Arrangement für Flöten, Harfen und Gitarren, Motive der Mondscheinsonate und aus Kol Nidrei gegeben werden. Um 14.20 Uhr tritt an selber Stelle die Musikschule kammermusikalisch auf, und um 15 Uhr wird der Meister „bekloppt“, wenn Beethoven auf „Beathoven“ trifft – wieder mit der Musikschule, dieses Mal im Megafon (Montanusstraße 15). Zuletzt trifft Beethoven um 16 Uhr auf Hollywood, wenn im Megafon eine filmische Biografie gezeigt wird.

Alle Stationen können kostenfrei besucht werden. Es gilt die 3G-Regel.

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